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Rückbau des Marientals bei Maria Baumgärtle: Was passiert mit der Heimat des „Waldmenschen“?

Maria Baumgärtle

Droht dem Rückzugsort des „Waldmenschen“ jetzt der Abrisshammer?

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    „Waldmensch“ Heinrich Maucher hat jahrzehntelang ohne Strom und fließend Wasser gelebt und das Mariental aufgebaut.
    „Waldmensch“ Heinrich Maucher hat jahrzehntelang ohne Strom und fließend Wasser gelebt und das Mariental aufgebaut. Foto: Johann Stoll

    Wie geht es mit dem Mariental weiter? Seit dem Tod des dort lebenden Eremiten Heinrich Maucher verfallen die von ihm gebauten Hütten und das ganze Gelände immer mehr. Das Landratsamt forderte wahlweise ein Konzept bis 15. März oder einen Rückbau bis 15. April. Die Stiftung Mutter Maria Stieren, die das Grundstück geerbt hat, will es am liebsten loswerden und würde es auch verschenken. Sie hat das Landratsamt nun um eine Fristverlängerung gebeten.

    Ein Ort, wie aus einer anderen Welt: Die Einsiedelei Mariental aus Hütten, Türmen und Grotten in einem abgelegenen Tal im Wald, erbaut von Heinrich Maucher.
    Ein Ort, wie aus einer anderen Welt: Die Einsiedelei Mariental aus Hütten, Türmen und Grotten in einem abgelegenen Tal im Wald, erbaut von Heinrich Maucher. Foto: Ulla Gutmann

    Wie Landratsamtssprecherin Sylvia Rustler auf Anfrage unserer Redaktion mitteilt, hat die Behörde die Frist für den Rückbau daraufhin bis zum 30. April verlängert.

    Danach werde die Bauaufsichtsbehörde kontrollieren, ob ein Rückbau erfolgt sei. Ist das nicht der Fall, sind verwaltungsrechtliche Maßnahmen denkbar – zum Beispiel könnte eine neue Frist für den Rückbau gesetzt werden, dieses Mal mit der Androhung eines Zwangsgelds.

    Ein Ort, wie aus einer anderen Welt: Die Einsiedelei Mariental aus Hütten, Türmen und Grotten in einem abgelegenen Tal im Wald, erbaut von Heinrich Maucher.
    Ein Ort, wie aus einer anderen Welt: Die Einsiedelei Mariental aus Hütten, Türmen und Grotten in einem abgelegenen Tal im Wald, erbaut von Heinrich Maucher. Foto: Ulla Gutmann

    Das Landratsamt fordert ein Konzept fürs Mariental

    Seit Jahren fordert das Landratsamt offenbar die Erben auf, mitzuteilen, wie es mit dem Grundstück weitergehen soll. Aus rechtlicher Sicht handle es sich um Schwarzbauten, die auch nachträglich nicht genehmigt werden können, erklärt Rustler. Das Landratsamt zeigt sich in der Angelegenheit aber relativ kulant: Die Behörde kann sich auch einen Kompromiss vorstellen, etwa, dass einzelne Gebäude geduldet werden. Es forderte dafür ein Rückbaukonzept und setzte dafür die Frist bis 15. März 2026.

    Ein Ort wie aus einer anderen Welt: Doch das Mariental verfällt immer mehr

    Ein Ort, wie aus einer anderen Welt: Die Einsiedelei Mariental aus Hütten, Türmen und Grotten erbaut von Heinrich Maucher.
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    Das Lebenswerk von Heinrich Maucher, eine selbst gebaute Ansiedelung aus Hütten, Türmen und Grotten im Wald bei Maria Baumgärtle soll abgerissen werden, weil es seit seinem Tod verfällt.

    „Leider hat uns die Stiftung kein Konzept für das Gelände vorgelegt, wie von uns als Alternative vorgeschlagen, sondern die Frist hierfür verstreichen lassen, sodass wir nun einen vollständigen Rückbau fordern müssen“, erklärt Rustler. Sie betont: „Uns ist bewusst, dass es sich beim Mariental um einen besonderen Ort handelt. Es darf von den Bauten aber keine Gefahr für die Besucher ausgehen.“

    Der „Waldmensch“ Heinrich Maucher lebte dort ohne Strom und fließend Wasser

    Jahrzehntelang hatte sich Heinrich Maucher um das Gelände gekümmert und das aufgebaut, was heute als Mariental bekannt ist. Der Eremit lebte hier mitten im Wald, ohne Strom und fließend Wasser. In Handarbeit errichtete der „Waldmensch“ Dutzende Holzhütten, die den Menschen als Zuflucht bei einer Katastrophe dienen sollten. Inspiriert von seinem tiefen Glauben hat er jahrzehntelang an seinem Mariental gearbeitet, bis er mit 79 Jahren dort starb. Seit seinem Tod im Jahr 2020 verfällt das Gelände immer mehr. Eine Petition setzt sich nun für den Erhalt des Marientals ein. Bislang haben mehr als 2000 Menschen unterschrieben.

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