Festumzug, Partynächte und 450 Helfer: Das Bezirksmusikfest 2026 in Engetried lässt das Unterallgäu beben
„Musik ist Herz und Seele unseres Dorfes“
Festumzug, Partynächte und 450 Helfer: Das Bezirksmusikfest 2026 in Engetried lässt das Unterallgäu beben
Mit Festgottesdienst und großem Umzug klang das Großereignis im Unterallgäu aus. Anerkennung gibt es für die 450 Helfer und die Geschichte der Musikkapelle.
Von Josef Diebolder|
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Das Bezirksmusikfest 2026 in Engetried war ein Großereignis für die Musikkapellen im Unterallgäu. Am Sonntag ging es mit einem feierlichen Gottesdienst und einem großen Umzug durch den Ort zu Ende.Foto: Josef Diebolder
Mit dem Festgottesdienst und dem großen Umzug als Höhepunkten ist am Sonntag das Bezirksmusikfest in Engetried ausgeklungen. Tausende Besucherinnen und Besucher strömten an mehreren Tagen in den Ortsteil von Markt Rettenbach, um das Großereignis im Bezirk 6 des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM) mitzuerleben. Den Auftakt hatten bereits im April die Wertungsspiele gemacht, vom 7. bis 10. Mai stand in dem Ort alles im Zeichen des gemeinsamen Feierns und der Freude an der Musik.
Bezirksmusikfest 2026 in Engetried: Sternmarsch, Partynächte, Umzug
Dem Sternmarsch mit späterer Feier im Festzelt am Donnerstag schlossen sich zwei Partynächte an den Folgetagen an, bei denen Rock- wie auch Blasmusikfreunde ihren Spaß hatten. Für Stimmung sorgten die Bands Schreyner, JBO, Menzl XXL und Allgäu Power.
Den Sonntag eröffnete ein Gottesdienst in der festlich geschmückten St. Blasiuskirche. Maximilian Miller, Vorsitzender der Musikkapelle Engetried, unterstrich in den Fürbitten, Musik könne die Herzen der Menschen erfüllen und auch Trost spenden.
Nach Frechenrieden und Engetried: 2027 ist das Fest in Markt Rettenbach
Musikbegeistert zeigte sich auch Pfarrer Guido Beck: „Aller guten Dinge sind drei, sagt der Volksmund“, sagte er mit Blick darauf, dass in der Pfarreiengemeinschaft drei Jahre hintereinander das Bezirksmusikfest gefeiert wird – zuvor 2025 in Frechenrieden, 2027 dann in Markt Rettenbach. Beck hob das Engagement und die Gemeinschaft der Musiker heraus, aber auch das Zusammenwirken der Dorfgemeinschaft und die Hilfe aus umliegenden Orten, die das Ereignis ermöglicht hätten. Der Pfarrer entzündete eine Erinnerungskerze zum Fest.
Beim Festgottesdienst entzündeten Pfarrer Guido Beck und Rosi Schneider eine eigens geschaffene Festkerze. Den Gottesdienst gestaltete die Musikkapelle Ronsberg unter Leitung von Tanja Dusel.Foto: Josef Diebolder
Schönstes Frühsommerwetter gab es dann zum Festumzug mit mehr als 50 Musikkapellen und teilnehmenden Gruppen. Beim Einzug in das volle Musikerfestzelt präsentierten die Vereine ihre Fahnen und Vorsitzender Miller reichte die Bezirksfahne mit Blick auf das Großereignis im kommenden Jahr an Markt Rettenbach weiter. Bei der Vorsitzenden des dortigen Musikvereins, Anja Deniffel, dem ASM-Bezirksvorsitzenden Peter Zettler und Miller waren die enge Verbundenheit und die Vorfreude auf das kommende Jahr spürbar.
Mehr als 50 Musikkapellen und Gruppen beteiligten sich am großen Umzug beim Bezirksmusikfest in Engetried: „A Pris“ gab's vom Schnupfclub „Wilde Rose“ Dingisweiler.Foto: Josef Diebolder
Zuvor beim großen Gemeinschaftschor durften nicht nur ASM-Präsident Franz Josef Pschierer und Bezirksdirigentin Heidemarie Kuhn dirigieren, sondern auch Schirmherr Alex Eder. Er würdigte den Einsatz der Aktiven und die Bedeutung der Blasmusik im Landkreis: Durch sie werde das Unterallgäu lebendiger, liebenswerter, herzlicher und vielfach reicher an Gemeinschaft.
Musikkapelle Engetried blickt auf 170 Jahre Vereinsgeschichte
ASM-Präsident Franz-Josef Pschierer ging auf die 170 Jahre währende Blasmusikgeschichte in Engetried ein und äußerte wie Bürgermeister Martin Hatzelmann seine Anerkennung für das Wirken des Vorsitzenden, des Dirigenten Martin Fiener und ihrer Musiker. Musikfeste seien „Schaufenster unserer Kultur“, sagte Pschierer, verbunden mit einem „herzlichen Vergelt‘s Gott“.
So ausgelassen war die Stimmung beim Bezirksmusikfest in Engetried
Die Stimmung beim Bezirksmusikfest in Engetried war fantastisch. Das zeigen auch diese fast 100 Bilder.
Der Verein war nach dem Zweiten Weltkrieg neu aufgebaut worden und veranstaltete nach den Worten von Peter Zettler und Heidemarie Kuhn schon 1956 ein Bezirksmusikfest. Demnach reichten damals für Wertungsspiele noch kleine Gasthäuser – inzwischen sei man in der neuen, großen Turnhalle von Markt Rettenbach angekommen. Große Ereignisse in der Vereinsgeschichte waren auch die Verleihung der „Pro-Musica-Plakette“ für aktive Blasmusikpflege zum 100-jährigen Bestehen sowie Reisen nach Nordfrankreich, Mallorca oder Brasilien.
Unter dem Motto „Musik verbindet Generationen. Sie ist Herz und Seele unseres Dorfes“ hatte die Gastgeberkapelle auch nun wieder Leidenschaft und Mühe investiert, um einen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte zu schaffen und das Bezirksmusikfest zu einem Erlebnis für das gesamte Umland zu machen. 450 Helferinnen und Helfer sowie Dirigent Martin Fiener hätten sich dafür unermüdlich eingebracht.
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