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Bezirksliga

13.04.2015

Der Frust sitzt tief

Da gab es viel zu diskutieren: Der TSV Mindelheim handelte sich beim BSK Neugablonz eine bittere 0:3-Niederlage ein. Bitter auch, weil die Spieler des TSV einige Entscheidungen des Schiedsrichterteams als ungerecht empfanden und damit gehörig in Rage brachten.
Bild: Harald Langer

TSV Mindelheim kassiert in Neugablonz drei Treffer und ist nicht nur mit der eigenen spielerischen Leistung unzufrieden

Mit viel Selbstbewusstsein – dank sieben Punkten in den letzten drei Spielten – trat der TSV Mindelheim beim BSK Neugablonz an. Davon war nach dem Spiel nicht mehr viel übrig: Drei Tore kassierte der Gast aus Mindelheim und haderte anschließend mit der eigenen Einstellung und dem Schiedsrichter. Das Spiel begann aus Sicht des TSV durchaus verheißungsvoll: Immer wieder störten sie den Spielaufbau der Schmuckstädter und erarbeiteten sich deutliche Feldvorteile. Besonders Sebastian Schwegle zeigte sich sehr motiviert gegen seine ehemaligen Kameraden. Torgefahr brachten aber nur drei Standards. So auch in der 13. Minute als Schiedsrichter Reichensberger nach einem Freistoß ein Handspiel von Yakup Sevimli im Nachschuss von Sebastian Schwegle übersah.

Mit dem ersten gelungenen Spielzug in der 22. Minute erhielt der BSK einen Freistoß. Aus 25 Metern schoss Mathias Franke das 1:0, Torwart Motzer sah hier etwas unglücklich aus. Zwei Minuten später eroberte Martin Hennebach den Ball, lief alleine auf das Tor zu und erzielte das 2:0 für den BSK.

In der 27. Minute hatte Mindelheim Pech, dass der heute unglücklich Leitende Schiedsrichter den Vorteil abpfiff. Ein strammer Schuss von Deigendesch landete im Tor, zählte aber nicht. Frustriert von den Entscheidungen kam mehr Härte auf. Einen Bodycheck an Martin Hennebach gegen die Werbebande war der traurige Höhepunkt.

In der 2. Hälfte kam Benjamin Maier für den verletzten Hennebach. Mindelheim verstärkte die Offensive mit Christian Landsperger für Deigendesch.

Der BSK spielte jetzt clever und zeigte seine spielerischen Qualitäten. In der 58. Minute tankte sich Eric Roller bis zur Grundlinie durch und passte zum freien Benjamin Maier. Dessen Schuss wurde von Thamm vor der Torlinie mit einer Grätsche gerettet. Eine Minute später wurde Alexander Günter im Strafraum gefoult, doch der Pfiff des Unparteiischen blieb aus.

Zu leichtsinnig verlor Holger Thamm den Ball im Strafraum an Alexander Günter in der 65. Minute. Ein Festhalten ahndete der Schiedsrichter mit einem Strafstoß. Den fälligen Elfmeter schoss er selber zum 3:0.

Anschließend erhielt der völlig gefrustete Ferhan Yörür die Rote Karte wegen einer Tätlichkeit. Ebenfalls voller Unmut ging Sebastian Schwegle vom Platz (66. Min.). Für ihn kam Tobias Brugger. In der 73. Minute wechselte Trainer Eder den Gelb vorbelasteten Roman Feger gegen Tobias Baur aus.

Selbst in Unterzahl spielte der TSV offensiv. Dabei ergaben sich Kontermöglichkeiten durch Günter, Maier, König und Roller für den BSK.

Der nach dem Spiel noch arg emotional wirkende Trainer Marcus Eder zeigte sich mit der Schiedsrichterleistung äußerst unzufrieden. „Wir waren in den ersten 20 Minuten die dominierende Mannschaft. Alleine durch die 3 Freistoßsituationen hätten wir in Führung gehen müssen. Mit eigenen Fehlern bauen wir den Gegner immer wieder auf und belohnen uns nicht“. Weiter haderte er über den nicht gegebenen Handelfmeter: „das wäre das 0:1 gewesen“. Sowie die Vorteilsauslegung: „da hätten wir den Anschlusstreffer zum 2:1 erzielt“. Auch habe ihm die Disziplin seiner Mannschaft nicht gefallen. „Daran müssen wir noch arbeiten“.

Sebastian Schwegle sah es ähnlich: „der TSV zeigte sich spielerisch deutlich verbessert und bereitete dem BSK erhebliche Probleme.

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