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Eishockey

21.07.2020

Beim ESV Kaufbeuren sind alle Augen auf die Neuen gerichtet

Fabian Voit kommt aus der Oberliga vom ECDC Memmingen.
Bild: Rebhan

Plus Der Kader des ESV Kaufbeuren für die DEL2-Saison 2020/21 ist so gut wie komplett. Im Fokus stehen besonders die beiden Neuzugänge aus Innsbruck.

Mit der Verpflichtung des vierten ausländischen Spielers, dem Kanadier John Lammers, ist der Kader des ESV Kaufbeuren für die kommende DEL2-Spielzeit 20/21 komplett. Sechs Neuzugänge, drei davon aus dem eigenen Nachwuchs, stehen dabei elf Abgängen gegenüber.

Wegen zahlreicher Verletzungen mussten die Joker in der Vorsaison ein ums andere Mal personell nachlegen, der neue Kader umfasst nun 19 Feldspieler. Die vermeintlichen Königstransfers stellten die Joker in den vergangenen Tagen vor. Sie kommen wie auch der neue Joker-Trainer Rob Pallin aus der höchsten österreichischen Liga EBEL und spielten dort zusammen in Innsbruck. Tyler Spurgeon war dort zuletzt Kapitän, John Lammers sein Assistent.

ESVK-Trainer forderte einen echten Leader

Pallin hatte schon im Frühjahr im Interview mit dieser Zeitung gesagt, dass er gehört habe, die Kaufbeurer bräuchten einen echten Leader in der Kabine (Lesen Sie hier: Kaufbeurens neuer Trainer will mit harter Arbeit nach oben). Diese Rolle soll Spurgeon ausfüllen.

Beim ESV Kaufbeuren sind alle Augen auf die Neuen gerichtet

ESVK-Geschäftsführer Michael Kreitl sagt über den Kanadier: „Tyler ist ein absoluter Führungsspieler, arbeitet auf dem Eis hart und konstant in beide Richtungen und scort dazu auch. Wir sind davon überzeugt, dass er eine tolle Bereicherung für unsere Mannschaft ist und unsere Fans viel Freude an ihm haben werden.“

Mit Tyler Spurgeon (links), John Lammers (Mitte) und Fabian Voit (rechts) stehen drei externe Neuzugänge im Kader des ESV Kaufbeuren für die kommende DEL2-Saison. Während Spurgeon und Lammers wie der neue Joker-Trainer Rob Pallin aus Innsbruck kamen, lief Voit zuletzt für den ECDC Memmingen auf.
Bild: imago images (2), Rebhan

Und über Lammers, dass ein Spieler seiner Güteklasse normalerweise für Kaufbeuren gar nicht finanzierbar wäre.

Vier starke Ausländer für den Unterschied

Das ESVK-Konzept zur neuen Saison ist somit klar: Vier starke Ausländer sollen den Unterschied ausmachen. Ansonsten hat sich in der Offensive auf der Neuzugangsliste nicht viel getan. Fabian Voit kommt nach seinen Oberliga-Stationen in Sonthofen und Memmingen in die DEL2 und wird vermutlich in der dritten Reihe spielen. „Er bespielt beide Seiten der Eisfläche sehr gut, ist präsent und dazu mannschaftsdienlich“, erklärt Kreitl über den 23-Jährigen.

Flankiert werden die Neuen von altbekannten Namen, allen voran natürlich mit Sami Blomqvist, um dessen Verbleib Kreitl im Frühjahr wochenlang kämpfte. Auch Joey Lewis, Daniel Oppolzer und Florian Thomas haben in den vergangenen Wochen neue Arbeitspapiere unterschrieben. Ohnehin noch unter Vertrag standen Spieler wie Max Lukes oder Tobias Wörle.

Jungstars sollen Erfahrungen sammeln

Erfahrungen im Herren-Eishockey sammeln sollen Youngster wie Markus Schweiger und Max Oswald, die beide auch in der Saison 2019/20 Einsätze im Joker-Dress hatten. „Er spielt sehr aggressives Eishockey, bringt eine gesunde Härte mit und ist dazu mit einem guten Schuss ausgestattet“, lobt Kreitl den 19 Jahre alten Angreifer, der bis vergangenes Frühjahr hauptsächlich in der Deutschen Nachwuchs Liga (DNL) auflief.

Die Abwehr bleibt ohne echten Neuzugang

Ohne echten Neuzugang kommt derweil die Defensive des ESV Kaufbeuren aus. Hier soll Alexander Thiel den Unterschied ausmachen. Mit ihm wird künftig als Verteidiger geplant. Der ehemalige DEL-Spieler füllte diese Rolle schon seit Oktober 2019 aus. Wann immer er hinten spielte, lief es bei den Jokern ziemlich rund. Einen Einbruch gab es, als Thiel einige Wochen verletzt ausfiel. „Wir sind mit den Leistungen von Alex als Verteidiger sehr glücklich. Daher war es klar, dass wir ihn unbedingt in Kaufbeuren halten wollten“, meinte Kreitl.

Neben Thiel ist Kapitän Julian Eichinger der Verteidiger mit der meisten Erfahrung. „Für uns ist es ein Glücksfall, dass er weiter in Kaufbeuren spielen möchte und sich voll mit dem Klub identifiziert“, sagt Kreitl über den gebürtigen Füssener. „Er hatte aufgrund seiner schweren Handverletzung aus der Vorsaison keine leichte Saison, hat aber trotzdem in der Offensive von Anfang an wirklich gut performt.“

Florian Ketterer und Daniel Pfaffengut sollen Gegentore ebenso verhindern wie die jüngeren Spieler – Fabian Koziol, Tobias Echtler oder Jan Bednar. Simon Mayr, der 2019 nach Kaufbeuren kam, aber wegen schwankender Leistungen ausgeliehen wurde, ist derzeit noch Teil des Kaders. Hier ist es aber möglich, dass der Weilheimer sich noch einem anderen Klub anschließt.

Im Tor gibt es keine Änderungen

Keine Änderungen gibt es im ESVK-Tor. Der Vertrag von Stefan Vajs läuft noch über zwei weitere Spielzeiten. Ersatzmann bleibt Jan Dalgic, der Vajs in der vergangenen Saison zumeist stark vertrat.

Mehr zum ESV Kaufbeuren und seine Saisonvorbereitung lesen Sie hier:

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ESV Kaufbeuren holt kanadischen Stürmer

So stellt sich der Kader des ESV Kaufbeuren bislang auf

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