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Bezirksliga Süd

11.05.2015

Der TSV kann sich jetzt selbst retten

Einen Schritt zu spät kommt in dieser Szene Christian Landsperger vom TSV Mindelheim, Ersatztorhüter Maximilian Rapp hat den Ball sicher. Mit dem hochverdienten 2:1-Sieg beim ASV Fellheim hat sich der TSV etwas Luft im Abstiegskampf verschafft.
Bild: Siegfried Rebhahn

Nach dem hochverdienten 2:1-Auswärtssieg beim ASV Fellheim können die Eder-Schützlinge jetzt aus eigener Kraft den Klassenerhalt schaffen

Geradezu tiefenentspannt wirkte gestern TSV-Trainer Marcus Eder, der den Muttertag in aller Ruhe genießen konnte. Sein Team hatte am Samstag bereits drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt geholt.

Dabei hatten es ihm seine Spieler am Vortag nicht allzu leicht gemacht und seine Nerven über Gebühr strapaziert, sagt Eder: „Wir hatten so viele Chancen, das reicht normalerweise für mindestens zwei Siege. Aber wieder einmal war die Chancenauswertung mangelhaft“, so Eder gestern. Am Ende hatte der TSV mit 2:1 die Nase vorn, schickte den ASV Fellheim damit praktisch in die Kreisklasse und verschaffte sich so selbst eine gute Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt.

Trotz spielerischen Überlegenheit kassierte der TSV schon in der 18. Minute einen Gegentreffer durch Michael Huber, der nach einem Eckball zur 1:0-Führung für das Heimteam einköpfte. Im Tor des TSV stand diesmal ein Feldspieler, denn durch die Sperre von Stammtorhüter Dennis Motzer und dem Verletzungspech der Ersatzleute stand dem Trainer kein gelernter Torwart zur Verfügung. Gottfried-Hubert Wesseli „opferte“ sich und stellte sich zwischen die Pfosten – und machte seine Sache laut TSV-Coach Eder „sehr zufriedenstellend“.

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Allzu lange dauerte es auch nicht, bis sich die deutliche Überlegenheit des TSV in Toren ausdrücken sollte. Schon in der 22. Minute gelang Patrick Eckers der Ausgleich und noch vor dem Seitenwechsel stellte der Ex-Fellheimer Sebastian Schwegle die Weichen auf Sieg und erzielte das 1:2 (43.).

Selten sah Marcus Eder seine Mannschaft derart überlegen agieren wie in der 2. Halbzeit am Samstag in Fellheim – allein, der TSV versäumte (wieder einmal) das Toreschießen. Sogar einen Strafstoß in der 65. Minute ließ der TSV ungenutzt. Fellheims Torwart Lukas Neubauer hatte vom souverän leitenden Schiedsrichter Matteo Heiß völlig zu Recht die Rote Karte für eine „Notbremse“ kassiert, sein Stellvertreter Maxi Rapp hielt den Elfer dann aber sicher.

Während Rapp in der Folgezeit noch eine Vielzahl von Gelegenheiten hatte, sich auszuzeichnen, verbrachte „Interims-Torwart“ Wesseli auf Mindelheimer Seite einen gemütlichen und ruhigen Nachmittag, denn die zehn verbliebenen Fellheimer standen jetzt praktisch nur noch in der eigenen Hälfte und versuchten mit aller Macht, den Mindelheimer Ansturm wenigstens einigermaßen zu stoppen.

Dass es am Ende trotzdem nur 2:1 für den TSV stand, war das einige Haar in der Suppe für TSV-Trainer Marcus Eder.

Jetzt hat es der TSV Mindelheim selbst in der Hand, sich den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu sichern: Das nächsten Heimspiel gegen FC Königsbrunn wird somit zum „Endspiel“ um den endgültigen Verbleib in der Bezirksklasse. Mit einem Sieg im vorletzten Saisonspiel wäre das Minimalziel erreicht.

So haben sie gespielt:

TSV Mindelheim Gottfried-Hubert Wesseli (Tor), Ferhan Yörür, Holger Thamm, Holger Thamm, Sebastian Schwegle, Roman Feger, Simon Wendl (24. Wolfgang Schlichting), Christian Landsperger, Benedikt Deigendesch, Christoph Wissigkeit (60. Marko Hefele), , Rick Rogg (63. Tom Wölfle), Patrick Eckers

Tore 1:0 Michael Huber (18.), 1:1 Patrick Eckers (22.), 1:2 Sebastian Schwegle (3.)

Gelb-Rot Sebastian Schwegle (90.)

Schiedsrichter Matteo Heiß

Zuschauer 100

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