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Fußball

06.02.2021

BFV-Spielleiter geht von ordentlichem Saisonende aus

Der Fußballkreis Allgäu hat den Modus für den Ligapokal überarbeitet und den Spielplan gestrafft. Nun müssen nur noch die Corona-Beschränkungen rechtzeitig aufgehoben werden, dann kann der Ball wieder rollen.
Foto: Julian Leitenstorfer

Plus BFV-Spielleiter Josef Janker ist vom bayerischen Weg der Saison-Fortsetzung überzeugt. Allerdings kann auch er nicht alle Fragen zum weiteren Verlauf beantworten.

Der württembergische Fußball-Verband hat bekanntlich im Sommer trotz Corona eine neue Saison begonnen. Dass diese regulär beendet wird, daran glaubt im zweiten Lockdown niemand mehr. Im Freistaat Bayern ist man einen anderen Weg gegangen: Abschluss der Spielzeit 2019/20 und Einführung von Ligapokalen, um eventuellen Leerlauf zu vermeiden.

Josef Janker ist davon überzeugt, dass dieser Weg der richtige sei. „Wir haben mit der Fortsetzungsentscheidung Zeit gewonnen, stehen noch nicht unter Druck“, sagte der Spielleiter des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) in einem jüngst vom Verband veröffentlichten Interview. Und fügte hinzu: „Wir profitieren jetzt davon, die Saison nicht abgebrochen zu haben. Stand heute bin ich optimistisch, dass wir selbst dann zu einem ordentlichen Ende kommen, wenn wir erst Ende März wieder loslegen können.“

BFV habe sich auf den Lockdown eingestellt

Bis Mitte Februar gehe sowieso nichts. „Darauf hatten wir uns eingestellt, denn wir erleben alle ja aktuell, wie sehr uns die Pandemielage in die Knie zwingt. Unser gesellschaftliches Leben steht quasi still, und der Fußball sollte in dieser schwierigen Situation auch hintenanstehen – das gehört zum Selbstverständnis“, sagt Janker dazu.

Mit den Punktspielen sei man in den Ligen im Freistaat ja schon ziemlich weit, und die Ligapokale seien ja genau genommen auch geschaffen worden, damit man sie wieder streichen könne, wenn es eng werde. Janker stellt klar: „Sollte aufgrund von unüberwindbaren Terminnöten in einzelnen Ligen die Durchführung des Ligapokals nicht mehr möglich sein, wird er abgebrochen. Denn es gilt weiterhin: Die Meisterschaft genießt oberste Priorität.“

Demnächst würden die an den Ligapokalen teilnehmenden Vereine einzeln gefragt, ob sie in diesem Wettbewerb weiterspielen oder aussteigen wollten (Lesen Sie hier: Der Ligapokal wird fortgesetzt)

Ein Ausstieg aus dem Ligapokal ist für Vereine möglich

Janker wäre den Klubs nicht böse: „Es wird ja zwangsläufig so sein, dass viele Spiele unter der Woche ausgetragen werden müssen. Es gibt Vereine, für die nach der Lockdown-Verlängerung bereits feststeht, dass sie sich diese Strapazen nicht antun wollen und deshalb aus dem Wettbewerb aussteigen werden.“ Der Modus müsste und könnte dann eben kurzfristig geändert werden, aber darauf war man beim BFV von Anfang an vorbereitet.

In der Regionalliga Bayern muss die Saison bis zum 8. Mai beendet sein, weil Aufstiegsspiele bestritten werden. In anderen Spielklassen könnte dagegen auch bis in in den Frühsommer hinein gespielt werden.

Janker bittet um Verständnis dafür, dass derzeit noch nicht alle Fragen beantwortet würden: „Unser Land hat genügend Probleme, wenn ich an Schulen, Kitas oder die Wirtschaft denke. Der Amateurfußball sollte sich nicht selbst noch weitere Probleme machen. Beim Fußball reden wir nach wie vor im ganz überwiegenden Teil von einer Freizeitbeschäftigung.“ (mz, pim)

Mehr zum Amateurfußball in der Region lesen Sie hier:

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