Um die aktuelle Kriminalitäts- und Sicherheitslage im Landkreis Unterallgäu ging es beim Sicherheitsgespräch zwischen Landrat Alex Eder, Polizeivizepräsident Michael Haber sowie Vertreter der Polizei Memmingen, Mindelheim und Bad Wörishofen sowie von der Kripo und der Grenzpolizei Memmingen. Auch die zuständigen Abteilungs- und Sachgebietsleiter aus dem Landratsamt waren dabei.
Die Zahl der Straftaten im Unterallgäu ist zurückgegangen
Auf Grundlage der polizeilichen Kriminalstatistik stellte Polizeivizepräsident Haber die Sicherheitslage im Unterallgäu vor. Demnach ist die Zahl der registrierten Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 Prozent auf 3848 Fälle zurückgegangen.
Im Bereich des sogenannten Callcenterbetrugs verringerte sich der entstandene Vermögensschaden von rund 342.000 Euro auf etwa 283.000 Euro. Gleichzeitig stiegen jedoch sowohl die Fallzahlen als auch die aus Tätersicht erfolgreichen Taten im Jahresvergleich an. Besonders deutlich fiel der Rückgang beim Wohnungseinbruchdiebstahl aus: Die Fallzahlen reduzierten sich nahezu um die Hälfte. Auch in den Bereichen Straßenkriminalität, Gewaltkriminalität sowie bei allgemeinen Diebstahldelikten waren spürbare Rückgänge zu verzeichnen. Damit setzt sich die positive Entwicklung im Zehn-Jahres-Vergleich fort. Bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung war 2024 ein Höchststand erreicht worden, 2025 gingen die Fallzahlen um 15,2 Prozent zurück.
„Weniger Kriminalität und ein deutlicher Rückgang bei Verkehrsunfällen mit schwerverletzten und getöteten Menschen kennzeichnen die gute Sicherheitslage im Landkreis Unterallgäu im vergangenen Jahr“, betonte Haber. Die Aufklärungsquote sank im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 Prozentpunkte auf 68 Prozent. Damit liegt sie weiterhin über dem bayernweiten Durchschnitt von 66 Prozent.
Mehr Verkehrsunfälle, aber weniger Verletzte und Tote
Im Bereich der Verkehrssicherheit stieg die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im Unterallgäu von 3776 im Jahr 2024 auf 3928 im Jahr 2025 an. Hauptursachen waren insbesondere eine nicht angepasste Geschwindigkeit sowie die Missachtung des Sicherheitsabstands. Positiv entwickelte sich hingegen die Zahl der schweren Verkehrsunfälle: Die Anzahl der Schwerverletzten sank von 159 auf 120 Personen. Auch die Zahl der Verkehrstoten ging deutlich zurück – von neun auf fünf Personen. Sowohl das Landratsamt als auch das Polizeipräsidium betonten die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit und eines kontinuierlichen Austauschs, um frühzeitig und angemessen reagieren zu können. Landrat Alex Eder betonte: „Sicherheit ist für uns eine gemeinsame Daueraufgabe – deshalb setzen wir weiterhin auf die enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit von Landratsamt und Polizei.“ (mz)
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