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Fußball im Unterallgäu

22.09.2019

Die Reinhold-Haar-Show im "Spiel der Woche"

Reinhold Haar (weißes Trikot) lässt zwei Verteidiger hinter sich und spielt auch noch den Torhüter aus: Tor für den TSV Kammlach.
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Reinhold Haar (weißes Trikot) lässt zwei Verteidiger hinter sich und spielt auch noch den Torhüter aus: Tor für den TSV Kammlach.
Bild: Robert Prestele

Plus Kammlachs Ausnahmestürmer schenkt dem TSV Mindelheim zum Wiesn-Auftakt kräftig ein – am Ende steht es 6:2

Die Reinhold Haar-Show am Samstagnachmittag: Erst bereitete der Top-Stürmer des TSV Kammlach den ersten Treffer mustergültig vor und dann ließ er selbst unglaubliche fünf (!) Tore gegen die Kreisstädter folgen. Auswärts endlich wieder punkten, lautete wohl die Vorgabe von Mindelheims Trainer Benedikt Deigendesch. Jedoch bereits nach sechs Minuten erhielt das Vorhaben einen Dämpfer.

Nach dem Ausgleich für Mindelheim erhöhte der TSV Kammlach den Druck

Kammlachs Torjäger Reinhold Haar behauptete im gegnerischen Strafraum den Ball. Mannschaftsdienlich spielte er einen perfekten Querpass auf den besser postierten Peter Müller. Dieser hatte so keine Mühe, das Leder lässig zur 1:0-Führung einzuschieben. Dabei gehörte die Anfangsphase beiden Teams gleichermaßen. Bei hoher Laufbereitschaft und intensivem Pressing schenkten sich die Mannschaften nichts. Auch schockte der frühe Rückstand die Gäste keineswegs.

Den Lohn dafür erntete Mindelheim bereits zehn Minuten später, wenngleich unter Mithilfe der Gastgeber. Einen allzu leichtfertig vertändelten Ball an der Außenlinie nutzten die Kreisstädter zum Konter, den Ricardo Schulz gekonnt zum Ausgleich abschloss.

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In der Folge erhöhte der TSV Kammlach aber den Druck und zog das Spiel immer mehr an sich. Daraus resultierende Chancen blieben zunächst aber ungenutzt. Druck jedoch erzeugt Fehler und den leisteten sich die Gäste in Form eines Strafraum-Fouls: Elfmeter für Kammlach. Mit etwas Glück verwandelte Torjäger Reinhold Haar den Strafstoß zur erneuten Führung. Vom Innenpfosten fand der Ball doch noch den Weg in die Maschen.

Rein gar nichts mit Glück hatte dann das 3:1 für die Gastgeber zu tun. Reinhold Haar - wer sonst - setzte sich im Strafraum robust gegen zwei Abwehrspieler durch. Seinen Schuss konnte Goalie Hannes de Paly gerade noch abklatschten. Reaktionsschnell aber setzte der Stürmer nach und vollendete den Angriff mit seinem zweiten Treffer.

Wie verwandelt kam dann der TSV Mindelheim aus der Pause zurück. Aggressiv in den Zweikämpfen und näher am Gegner nahmen die Gäste das Spiel nun weitgehend in die Hand. Im Abschluss agierten die Gäste-Stürmer aber häufig unglücklich oder zu ungenau. Dennoch lag ein Tor für die Kreisstädter in dieser Phase absolut in der Luft.

Der Rückschlag folgte jedoch prompt, und zwar wieder durch Reinhold Haar. Im Strafraum narrte er erst Abwehrspieler und ließ dann auch noch den Torhüter ins Leere laufen. Mühelos schlenzte er den Ball anschließend zum 4:1 in die verwaisten Maschen. Die Vorentscheidung war dies allerdings noch nicht. Denn unmittelbar danach gab es Freistoß für die Gäste. David Kienle kam im Strafraum frei an den Ball und mit einem trockenen Schuss ins Gehäuse ließ er nochmals Mindelheimer Hoffnungen aufkommen.

Die Defensive des TSV Mindelheim agierte manchmal etwas zu sorglos gegen den TSV Kammlach

Doch diesen Lichtblick zerstörte erneut Goalgetter Reinhold Haar. Zehn Minuten vor dem Ende ließ er seinen vierten und sofort danach auch noch seinen fünften Treffer folgen. Jeweils mit unnachahmlicher Einzelleistung sorgte er für den 6:2 - Endstand.

Fünf Treffer in einer Begegnung – das ist ein seltenes Ereignis, wenngleich die Gäste-Abwehr in der einen oder anderen Situation doch auch etwas zu sorglos agierte. „Fünf Tore in einem Spiel zu erzielen, gelingt natürlich auch nicht alle Tage. Es liegt zwar schon lange zurück, aber ich kann mich erinnern, mal sogar sieben Treffer in einem Spiel erzielt zu haben“, so Reinhold Haar. Scherzhaft fügte er an: „Ich bin ja jetzt zwei Wochen nicht da und deshalb habe ich heute für mein Tore-Konto schon mal vorgelegt.“

So unterlegen, wie das Ergebnis glauben lässt, war der TSV Mindelheim allerdings keineswegs. Und an dem viel zitierten Auswärts-Fluch der Kreisstädter lag es wohl auch nicht. Nein, der Erfolg der Kammlacher hatte an diesem Tag einen Namen: Reinhold Haar.

Manuel Neß, der Trainer der Gastgeber, meinte: „Die erste Halbzeit war in Ordnung, aber in der zweiten Halbzeit haben wir nicht so gespielt, wie es besprochen war. Zum Glück gelangen uns aber zum richtigen Zeitpunkt immer wieder erfolgreiche Konter.“

„So viel besser, wie das Ergebnis scheint, waren die Kammlacher nun auch wieder nicht. Allerdings haben wir ihnen in mancher Situation das Tore-Schießen auch etwas zu leicht gemacht. Gerade in der zweiten Halbzeit waren wir gut im Spiel. So ist das Resultat sicherlich zu hoch ausgefallen“, analysierte Mindelheims Coach Benedikt Deigendesch.

So haben sie gespielt:

TSV Kammlach Hofmann, M. Funk, Theis, P. Funk, M. Heinzelmann, Albenstetter, Schlosser, Diepolder, Müller, Haar, F. Heinzelmann, Eisenmann, Leinsle, Wiedemann

TSV Mindelheim De Paly, Bückle, Schwegle, Schulz, Haugg, Rogg, Eckers, Hefele, Schuster, Köroglu, Kienle, Gödrich, Bauer

Tore 1:0 Peter Müller (6.), 1:1 Ricardo Schulz (16.), 2:1, 3:1, 4:1 Reinhold Haar (29./FE, 40., 75.) 4:2 David Kienle (76.), 5:2, 6:2 Reinhold Haar (80., 81.)

Zuschauer 250

Schiedsrichter Erkan Oflaz

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