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Volleyball

16.04.2018

Das Sahnehäubchen fehlt den Türkheimern

Mit viel Applaus wurden die Türkheimer nach ihrem zweiten Spiel von den Zuschauern verabschiedet.
Bild: Michael Lindemann

Tolle Stimmung, spannende Spiele – und am Ende knapp gescheitert. Der SVS Türkheim verpasst beim Relegationsturnier in eigener Halle den Aufstieg in die Regionalliga.

Um 15.33 Uhr am gestrigen Sonntag war die Saison für die Volleyballer des SV Salamander Türkheim endgültig beendet. Eben hatte Kapitän Fabian Scherer einen Angriff ins Aus gesetzt – und damit dem BSV 98 Bayreuth den ersten Satzgewinn gebracht (28:26). Das Spiel war damit zwar noch nicht beendet, für die Türkheimer stand jedoch fest, dass der Zug in Richtung Regionalliga damit abgefahren ist.

Denn bereits das erste Spiel in diesem Relegationsturnier ging für die Hausherren verloren. Mit 0:3 Sätzen unterlagen sie im ersten Spiel des Turniers vor über 250 Zuschauern in der Sporthalle der Mittelschule dem SC Memmelsdorf. So deutlich, wie es das Ergebnis letztlich ausdrückte, war es jedoch nicht zwischen dem Vizemeister der Bayernliga Süd und dem Dritten der Bayernliga Nord (Memmelsdorf den Platz des Vizemeisters der Nordstaffel ASV Regenstauf ein, der auf eine Teilnahme und damit das mögliche Aufstiegsrecht verzichtet hatte). Denn alle drei Sätze waren hart umkämpft, gingen jeweils in die Verlängerung – und mit etwas Glück immer an die Oberfranken: 30:28, 26:24, 27:25.

Nervosität vor dem ersten Ballwechsel

„Zum Schluss hat uns etwas der Mumm gefehlt“, sagte Türkheims Spielertrainer zum ersten Spiel. Trotz der lautstarken Anfeuerung, trotz des Außenseiterstatus’ – die Türkheimer wirkten nervös. „Vor dem Spiel waren schon alle mit Leichengesichtern in der Kabine. Wir waren alle unglaublich nervös, keiner wollte einen Fehler machen“, beschrieb Kapitän Fabian Scherer die Stimmung vor dem ersten Spiel. „Ein Relegationsturnier um den Aufstieg, noch dazu in Türkheim – das ist halt doch etwas Spezielles.“

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Die Türkheimer hielten gegen den SC Memmelsdorf dennoch gut dagegen. Kaum einmal, dass sich eine der beiden Mannschaft mit drei Punkten absetzen konnte. Es ging hin und her, mit dem letztlich besseren Ende für Memmelsdorf.

Entsprechend war die Chance der Türkheimer auf den Aufstieg nur noch theoretischer Natur. „Wir müssten jetzt 3:0 gegen Bayreuth gewinnen – und Bayreuth im letzten Spiel dann wieder 3:0 gegen Memmelsdorf. Und dann müsste auch noch das Ballverhältnis für uns sprechen“, fasste Scherer die Ausgangslage vor dem zweiten Spiel zusammen. „Jetzt haben wir wirklich gar nichts mehr zu verlieren.“

Auch gegen Bayreuth ist es anfangs knapp

Das merkten dann auch die Favoriten aus Bayreuth. Der Relegant aus der Regionalliga wurde im ersten Satz Zeuge des Türkheimer Willens. Denn die Hausherren gaben sich keineswegs geschlagen und boten den Oberfranken Paroli – erneut bis in die Verlängerung des ersten Satzes. Als dieser dann jedoch mit 28:26 an Bayreuth ging, war die Luft letztlich raus. „Danach sind wir gar nicht mehr ins Spiel reingekommen“, sagte Robert Frey. In den folgenden beiden Sätzen nutzte Bayreuth seine Überlegenheit am Netz und die moralische Delle der Türkheimer aus und setzte sich jeweils klar mit 25:16 und 25:17 durch.

Bayreuth setzte sich am Ende auch gegen den SC Memmelsdorf mit 3:1 (19:25, 25:21, 25:16, 25:19) durch und darf sich über den Klassenerhalt in der Regionalliga Süd-Ost freuen. Was den Türkheimern von diesem Turnier bleibt, ist die Erinnerung an eine starke Saison und ein stimmungsvolles Relegationsturnier. „Was die Fans heute veranstaltet haben, war schon der Wahnsinn“, waren sich Scherer und Frey einig.

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