Der Türkheimer Marktrat stellte in seiner jüngsten Sitzung die Weichen für gleich zwei wichtige Vorhaben: Es ging einmal um den Umbau des Heglerhauses an der Mittelschule, das künftig für die Ganztagsbetreuung genutzt werden soll. Außerdem wurde im Vorentwurf des Bebauungsplans Königsberger Straße eine wichtige Umplanung für das Neubaugebiet beschlossen.
Welche Heizung soll im Heglerhaus einziehen?
Vor Beginn der Beratungen gab Bürgermeister Christian Kähler den Bürgern das Wort. Die Bürgerfragestunde vor jeder Sitzung wird derzeit testweise eingeführt. Birgit Müksch-Klein nutzte die Gelegenheit nicht für eine Frage, sondern für ein Anliegen: Sie dankte allen Ehrenamtlichen im Ort und verwies auf eine Kunstausstellung im kleinen Schloss mit Künstlern aus ganz Schwaben, die nur durch deren Einsatz möglich sei.
Anschließend informierte ein Vertreter des Münchner Architekturbüros Zinner über den Umbau des Heglerhauses. Die Küche soll vergrößert, der Steingarten verkleinert werden. Die Fachleute stellten verschiedene Möglichkeiten der Belüftung vor, die Kosten werden dafür bei etwa 140.000 Euro liegen.
Auch bei der Heizung des Heglerhauses stehen mehrere Möglichkeiten zur Auswahl: Eine Pelletheizung, die zuvor von einigen Räten ins Spiel gebracht wurde, konnten die Experten nicht empfehlen, sie erfordere viel Platz und Aufwand. Wahrscheinlicher ist daher eine Grundwasser- oder eine Luftwärmepumpe. Die Entscheidung sei nicht einfach, beide Varianten hätten Vor- und Nachteile, wie der Bürgermeister erklärt. Da bis 30. September Förderanträge gestellt werden müssen, werde der Marktrat demnächst entscheiden müssen.
Auch beim Neubaugebiet Königsberger Straße steht schon bald eine Entscheidung an. Noch im Juni soll der Beschluss zur Durchführung der förmlichen Beteiligung fallen, wie das Büro Lars Consult erklärt. Im September sollen dann die Stellungnahmen diskutiert werden und noch im Herbst soll es einen Satzungsbeschluss geben.
So viele Bauplätze sollen im neuen Wohngebiet in Türkheim entstehen
Klar ist schon heute, dass das Neubaugebiet 1,61 Hektar umfassen soll. Die Planer erklärten, dass sie Einwendungen aus der ersten Beratung eingearbeitet hätten. So werde die Königsberger Straße nicht zur Breslauer Straße durchgezogen, sondern erhalte einen Schlenker in Richtung Gleiwitzer Straße und könne auch über die Posener Straße angefahren werden. Es sollen 34 Bauplätze mit 109 Wohneinheiten entstehen.
Zum Abschluss betonte der Zweite Bürgermeister Franz Haugg erneut den Wunsch nach „bezahlbarem“ Wohnraum. Ob dieser erfüllt werden kann, blieb an diesem Abend offen.
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