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04.07.2010

Die GmbH ist Geschichte

Thannhausen Der Super-Gau für den Thannhauser Fußball konnte abgewendet werden. Die Insolvenz der in finanzielle Schieflage geratenen GmbH wurde am Dienstag vom Amtsgericht Memmingen mangels Masse abgelehnt. Damit ist die GmbH endgültig Vergangenheit und die Fußball-Sparte kann in der neuen Saison - unter dem Mantel des Hauptvereins - am Spielbetrieb in der Landesliga teilnehmen.

"Es war ein echter Kraftakt", gibt Gerd Olbrich zu. Fieberhaft arbeitete der TSG-Vorsitzende mit einigen Helfern, um die Insolvenz abzuwenden. Letztlich ohne Erfolg. "Es war einfach nicht möglich, genügend Gelder beziehungsweise feste Zusagen für den Erhalt der GmbH zu akquirieren", sagt Olbrich. Dabei sei genau das immer das Ziel des Vereins gewesen. Wenigstens einen Teilerfolg konnte die TSG bei ihrem "Wettlauf gegen die Zeit" (Olbrich) dennoch erzielen.

Das Urteil fiel vor dem 30. Juni. So bleibt der TSG das Szenario als fester Absteiger in der Landesliga erspart und Neutrainer Jochen Frankl kann zumindest sportlich bei Null anfangen. Und das ist wörtlich zu nehmen. Denn durch die Auflösung der GmbH sind alle Verträge ungültig. So geht nun nach Sebastian Steidle oder Marian Dischl auch Ralf Zimmermann (wechselt zusammen mit Philipp Miller und Patrick Seidel zum SV Mindelzell). Fast 20 Spieler der ersten und zweiten Mannschaft gehen.

Viele neue Gesichter

Die GmbH ist Geschichte

Einer, der auch weiterhin für die TSG kicken wird, ist Stefan Selig. Das TSG-Urgestein hat sich trotz verlockender Angebote für einen Verbleib in Thannhausen entschieden: "Man muss auch in schlechten Zeiten zu seinem Verein stehen", sagt der Mittelfeldspieler.

Er ist neben David Balogh, Volkan Cantürk und Stefan Winzig einer von vier Spielern aus dem letztjährigen Bayernliga-Kader, die man bei einem Besuch am Trainingsplatz wiedererkennt. Ansonsten sieht man viele neue Gesichter: "Wir haben einige junge Talente bekommen. Ich denke, wir haben das Potenzial, die Liga zu halten", sagt Selig. (ewö)

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