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Fußball

09.07.2020

Alexander Nollenberger verlässt den FC Bayern München II

Ein Tänzchen mit Bayern-Stars: Alexander Nollenberger (Zweiter von rechts) hat hier im Training mit (von links) Thiago Alcántara, Thomas Müller, Jérôme Boateng und Franck Ribéry jede Menge Spaß.
Bild: Archiv Nollenberger

Plus Alexander Nollenberger spielte vor einigen Jahren noch in der Jugend der JFG Wertachtal. Nun wurde er mit dem FC Bayern II Drittligameister – und wechselt den Verein.

Als Bub hat er beim TV Woringen zum ersten Mal gegen einen Fußball getreten. Später führte ihn sein Weg über den FV Illertissen zum FC Bayern München II. Im Gespräch erklärt der 23-jährige Alexander Nollenberger, warum er jetzt nach Bayreuth gewechselt ist – und was er für weitere Pläne hat.

Sie sind jetzt nach Bayreuth gegangen. Was waren für Sie die ausschlaggebenden Gründe dafür?

Alexander Nollenberger: Die SpVgg Bayreuth wollte mich unbedingt verpflichten. Trainer Timo Rostkenne ich schon länger, und die SpVgg ist ein Verein, der ebenso wie ich ambitioniert seine Ziele verfolgt.

Alexander Nollenberger verlässt den FC Bayern München II

Was sind Ihre Ziele beim Tabellenvierten der Regionalliga Bayern?

Nollenberger: Ich möchte mich gut in das Team einbringen und die Saisonfortsetzung so erfolgreich wie möglich gestalten. Was am Schluss dabei herauskommt, werden wir dann sehen.

Wie würden Sie Ihre Zeit beim FC Bayern II bilanzieren, der jetzt Meister der Dritten Liga wurde?

Nollenberger: Sehr lehrreich. Es gab sicherlich Aufs und Abs. Meinen sportlichen Ehrgeiz konnte ich jedoch leider nicht immer stillen. Trotzdem haben mich die vergangenen Jahre sportlich weitergebracht. Das möchte ich nun auf dem Platz zeigen.

Warum sind Sie jetzt aus München weggegangen?

Nollenberger: Nachdem mein Vertrag bei Bayern ausgelaufen ist, habe ich nach einem ambitionierten Verein Ausschau gehalten, bei dem ich mich sportlich weiterentwickeln kann. Den habe ich mit der SpVgg Bayreuth gefunden.

Was würden Sie sagen: Wie nah waren Sie an der Ersten Mannschaft des Rekordmeisters dran?

Nollenberger: Mein Ziel war es, Stammspieler in der Zweiten Mannschaft zu werden. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich gelegentlich bei den Profis mittrainieren durfte. Man kann sich bei diesen Weltklasse-Spielern einiges abschauen. Natürlich hat mir noch die eine oder andere Qualität gefehlt, um mich auf diesem Niveau dauerhaft zu etablieren. Trotzdem haben mir die gelegentlichen Trainingseinheiten mit den Profis, aber auch die Testspiele und insbesondere der Audi-Cup einen Einblick in die absolute Spitzenklasse gegeben.

Wie haben Sie es überhaupt geschafft, bei Bayern einen Vertrag zu erhalten?

Nollenberger: Für mich ging damals alles sehr schnell. Ich wurde von der Landesliga-Mannschaft in Illertissen relativ schnell in die Regionalliga-Mannschaft hochgezogen. In meiner zweiten Herrensaison in der Regionalliga konnte ich mit meinen elf Toren und vier Vorlagen sehr schnell überzeugen. Dadurch bekam ich schon in der Winterpause die Gelegenheit, zum FC Bayern zu wechseln, weil ich dessen Interesse nachhaltig geweckt hatte.

Wo liegen Ihre fußballerischen Wurzeln? Wie hat alles angefangen?

Nollenberger: Angefangen hat alles mit drei Jahren beim TV Woringen beziehungsweise bei der JFG Kronburg, bei der ich bis zur U13 gespielt habe.

Was waren Ihre weiteren fußballerischen Stationen, bevor Sie dann nach München gegangen sind?

Nollenberger: Ich wechselte von meinem Jugendverein in der D-Jugend zur JFG Wertachtal, in der B-Jugend zur TSG Thannhausen, bis ich dann in der A-Jugend zum FV Illertissen gewechselt bin.

Was war Ihr bisheriges Karriere-Highlight?

Nollenberger: Meine bisherigen Karriere-Highlights waren ganz klar der letztjährige Aufstieg in die Dritte Liga und der Einsatz in der Startelf des FC Bayern im Audi-Cup-Finale gegen die Tottenham Hotspurs. Zwei riesen Erfahrungen für mich, die ich nicht mehr vergessen werde.

Sie stammen ja ursprünglich aus Woringen. Wie oft kommen Sie denn noch nach Hause ins Unterallgäu?

Nollenberger: Leider nicht mehr all zu oft, seitdem ich nach München gezogen bin. Meistens einmal im Monat.

Wie stark waren oder sind Sie von der Corona-Krise betroffen?

Nollenberger: Ich hatte das Glück, bei einem Arbeitgeber zu sein, der uns nicht in die Kurzarbeit schicken musste. Zu Beginn der Corona-Krise fiel das Training natürlich aus, und ich war wie jeder andere Bürger auch von den Einschränkungen betroffen.

Sie sind 1997 in Memmingen geboren. Warum haben Sie eigentlich nie in der Talentschmiede FCM gespielt?

Nollenberger: Das ist eine gute Frage. Es hat scheinbar nicht sein sollen. Ein konkretes Interesse an mir hat dort in der Vergangenheit nie bestanden.

Wem haben Sie am meisten zu verdanken für Ihre sportliche Entwicklung?

Nollenberger: Ganz klar meinen Eltern! Ohne sie wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin. Neben dem FC Memmingen war kein Verein in der Nähe, der auf ähnlichem Niveau gespielt hat. Die langen Fahrten zum Training und Spiel sind für mich nicht selbstverständlich. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar.

Verdienen Sie Ihre Brötchen ausschließlich als Fußballer? Oder sind Sie nebenbei in einem Beruf aktiv?

Nollenberger: Ich verdiene mein Geld ausschließlich durch den Fußball. Nebenzu studiere ich per Fernstudium Sportmanagement.

Welchen Tipp würden Sie jungen Kickern geben, die von einer Karriere als Fußballer träumen?

Nollenberger: Nie aufhören, daran zu glauben. Hart an sich arbeiten und versuchen, sich stetig zu verbessern. Ohne das hat man keine Chance, sich seinen Traum zu erfüllen. Das halte ich mir jeden Tag vor Augen.

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