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10.02.2015

60 Minuten, 66 Tore

Christian Stumpf war mit zehn Toren der erfolgreichste Mindelheimer Werfer.
Bild: Archivfoto: Michael Lindemann

Die Mindelheimer Herren führen Sekunden vor Schluss gegen den TSV Murnau – und kassieren dann ein Traumtor zum Ausgleich. Den TSV-Frauen erging es schlechter.

War das Glas nun halb voll oder halb leer? Nach dem 33:33-Unentschieden gegen den TSV Murnau waren sich die Mindelheimer Handballer dessen nicht ganz sicher. Zum einen konnte man angesichts eines zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstands von einem gewonnenen Punkt sprechen, zum anderen aber gaben die Mindelheimer den Sieg in den Schlusssekunden aus der Hand. Bei den Frauen war die Sache klarer: Sie hatten beim Tabellenführer SG Waltenhofen/Kottern keine Chance.

Wenn Mindelheim auf Murnau trifft, dann sind viele Tore garantiert. So auch diesmal: Beide Mannschaften spielten ihre gewohnte Angriffsstärke aus. Mitte der ersten Halbzeit konnte sich der TSV Mindelheim dann erstmals etwas absetzen und führte mit 12:8. Doch bis zur Pause kamen die Gäste zurück ins Spiel und konnten den Rückstand erträglich gestalten (19:18).

In den zweiten 30 Minuten sahen die Zuschauer weiterhin eine flotte und packende Begegnung. Nach dem 26:26 hatten die Gäste aus Murnau ihre stärkste Phase im Spiel und warfen bis zur 50. Minute einen Vier-Tore-Vorsprung heraus. Den Mindelheimer gelang in diesen Minuten gar nichts, sodass Trainer Thomas Burtscher eine Auszeit nahm. Diese Maßnahme zeigte Wirkung: Der TSV Mindelheim konnte den Rückstand wieder ausgleichen und ging 30 Sekunden vor dem Ende tatsächlich wieder in Führung (33:32). Dann aber überschlugen sich die Ereignisse: Als sich Mindelheims Torhüter Thomas Vogt nach einer gelungenen Parade zu einer Undiszipliniertheit hinreißen ließ, bekam er eine Zwei-Minuten-Strafe aufgebrummt. Einen Mindelheimer Wechselfehler ahndeten die Schiedsrichter ebenfalls mit einer Zwei-Minuten-Strafe, sodass die Mindelheimer die letzten Sekunden in Unterzahl agieren mussten. Das nutzten die Murnauer drei Sekunden vor dem Ende aus. Mit der Schlusssirene erzielte ein Murnauer mit einem sehenswerten Kempa-Trick das Tor zum 33:33-Ausgleich.

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Nach dem Spiel waren zumeist ratlose Gesichter zu sehen. Aus Sicht des Rückstandes von vier Toren kurz vor Spielende war es sicherlich ein Punktgewinn. Da man aber nur wenige Sekunden vor dem Ende eigentlich mit einem Tor führte und in Ballbesitz war, kann man ebenso von einem Punktverlust reden. Erfolgreichster Werfer der spannenden Partie war Christian Stumpf mit zehn Treffern.

Nichts zu holen gab es für die Frauen des TSV Mindelheim bei der SG Waltenhofen/Kottern. Nach einer positiven Anfangsphase gaben die Mindelheimerinnen das Zepter schnell aus der Hand und verloren am Ende – auch in der Höhe verdient – mit 18:33.

Die ersten Minuten begannen aus Sicht der Gäste vielversprechend. Der TSV Mindelheim konnte dem Tabellenführer Einhalt gebieten und hielt auch im Torverhältnis mit. Doch schon Mitte der ersten Halbzeit ließen sowohl die Abwehrarbeit als auch die Schnelligkeit im Angriff zu wünschen übrig und Waltenhofen ging mit 9:5 in Führung. Diesen Abstand hielten die Gastgeberinnen und führten so zur Pause mit 14:9.

Auch in Halbzeit zwei lief bei den Mindelheimerinnen nichts zusammen. Inkonsequente Aktionen im Angriffsspiel nutzten die routinierten Spielerinnen aus Waltenhofen/Kottern aus und erhöhten den Abstand Tor um Tor. Zwar versuchte der TSV Mindelheim zu Beginn noch dagegen zu halten, doch brach auch dieser Wille zehn Minuten vor dem Spielende. Am Ende stand es 33:18 für die SG Waltenhofen/Kottern.

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