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Eishockey

15.01.2021

Der ESV Kaufbeuren feiert Geburtstag

Eines der ersten Bilder des neu gegründeten Vereins. So stand der ESV Kaufbeuren 1947 auf dem Eis.
Foto: Archiv Manfred Kraus

Plus Der Eishockey-Zweitligist feiert am Freitag seinen 75. Geburtstag mit dem Spiel gegen Ravensburg – und ein Neuzugang dabei ein Wiedersehen mit den Ex-Kollegen.

In mehrerer Hinsicht ist der heutige Freitag ein besonderer Tag für den ESV Kaufbeuren und für Sören Sturm, den Silvester-Neuzugang der Joker. Der ESVK feiert an besagtem Freitag seinen 75. Geburtstag – am 15. Januar 1946 fand die Gründungsversammlung im Gasthof Engel statt. Schon im vergangenen Jahr hatte der Verein mit einigen Aktionen auf das nun laufende Jubiläumsjahr hingewiesen, die entsprechenden Feierlichkeiten sind wegen der Corona-Pandemie derzeit aufgeschoben.

Zum Geburtstag bekommt man üblicherweise Geschenke. Allerdings ist es mehr als fraglich, ob die Ravensburg Towerstars dem ESVK im Heimspiel am Freitag (19.30 Uhr) diesen Gefallen erweisen. Einer, der die Towerstars nur zu gut kennt, steht seit zwei Wochen in Diensten des ESV Kaufbeuren. Sören Sturm stieß vor Jahreswechsel dazu, das Aufeinandertreffen mit den ehemaligen Kollegen so kurz nach seinem Abschied motiviert den 31-jährigen Verteidiger besonders.

Neuzugang Sören Sturm will es seinen Ex-Kollegen beweisen

„Ich will es natürlich meinen ehemaligen Teamkollegen beweisen“, sagt Sturm, dessen Abschied aus Ravensburg nicht ohne Nebengeräusche ablief. „Es gab Differenzen mit Trainer Rich Chernomaz“, erklärt Sturm. „Andere Spieler haben den Vorzug bekommen. Ich habe nicht so viel Eiszeit bekommen, wie ich mir erhofft hatte.“

Unten Hier bereitet sich die aktuelle Mannschaft auf ein Spiel in der DEL 2 vor.
Foto: Mathias Wild

Dabei war der Offensivverteidiger in den vergangenen Jahren ein Dauerbrenner der Oberschwaben, mit denen er 2019 die DEL2-Meisterschaft holte. Von 2016 bis 2020 bestritt er jeweils alle 52 Hauptrundenspiele. „Es stimmt, von großen Verletzungen bin ich in letzter Zeit verschont geblieben“, sagt Sturm. „Es gab natürlich über die Jahre immer wieder kleinere Verletzungen oder Krankheiten. Aber da habe ich auf die Zähne gebissen, denn ich will unbedingt spielen.“

Sturms Einstellung und seine Qualitäten machten den gebürtigen Kölner zu einem begehrten Spieler. Er selbst bezeichnet sich als Spieler, der „offensive Impulse liefert“. Aber Sturm sagt ebenso, dass lieber andere seine Qualitäten einschätzen sollen. Mit seinem „Gesamtpaket“ wolle er dem ESVK weiterhelfen. „Ich fühle mich noch nicht wie 31. Erfahrung bringe ich aber mit, davon können speziell unsere jungen Verteidiger profitieren.“

Der ESV Kaufbeuren war die erste Wahl

Als sich der Abschied aus Ravensburg abzeichnete, war der ESV Kaufbeuren die erste Wahl. „Es gab noch das Interesse zweier weiterer Vereine“, verrät Sturm. Die Entscheidung pro Kaufbeuren begründet der Routinier (312 DEL-Spiele, 274 DEL2-Spiele) mit mehreren Faktoren. „Zum einen wäre da die Nähe zu Fürstenfeldbruck, wo ich mit meiner Frau eine Wohnung habe“, sagt Sturm. „Und zum anderen kenne ich einige Kaufbeurer.“ Mit Co-Trainer Sebastian Osterloh und Tobias Wörle spielte Sturm gemeinsam in Straubing, mit Julian Eichinger und Stefan Vajs lief Sturm gemeinsam für Köln auf.

Seine Entscheidung für die Joker hat der 31-Jährige nicht bereut. „Die Jungs haben mich sehr herzlich aufgenommen, das Tempo und die Qualität im Training gefallen mir richtig gut. Man spürt besonders, wie ehrgeizig die jungen Mitspieler sind“, berichtet Sturm. Mit einem entsprechenden Geschenk, also drei Punkten, will Sturm den ESVK-Geburtstag feiern.

Die Reise in der Tabelle soll nach oben gehen, bestenfalls auch mit einem Erfolg am Sonntag (17 Uhr) bei den Lausitzer Füchsen. „Ich mag es, höhere Ziele zu setzen“, sagt Sturm. „Kassel ist diese Saison das Maß aller Dinge in der DEL2. Aber dahinter sehe ich kein Team, vor dem sich der ESVK verstecken muss.“ Und überhaupt, das habe er selbst festgestellt, sei es besser, für die Joker als gegen sie zu spielen. Auch in dieser Hinsicht hat der Neuzugang also alles richtig gemacht.

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