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Fußball

12.07.2019

Der TSV Kammlach holt den Fairplay-Pokal

Der Kreisliga-Vizemeister TSV Kammlach wird als fairste Fußballmannschaft des Unterallgäus ausgezeichnet und beweist, dass sich Erfolg und Fairness nicht ausschließen.

Zahlt sich Fairness im Fußball heutzutage noch aus? Die Raiffeisen- und Volksbanken im Genossenschaftskreisverband Unterallgäu (GVB) meinen: „Ja.“ Sie prämieren seit knapp 25 Jahren die fairsten Fußball-Teams.

GVB-Kreisvorsitzender Anton Jall und Kreisspielleiter Elmar Rimmel begrüßten jetzt die Vertreter der 17 zu ehrenden Fußballvereine im Schmiedbrühl-Stüble der Festhalle Memmingerberg. Rimmel vertrat dabei seinen Kollegen Polykarp Platzer, der die Gelben, Gelb-Roten und Roten Karten ausgewertet und die jeweiligen Gewinner ermittelt hatte. Die Erst- und Zweitplatzierten einer jeden Liga erhielten einen Barscheck über 250 beziehungsweise 150 Euro, die Drittplatzierten einen Spielball. „Das ist ein Scheck“, erklärte Jall mit sichtbarem Schmunzeln den jungen Fußballern, „den kann man bei einer Bank zu Geld machen!“

Franz "Bulle" Roth ist Ehrengast

Ehrengast der Veranstaltung war einmal mehr FC-Bayern-Legende Franz „Bulle“ Roth (73). „Ich hab’ zwölf Jahre lang als Profi bei den Bayern gespielt, von 1966 bis 1978. Mir war es vergönnt, in drei Europacup-Endspielen, 1967, 1975 und 1976 jeweils das wichtige 1:0 zu schießen, aber des wisst Ihr jungen Leute alle gar nicht mehr“, erzählte ein gut gelaunter und nahbarer Ex-Profi, der mittlerweile eher auf dem Golf- statt auf dem Fußballplatz anzutreffen ist.

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Um die Fairness im Fußballsport zu erhöhen, hatten die VR-Banken und der damalige Radiosender Prima 1 im Jahr 1994 beschlossen, entsprechende Preise zu vergeben. Mittlerweile werden nur noch Mannschaften der Kreisliga, der Kreisklassen und der A-Klassen ausgezeichnet. Die B-Klassen bleiben mittlerweile laut Spielleiter Rimmel außen vor, weil deren Spiele nicht mehr durchgängig mit Schiedsrichtern besetzt werden könnten. Und auch das Ostallgäu wolle nicht mehr mitmachen, erklärte Jall, weshalb die fairsten Teams der A-Klassen Allgäu 3 und 5 nicht geehrt werden konnten.

Der Platz für die Namen der Vereine geht aus

Der Wanderpokal für das fairste Team im Unterallgäu wurde zum zweiten Mal nach 2005 an den TSV Kammlach übergeben. Für den Vizemeister der Kreisliga Mitte war in der Saison 2018/19 ein Quotient von 1,46 errechnet worden. Kammlachs Abteilungsleiter Manfred Rösch nahm den Siegerscheck und den Pokal entgegen. Robin Heinle und Timo Gögler von Titelverteidiger TSV Lautrach-Illerbeuren hatten den Wanderpokal mit nach Memmingerberg gebracht. „Ihr seid auch jedes Jahr ganz vorn dabei“, bemerkten Jall und Rimmel in Richtung der Vertreter aus dem Illerwinkel. In diesem Jahr allerdings mussten sich die Lautracher mit Platz zwei begnügen. Als weitere Sieger in ihren Spielklassen ausgezeichnet wurden der SV Memmingerberg, der SV Oberegg, der FC Hawangen und der FC 98 Auerbach/Stetten.

Und dann wurde noch ein kleines Problem augenscheinlich: Denn alle bisherigen 24 Sieger sind auf dem Sockel des Pokals aufgelistet. Nun ist der Sockel aber voll, dass der Name des aktuellen Siegers keinen Platz mehr hat. „Wir werden uns was einfallen lassen“, meinte Jall. Roth sagte augenzwinkernd: „Wirklich groß ist der Pokal ja nicht.“ Vielleicht wird der nächste eine Nummer größer.

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