Rammingen: Abschied von Bürgermeister Anton Schwele nach 42 Jahren im Amt
Rammingen
Bürgermeister Anton Schwele verabschiedet sich nach 42 Jahren im Amt
Stolze 42 Jahre lang prägte der Ramminger Rathauschef die Geschicke des Dorfes. Ehrensache, dass sich zu seinem Abschied zahlreiche Politprominenz einfand.
Rammingens langjähriger Bürgermeister Anton Schwele (Mitte) durfte sich zu Ehren seines Abschieds aus der Kommunalpolitik von langjährigen Wegbegleitern feiern lassen, darunter (von links) Landrat Alex Eder, MdL Peter Wachler, MdB Stephan Stracke, (von rechts) MdL Bernhard Pohl, sowie Schweles Stellvertreter Christian Reiber und Manuel Rauscher.Foto: Regine Hildebrandt
Ende April ging mit Anton Schwele ein Bürgermeister in den Ruhestand, der über 40 Jahre lang die Gemeinde Rammingen und seine Entwicklung prägen sollte. Zwölf Jahre als zweiter und 30 Jahre als erster Bürgermeister – mit seinem Abschied von der Kommunalpolitik endet eine Ära für die Bürger des Dorfes.
Ihm zu Ehren stellten sich vor dem Rathaus Vertreter aus Bundes- und Landespolitik ein. Neben Bundestagsabgeordnetem Stephan Stracke, den beiden Landtagsabgeordneten Peter Wachler und Bernhard Pohl waren auch Landrat Alex Eder, viele ehemalige und wiedergewählte Gemeinderatsmitglieder vor dem Rathaus zusammengekommen, um Anton Schwele mit warmen Worten und voller Lob an den letzten Stunden seiner Amtszeit zu begleiten.
Rammingen: „Gehört zu den ganz großen Bürgermeistern des Unterallgäus“
Er gehöre zu den ganz großen Bürgermeistern des Unterallgäus, fasste es Stephan Stracke zusammen. Schwele habe Maßstäbe gesetzt, und sich stets den Blick für das Ganze bewahrt. „Und dies mit viel Beharrlichkeit“, setzte Stracke hinzu, was das Publikum mit Gelächter quittierte.
Beharrlichkeit kann sich Anton Schwele durchaus auf die Fahnen schreiben lassen. Gegen Widerstände setzte er den Bau des Dorfgemeinschaftshauses, das auch Sitz des Rathauses wurde, durch, brachte Zukunft und Modernität in den Ort. Rammingen war eines der ersten Dörfer, das über flächendeckendes Breitband verfügt, ist stolzer Besitzer einer Seniorenwohnanlage und verfügt mit der Nachbarschaftshilfe SoS über ein ausgezeichnetes Sozialnetzwerk.
So hat Anton Schwele Rammingen geprägt
Anton Schwele war und ist Mitglied in nahezu allen Ramminger Vereinen, erinnerte sich Manuel Rauscher, der sich als frisch gewählter Nachfolger mit ebenso herzlichen Worten an der Verabschiedung beteiligte. Dass es jedoch auch Opfer braucht, um dem Amt gerecht zu werden, daran erinnerte er ebenfalls. „Deine Familie kam stets an zweiter Stelle“, sagte Rauscher, „das Amt ging immer vor.“
Dass Schweles Herz nicht nur für die Kommunalpolitik schlägt, sondern auch für die Blasmusik, auch dies konnte im Rahmen seiner Verabschiedung beobachtet werden. Ihm zu Ehren hatte sich der Ramminger Musikverein eingefunden, der jeden Redebeitrag musikalisch umrahmte.
Eigentlich sei es dem scheidenden Bundespräsidenten und Verteidigungsminister vorbehalten, sich zum Abschied drei Musikstücke wünschen zu dürfen, hob MdL Bernhard Pohl in seiner Rede an und wendete sich dabei direkt an Anton Schwele. „Da siehst du mal, wie wichtig du bist!“
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