Radsport

30.09.2014

Der Sieger trägt Schwarz

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Steffen Rasch (Mitte) sorgte beim Senioren-III-Rennen  für einen Heimsieg des VC Mindelheim.
Bild: Axel Schmidt

Jonas Schmeiser vom RSC Kempten gewinnt das 24. Mindelheimer Altstadtkriterium. Bei den Senioren gibt es einen Heimsieg. 

Steffen Rasch vom Velo Club Mindelheim sorgte am Sonntag beim 24. Mindelheimer Altstadtkriterium nicht nur für den einzigen Heimsieg, sondern auch für das entsprechende Wortspiel. „Der Steffen ist rasch unterwegs“, hieß es da aus dem Wagen der Rennleitung. Tatsächlich war der 54-jährige Radrennfahrer, dem man sein Alter kaum ansieht, seinen Konkurrenten in der Senioren-III-Klasse weit voraus.

Überlegen holte sich Rasch den Sieg in dieser Klasse und untermauerte damit seine derzeit fantastische Form. Eine Woche zuvor hatte er sich in Günzach den schwäbischen Kriteriumstitel, vor seinem Teamkollegen Franz Zwilcher. Auch international sorgte der Rasch für Aufsehen, denn bei der Masters-Weltmeisterschaft in St. Johann (Tirol) fuhr er unlängst auf Platz 44. So zählte er vor dem Heimrennen natürlich zu den Favoriten auf den Tagessieg – und wurde dieser Rolle auch vollkommen gerecht.

Überhaupt war die Seniorenklasse seitens des gastgebenden Velo Club Mindelheim die am besten besetzte Klasse. Insgesamt sieben Fahrer gingen in ihren gelben Trikots auf den Rundkurs. In der Senioren-II-Klasse war Joachim Meinel als Sechster der beste Mindelheimer.

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Insgesamt konnte der Velo Club bei bestem Rennwetter rund 120 Fahrer begrüßen, einen Großteil davon bei den Wettbewerben der Special Olympics. Die geistig behinderten Rennfahrer gingen in verschiedenen Leistungsklassen an den Start. Auch hier ist der Velo Club, der mit den Unterallgäuer Werkstätten kooperiert und schon einige Radrennfahrer regelmäßig trainiert, traditionell gut vertreten. Für einen Heimsieg sorgte diesmal Erhard Fischer in der Leistungsgruppe III über die 9,9-Kilometer-Distanz. Er wollte sein Glück kaum glauben. „Ich bin doch als Vierter oder Fünfter ins Ziel gekommen“, sagte er noch auf dem Siegertreppchen. Umso stolzer war er, als ihm seitens der Rennleitung um Josef Hämmerle und Joachim Schuster erklärt wurde, dass er in seiner Leistungsgruppe sehr wohl der Schnellste war.

In der Leistungsgruppe I war diesmal kein Vorbeikommen an David Pancke vom Förderverein Special Olympics Hochrhein – und das diesmal im übertragenen Sinn. Wurde Pancke im vergangenen Jahr noch disqualifiziert, weil er Schlangenlinien gefahren war und so keinen Konkurrenten überholen ließ, hatte er diesmal das Fahrerfeld auf faire Weise dominiert. Matthias Dangl als Dritter und Anton Schuster als Vierter sorgten für den Mindelheimer Erfolg. Matthias Linke von den Unterallgäuer Werkstätten landete ebenfalls auf dem Treppchen und wurde in der Leistungsgruppe II über die 5,5-Kilometer Zweiter.

Das Hauptrennen war dann eine Angelegenheit des RSC Kempten. Nicht nur, dass die Allgäuer mit elf Fahrern – darunter der Dirlewanger Rainer Rettner – das größte Team stellten. Am Ende standen mit Sieger Jonas Schmeiser und dem Dritten, Christopher Schmieg, auch zwei RSC-Fahrer auf dem Siegerpodest. Rainer Rettner wurde Sechster. Der einzige Starter des VC Mindelheim, Benjamin Herden, gab nach rund 40 Runden auf.

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