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Herznotfälle auf dem Fußballplatz: Welche Warnzeichen Sportler kennen sollten

Nach Eriksen-Zusammenbruch

Herznotfälle auf dem Sportplatz: Diese Warnzeichen sollten Athleten erkennen

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    Auch auf Allgäuer Sportplätzen erlitten Sportler bereits Herzstillstände.
    Auch auf Allgäuer Sportplätzen erlitten Sportler bereits Herzstillstände. Foto: Andreas Lenuweit (Symbolbild)

    Es war ein Schockmoment für Fußballfans weltweit: In der 65. Minute des Freundschaftsspiels zwischen Dänemark und der Ukraine brach der dänische Nationalspieler Christian Eriksen plötzlich zusammen – ein Vorfall, der sofort Erinnerungen an dramatische Szenen aus der Vergangenheit weckte.

    Eriksen hatte bereits 2021 während des EM-Gruppenspiels in Kopenhagen einen Herzstillstand erlitten und musste auf dem Spielfeld wiederbelebt werden. Diesmal konnte der 34-Jährige nach einer ersten medizinischen Versorgung glücklicherweise wieder aufstehen und das Feld unter dem Applaus von Zuschauern und Spielern aus eigener Kraft verlassen.

    Herznotfälle im Sport: Auch auf Allgäuer Fußballplätzen

    Ähnliche Vorfälle ereignen sich jedoch nicht nur im Profifußball, sondern auch im Amateurbereich des Allgäus. So brach beispielsweise im Jahr 2024 während eines Bezirksligaspiels zwischen der SG Niedersonthofen/Martinszell und dem SVO Germaringen ein Spieler der Heimmannschaft zusammen und musste mithilfe eines Defibrillators wiederbelebt werden.

    In einem weiteren Fall kämpfte 2025 ein Jugendspieler des TSV Ottobeuren rund 20 Minuten lang um sein Leben, nachdem sich durch körperliche Belastung ausgelöste Herzgefäße verengt hatten.

    Der Spieler der „NiSo-Boys“ hatte nach Angaben des Vereinsberichterstatters weder in der Vergangenheit noch während des Spiels über gesundheitliche Beschwerden geklagt. Das ist kein Einzelfall, wie Martin Karch, Chefarzt der Kardiologie am Klinikum Kempten, erklärt. Immer wieder komme es vor, dass Sportlerinnen und Sportler, die sich selbst als gesund einschätzen, Herzrhythmusstörungen oder im schlimmsten Fall sogar einen Herzstillstand erleiden.

    Experte warnt vor plötzlichen Schwindelgefühlen beim Sport

    Um solchen Notfällen vorzubeugen, sollten mögliche Warnsignale ernst genommen werden. Dazu zählen laut Karch beispielsweise Schwindelgefühle unter körperlicher Belastung oder eine deutlich verminderte Leistungsfähigkeit.

    Wer feststellt, dass ihm körperliche Aktivitäten schwerfallen, die bislang problemlos möglich waren – ob Leistungssport oder das Treppensteigen in den fünften Stock –, sollte dies ärztlich abklären lassen. Der erste Ansprechpartner sei dabei der Hausarzt, der bei Bedarf eine Überweisung zu einem Kardiologen veranlassen könne.

    So lange sollte man nach Krankheit keinen Sport machen

    Eine häufige Ursache für Herzprobleme bei Sportlern sind Herzmuskelentzündungen. Um das Risiko zu verringern, sollte während eines Effekts oder einer Erkrankung konsequent auf Sport verzichtet werden. Besonders nach längeren Krankheitsphasen sei Vorsicht geboten, betont Karch: „Wer zwei bis vier Wochen krank war, sollte auch in den Wochen danach nur langsam wieder mit dem Sport beginnen.“

    Dabei könne die Art der sportlichen Betätigung zwar dieselbe bleiben, die Intensität sollte jedoch zunächst reduziert werden. Entscheidend sei, auf die Signale des eigenen Körpers zu achten. „Wenn ein geübter Radfahrer nach einer Erkrankung bereits auf einer flachen Strecke deutlich stärker angestrengt ist als sonst, sollte er nicht gleich wieder anspruchsvolle Anstiege fahren“, erklärt Karch.

    Herzstillstand auf dem Sportplatz: Das sollten Anwesende tun

    Bei sehr leichten Erkältungssymptomen wie einer laufenden Nase sei Sport in der Regel unbedenklich. „Fieber ist das Warnsignal“, sagt der Chefarzt. „Bei Fieber ist Sport aus kardiologischer Sicht verboten.“

    Eine Schwierigkeit ist es laut Karch, erste Anzeichen einer drohenden Herzkomplikation von den normalen Belastungsreaktionen des Körpers beim Sport zu unterscheiden – insbesondere bei Menschen, die nicht regelmäßig trainieren. Ein möglicher Hinweis könne ein unregelmäßiger Puls sein. „Moderne Sportuhren können solche Auffälligkeiten beispielsweise anzeigen“, erklärt der Kardiologe.

    Erleidet eine Sportlerin oder ein Sportler einen Zusammenbruch, müssen anwesende Personen möglichst schnell handeln: Zunächst sollte umgehend der Notruf verständigt werden. Anschließend gilt es zu prüfen, ob die betroffene Person bei Bewusstsein ist. Ist dies nicht der Fall, sollten sofort Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet werden. Je schneller reagiert wird, desto größer sind die Überlebenschancen.

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