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Neues Datacenter entsteht bei Amberg im Allgäu: Polarise plant Hochleistungsrechenzentrum

Unterallgäu

Polarise plant modernes Datencenter: Wird Amberg zum Silicon Valley im Allgäu?

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    Planer Manfred Eberle (links) und Bürgermeister Peter Kneipp informierten bei der jüngsten Gemeinderatssitzung über die neuesten Entwicklungen beim geplanten Datacenter auf dem Gelände des ehemaligen Senders Wertachtal.
    Planer Manfred Eberle (links) und Bürgermeister Peter Kneipp informierten bei der jüngsten Gemeinderatssitzung über die neuesten Entwicklungen beim geplanten Datacenter auf dem Gelände des ehemaligen Senders Wertachtal. Foto: Stegen

    Die Metamorphose vom einst weltweit relevanten Kurzwellensender-Standort „Wertachtal“ zu einem Zentrum der Stromerzeugung aus Sonnenenergie ist bereits weitgehend vollzogen. Doch im Sog des digitalen Wandels und der Künstlichen Intelligenz ist hier noch entschieden mehr drin.

    Das Thema eines Datacenters, das den Standort zu einem Silicon-Wertach-Valley umnutzen würde, ist schon seit einiger Zeit nicht nur im Unterallgäu relevant. Konkrete Informationen gab es vor Ort aber bisher nur wenige bis zur jüngsten Gemeinderatssitzung in Amberg, in der der noch amtierende Bürgermeister Peter Kneipp von einem „Scopingtermin“ berichtete, der kürzlich im Landratsamt Unterallgäu stattgefunden habe.

    Die „Polarise GmbH“ plant KI-Zentrum in altem Wertachtal-Sendergebäude

    Alle mit dem Projekt befassten Entscheidungsträger hatten sich zu einer Erörterungsrunde der Zielvorstellungen und der zu berücksichtigenden Planvorgaben in Mindelheim eingefunden. Mit dabei waren auch Vertreter der „WV Energie AG“ als Betreiber der bestehenden Freiflächen-PV-Anlage auf dem Gelände und nun gewissermaßen als Türöfffner für die „Polarise GmbH“, die das Datacenter im Wertachtal bauen möchte. Kopf des Unternehmens ist Stefan Sickenberger, beheimatet ursprünglich ebenfalls in Hessen, der mit dem Team seines StartUps in München aber bereits bewiesen hat, wie man innerhalb eines halben Jahres das frühere Rechenzentrum der Hypovereinsbank in ein KI-Zentrum umwandeln kann.

    Nach diesem Muster soll auch das ehemalige Gebäude des Wertach-Senders renoviert und mit modernen Hochleistungsrechnern ausgestattet werden. Für das Vorhaben sind nach Überzeugung der Polarise GmbH die Standortbedingungen ideal. Auf die mindestens zwei Kilometer entfernte Wohnbebauung hat er keine Auswirkungen. Auch die Untere Naturschutzbehörde äußerte vorab keine Bedenken. Grundsätzlich steht dem Projekt nichts entgegen. Die positiven Aspekte bestimmen überwiegend das Bild der ersten ungefähren Abwägung.

    Der Gemeinderat Amberg unterstützt die Pläne für ein Datacenter

    Gesamtgesellschaftlich erhofft man sich von solchen Datacentern einen Gegenpol zu den internationalen, vor allem amerikanischen Rechenzentren und teilweise nationale Daten-Souveränität. Der Amberger Gemeinderat begrüßte das Vorhaben grundsätzlich. Eine Veränderung am Bestandsgebäude auf der 5,3 Hektar großen Fläche ist bis auf Weiteres nicht vorgesehen. Das Planungsbüro von Martin Eberle soll die weiteren Schritte begleiten, wie schon zuvor den Ausbau der Freiflächen-PV-Anlage.

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