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Eishockey

13.02.2021

Der Kaufbeurer Siegeszug in der DEL2 hält an

Mit Sami Blomqvist (Zweiter von rechts) läuft es wieder beim ESV Kaufbeuren. Gegen die Lausitzer Füchse gab es den vierten Sieg in Folge.
Bild: Mathias Wild

Plus Der ESV Kaufbeuren gewinnt sein viertes Spiel in Folge. Doch eine Aktion des Gegners lässt den sonst so ruhigen ESVK-Trainer Rob Pallin regelrecht aus der Haut fahren.

Rob Pallin, der Trainer des ESV Kaufbeuren, ist üblicherweise bekannt für seine stoische Ruhe auf der Trainerbank. Mit über einem Jahrzehnt Erfahrung als Co- oder Cheftrainer dürfte er schon viel gesehen haben. Beim 5:2 seiner Joker gegen die Lausitzer Füchse, übrigens der vierte Joker-Sieg in Serie, bekam er aber Angst, wie er nach dem Match verriet.

Noch sechseinhalb Minuten waren zu spielen, als es vor dem Gästetor nach einem Angriff der Joker zu einer Rangelei kam, in der Joker-Stürmer Philipp Krauß zum Opfer einer Attacke wurde. Füchse-Goalie Mac Carruth, möglicherweise unzufrieden über sein unsicheres Spiel an diesem Abend, und sein Komplize Brad Ross malträtierten Krauß so lange, bis Schreie zu hören waren. Krauß schaffte es irgendwie raus aus dem Pulk und zurück auf die Joker-Bank. „Ich habe mich erschrocken, weil er nicht mehr richtig atmen konnte“, sagte Pallin.

Kaufbeurens Trainer nimmt sich Lines-Men zur Brust

Das erschreckend schwache Schiedsrichter-Duo Haupt/Kannengießer wurde überhaupt erst durch laute Rufe der ESVK-Bank auf den Zustand des Spielers aufmerksam. Pallin war inzwischen zum 19-Jährigen geeilt, ebenso die medizinische Abteilung. Als er seinen Youngster versorgt wusste, ging er mit ausgestreckten Zeigefinger auf einen der Lines-Men zu und brüllte ihn an: „Mach deinen verdammten Job.“

Erst nach minutenlanger Beratung stand fest, dass Carruth zum Duschen muss, Brad Ross wurde überhaupt nicht bestraft. Krauß war in diesem Moment längst in der Kabine. „Es ist sehr traurig, so etwas sehen zu müssen“, sagte Pallin auf der Pressekonferenz, während sein Gegenüber, der frisch berufene Füchse-Coach Chris Straube, die Szene komplett verschwieg. Auf der offiziellen Homepage der Füchse ist von einem als „harsch“ bezeichneten Vorfall die Rede, als Carruth sich „den Sünder griff“, da dieser mit dem Schläger nachgeschlagen habe.

Sami Blomqvist sorgt für sekundenschnelle Führung

Es war das unschöne Ende eines starken Joker-Spiels, das schon mit einem Sami-Blomqvist-Tor nach wenigen Sekunden begann. Die Joker schossen alleine im ersten Drittel 20 Mal auf das Gästetor, 18 Schüsse parierte Carruth, der durch viele Abpraller auffiel. Von den Füchsen kam wenig. Umso ärgerlicher aus Sicht der Hausherren: Momente vor der Pause fingen sich die Kaufbeurer das erste Gegentor des Abends.

Nach ausgeglichenem zweiten Drittel machte sich im Schlussabschnitt vor allem in Gleichzahl wieder die deutliche Überlegenheit der Joker klar. Gekrönt wurde der Abend eine Sekunde vor Schluss mit dem Treffer zum 5:2-Endstand, gleichzeitig war dies der erste DEL2-Treffer für Verteidiger Tobias Echtler, der im Sommer von der eigenen U20 aufgerückt war.

Kaufbeurens Trainer lobt sein Team

„Meine Mannschaft spielt mit großem Herzen. Sie spielt sehr schnell und nach vorne“, lobte Trainer Pallin. Sehr wichtig sei zudem, dass sein Team in allen Zonen auf dem Eis sehr ausbalanciert agiere. Die wichtigste Nachricht des Abends kam dann aber eine halbe Stunde nach Spielende.

Gegenüber unserer Zeitung bestätigte Philipp Krauß, dass es ihm wieder gut gehe. Kurz zuvor hatte auch Trainer Rob Pallin schon leichte Entwarnung gegeben: „Dieser 19-Jährige spielt mit vollem Herzen.“

Mehr zum ESV Kaufbeuren lesen Sie hier:

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