Für einiges Aufsehen dürfte bei den Schülerinnen und Schülern der Mindelheimer Grundschule derzeit der Bagger auf der Wiese zwischen der Schule und der angrenzenden Bushaltestelle sorgen. Mit ihm haben die Arbeiten für die zwölf neuen Klassenzimmer begonnen, die dort in Modulbauweise entstehen sollen – und zwar schon bis zum neuen Schuljahr.
Mit dem Bagger wurde bereits die Grasnarbe abgetragen und die Fläche geebnet. Außerdem werden die Anschlüsse für Kanal, Wasser und Strom verlegt. Da die Module bereits mit einer Bodenplatte geliefert werden, ist kein weiteres Fundament nötig. Wie Birgit Starke-Flehr Ende März in einer Sitzung des Stadtrats erläutert hatte, könnten bereits in den Pfingstferien, also Ende Mai, Anfang Juni die Fertigmodule aufgestellt werden. Diese sollen dann in den Sommerferien eingerichtet werden und pünktlich zum Start des neuen Schuljahrs fertig sein.
Noch ist unklar, wie hoch der Eigenanteil der Stadt an den zusätzlichen Klassenzimmern sein wird
Die Bauarbeiten und die Module kosten rund drei Millionen Euro, hinzu kommen die Kosten für die Einrichtung und die Außenanlagen. Wie hoch der Eigenanteil der Stadt letztlich sein wird, ist bislang noch offen. Anders als zunächst angenommen hat die Regierung von Schwaben zwar eine Förderung in Aussicht gestellt, deren Höhe ist aber noch nicht bekannt.
Die zusätzlichen Klassenzimmer sind nötig, weil die Schule zuletzt bereits Klassen an der Mittelschule und in Fachräumen unterbringen musste und die Stadt – zumindest in den nächsten Jahren – von weiter steigenden Schülerzahlen ausgeht. Hinzu kommt der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, der ab dem kommenden Schuljahr gilt und für den ebenfalls Räume gebraucht werden.
Sollten die zusätzlichen Zimmer in einigen Jahren nicht mehr gebraucht werden, weil die Geburten- und damit die Schülerzahlen wieder zurückgehen bzw. dann auch die geplante neue Grundschule im Mindelheimer Norden fertig ist, könnten die Module versetzt und anderswo genutzt werden. Der Interimsbau ist deutlich günstiger als es die Erweiterung des bestehenden Gebäudes gewesen wäre.
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