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Schulbus nach Mindelheim: So voll ist die Linie 921 - ein Selbsttest.

Kreis Unterallgäu

Eine Fahrt im Schulbus: Wie sicher ist es im Unterallgäu?

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    Ob im Linienbus 921 genug Platz ist? Diese Frage stellen sich auch viele Eltern – zumal der Bus zuletzt mehrfach in den Fokus geriet.
    Ob im Linienbus 921 genug Platz ist? Diese Frage stellen sich auch viele Eltern – zumal der Bus zuletzt mehrfach in den Fokus geriet. Foto: arn wst rho/dpa (Symbolbild)

    Überfüllte Busse sind keine Ausnahme mehr – auch im Unterallgäu nicht. Erst vor einiger Zeit geriet die Linie 921 in den Fokus, weil Eltern geschildert hatten, dass es morgens kaum Platz für ihre Kinder gebe und sie sich Sorgen um deren Sicherheit machten. In Bad Wörishofen wurden gar Kinder an der Haltestelle stehen gelassen. Um mir selbst ein Bild zu machen, fahre ich nach Babenhausen und begleite eine Fahrt im Bus 921. Von der hintersten Reihe aus habe ich einen guten Überblick und beobachte, wer den Bus verlässt, wer einsteigt und ob ausreichend Platz vorhanden ist. Wie voll wird es auf dieser Fahrt wirklich?

    6.42 Uhr: Der Bus fährt in Babenhausen ab

    Pünktlich rollt der Bus um 6.42 Uhr am Busbahnhof in Babenhausen los. Außer mir sitzen zwei Frauen und fünf Schulkinder im Bus. Zu erkennen sind sie an den Schulranzen, die neben ihnen auf dem Sitz liegen. Der Bus hat 37 Sitzplätze sowie einen Stehbereich im Gang und in der Mitte. So früh am Morgen werden die Gespräche weitgehend eingestellt. Die Schülerinnen und Schüler blicken aus dem Fenster oder nutzen die Ruhe, um die Augen noch etwas zu schließen.

    An der nächsten Station in Kirchhaslach steigen fünf Schulkinder zu und kurz darauf noch eines. Viel verändert sich dadurch bislang nicht: Es bleibt leise und jeder findet einen Platz. Bis kurz nach 7 Uhr, als wir Achsenried erreichen, hat sich das Bild aus meiner Sicht kaum verändert. Nach und nach steigen weitere Schulkinder in den Bus und setzen sich auf die freien Plätze: Im Gang muss niemand stehen und die Kinder kommen problemlos in den hinteren Bereich des Busses. Mit zunehmender Passagieranzahl nimmt langsam auch das Getuschel zu.

    Haltestelle Bedernau: Ab hier wird’s eng im Bus

    In Bedernau wird es allmählich enger: Gleich zehn Schulkinder steigen ein. Jetzt sind kaum noch freie Doppelsitze zu finden. Zwei Stationen weiter, in Unterrieden, kippt die Lage endgültig. Dieses Mal steigen neun Schulkinder zu – vier von ihnen müssen im Gang stehen bleiben. Was auffällt: Es steigt niemand aus. Haltestelle um Haltestelle füllt sich der Bus kontinuierlich. Ich habe längst zwei Nebensitzer in der letzten Reihe bekommen. Genau wie meine Sitznachbarn trage auch ich meine Arbeitstasche auf dem Schoß. Während die Luft zunehmend stickig wird, fährt der Busfahrer unbeirrt seine Route weiter ab.

    Zahlreiche Schülerinnen und Schüler sind im Linienbus 921 unterwegs. In Mindelheim steigen sie aus.
    Zahlreiche Schülerinnen und Schüler sind im Linienbus 921 unterwegs. In Mindelheim steigen sie aus. Foto: Philipp Duba

    Nach dem Halt in Oberrieden stehen inzwischen zehn Schulkinder im Gang. Sitzplätze gibt es jetzt keine mehr – wer mitfährt, muss stehen. Mit jedem Zustieg wird der Platz im Gang knapper. Gleichzeitig steigt die Lautstärke: In den Sitzreihen scheint die anfängliche Müdigkeit überwunden. Es werden Spiele auf dem Smartphone gespielt oder Schulunterlagen herausgekramt, um die Fahrt vor dem Unterricht zum Lernen zu nutzen. 

    Als der Bus dann kurz vor Ende der Tour in Hausen erneut fünf Schulkinder einsammelt, bleibt der vordere Bereich beim Fahrer nicht mehr frei. Die Trennlinie soll eigentlich verhindern, dass Fahrgäste die Sicht des Fahrers einschränken – doch weiter hinten im Bus gibt es schlicht keinen Platz mehr.

    Angekommen in Mindelheim

    In Mindelheim angekommen, dauert es nur wenige Minuten bis zur Berufsschule. Dort passiert es dann: Das erste Mal auf dieser Fahrt verlassen Fahrgäste den Bus. Die Freude über den neu gewonnenen Platz in dem Fahrzeug hält allerdings nicht lange an, da die Plätze an derselben Haltestelle wieder gefüllt werden. Von der Berufsschule geht es nämlich weiter zum Maristenkolleg. Um Punkt 7.30 Uhr strömt hier eine große Gruppe an Schulkindern aus dem Bus und leert ihn schlagartig. Die letzten zehn verbliebenen Schulkinder steigen an der Grundschule in Mindelheim aus. Nach vierzig Minuten Busfahrt ist dann auch für mich Schluss. Laut oder chaotisch war diese Fahrt nicht – aber eng. So zumindest an diesem Morgen.

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