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Mindelheim: Horst Haitzinger als Publikumsmagnet in Mindelheim

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Horst Haitzinger als Publikumsmagnet in Mindelheim

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    „Europa beim Psychiater“ lautet der Titel einer der Lieblingskarikaturen von Horst Haitzinger, die jetzt in Mindelheim zu sehen sind.
    „Europa beim Psychiater“ lautet der Titel einer der Lieblingskarikaturen von Horst Haitzinger, die jetzt in Mindelheim zu sehen sind. Foto: Issing

    Vielen sind die lustigen und bissigen Zeichnungen des Karikaturisten Horst Haitzinger noch in guter Erinnerung. In mehr als 60 Jahren hat der Künstler etwa 16.000 Karikaturen geschaffen. Dabei stellte Haitzinger bei seinen skurrilen Geschöpfen auch immer wieder Bezüge zu griechisch-römischen Antike her. Dieses Thema steht auch im Mittelpunkt der Sonderausstellung im südschwäbischen Archäologie-Museum in Mindelheim. „Mehr als Europa“ lautet der Titel der Schau. Sie gibt bis zum 21. Mai humorvolle und spannende Einblicke in Zeitgeschichte und Antike. 150 Originale von Haitzingers sind dort zu bewundern.

    Wegen des großen Interesses fand die Vernissage im Mindelheimer Stadttheater statt

    Die Eröffnung der Ausstellung musste wegen des großen Interesses ins Mindelheimer Stadttheater verlegt werden. Mehr als 300 Fans des Karikaturisten waren gekommen, um die Person hinter den Zeichnungen persönlich kennenzulernen.

    Überrascht von dem großen Andrang zeigte sich auch Bürgermeister Stephan Winter. In seinem Grußwort kündigte er für 2023 ein vielversprechendes Programm an. Die Haitzinger-Ausstellung sei ein sehr guter Anfang.

    Die Laudatio für den Künstler hielt die stellvertretende Museumsleiterin Friederike Haber. Sie zeigte sich über die Vita des Künstlers gut informiert und lud die Besucher der Vernissage zu weiteren Entdeckungsreisen ins Archäologie-Museum ein, wo Haitzingers Werke in eine Dauerausstellung integriert sind und es dem Betrachter überlassen wird sie zu entschlüsseln.

    Feierliche Eröffnung der Ausstellung mit Werken von Horst Haitzinger in Mindelheim

    Icon Galerie
    41 Bilder
    Im Archäologie-Museum sind Karikaturen des bekannten Künstlers zu sehen, die einen Bezug zur Antike haben. Zur Eröffnung kamen über 300 Gäste.

    Bei einem Gespräch mit Dr. Matthias Pausch, dem Leiter des Limeseums in Ruffenhoffen, wo die Schau erstmals gezeigt wurde, erfuhren die Gäste einiges über den Menschen Horst Haitzinger. Er verriet, dass Franz Josef Strauß für ihn als Zeichner ein „Gottesgeschenk“ und Bundeskanzler Kohl dann eine willkommene Abwechslung war. Haitzinger hielt nicht mit seiner Begeisterung für Europa zurück. „Ich könnte mir keine bessere Zukunft vorstellen“, sagte er und verriet auch, dass er mit dem Internet und allem, was dazu gehört auf Kriegsfuß steht.

    Besonders angetan hat es dem Künstler das Trojanische Pferd. „Vor allem wollte ich wissen, wo darin die Toilette war“, scherzte er.

    Im Ruhestand malt Horst Haitzinger Ölbilder

    Und was macht Horst Haitzinger Im Ruhestand? „Meine künstlerischen Bedürfnisse befriedige ich mit dem Malen von Ölbildern, ich habe schon immer in Bildern gedacht.“

    Keine Vernissage ohne passende musikalische Unterhaltung. Für die sorgte das Akkordeon-Ensemble der städtischen Musikschule.

    Nach dem offiziellen Teil im Stadttheater nutzten die meisten Besucher den Abend noch für einen Spaziergang ins Museum, um die Haitzinger-Schau in Augenschein zu nehmen. Die Besucherinnen und Besucher zeigten sich begeistert von der Auswahl der Werke und deren Präsentation.

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