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Fußball

24.05.2019

Die SG Amberg/Wiedergeltingen steigt ab

Sein Tor sollte entscheidend sein: Alexander Rinschede (links) traf in der 81. Minute zum zwischenzeitlichen 2:0 für den TSV Pfronten. Die SG Amberg/Wiedergeltingen (hier Hannes Menhofer) kam nur noch zum Anschlusstreffer und muss nach dieser Niederlage in die Kreisklasse absteigen.
Bild: Peter Roth

Die SG Amberg/Wiedergeltingen tritt den Weg an, den sie vor zwei Jahren noch umgekehrt genommen hat: Sie muss nach dem Relegationsspiel in die Kreisklasse absteigen.

Die SG Amberg/Wiedergeltingen muss den bitteren Gang in die Kreisklasse antreten. Die Spielgemeinschaft hat das Relegationsspiel um den Klassenerhalt in der Kreisliga gegen den TSV Pfronten mit 1:2 verloren.

Dabei hatte sich die Mannschaft von Trainer Hans Sedlmeir den Klassenerhalt im zweiten Anlauf fest vorgenommen. Zwar musste Sedlmeir gezwungenermaßen auf der Torhüterposition umstellen – Stammkeeper Leonard Zink war gesperrt – und gab Daniel Kneipp das Vertrauen. Dafür standen aber die Wackelkandidaten Hannes Menhofer und Lukas Zink in der Startformation. Beide hielten eine knappe Stunde durch, bis dahin stand es gegen den TSV Pfronten vor 550 Zuschauern in Untrasried noch 0:0.

Nach 22 Minuten erlebt Amberg/Wiedergeltingen ein Déjà-vu

Gegen den Tabellenzwölften der Kreisliga Süd hatte die SG Amberg/Wiedergeltingen allerdings früh einen Vorteil. Denn die Pfrontener ereilte dasselbe Schicksal, wie der SG Amberg/Wiedergeltingen am letzten Spieltag der Kreisliga-Saison: Mitte der ersten Halbzeit nämlich flog der Torhüter wegen einer Notbremse vom Platz. Der Pfrontener Keeper Maximilian Keller holte in der 22. Minute Tobias Altmayr von den Beinen und musste anschließend zum Duschen. Rund 70 Minuten Überzahl also für die Sedlmeir-Elf.

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Doch die tat sich schwer. Die beste Chance vereitelte der eingewechselte Keeper Florian Lipp kurz vor der Pause. „Wir hatten in der ersten Halbzeit gute Torchancen, verpassten aber die Führung“, sagt Sebastian Schulz. Der Sportliche Leiter sah dann nach dem Seitenwechsel eine läuferisch bessere Pfrontener Mannschaft, die dann durch Josef Metz in der 73. Minute mit 1:0 in Führung ging. Acht Minuten später erhöhte Alexander Rinschede sogar auf 2:0. Doch die Unterallgäuer gaben sich nicht auf: Routinier Alois Schneider verkürzte kurz darauf auf 1:2 (84.). „Am Schluss haben wir noch alles nach vorne geschmissen, aber es hat nicht mehr gereicht. Pfronten hat letztlich verdient gewonnen“, sagt Schulz.

In der zweiten Halbzeit ist Pfronten überlegen

„Ich bin eigentlich mit einem guten Gefühl ins Spiel gegangen, nach dem Platzverweis hatte ich kurz Zweifel“, sagte Pfrontens Trainer Sebastian Satzger, der den Verein nun verlässt. „Das ist ein schöner Abschied, es hätte nicht besser laufen können.“

So muss die vor der Saison neu gegründete SG Amberg/Wiedergeltingen den Gang in die Kreisklasse antreten. „Die Kreisligasaison in diesem Jahr war für uns so etwas wie ein Bonus, nachdem wir im letzten Jahr schon knapp drin geblieben waren“, sagt Sebastian Schulz. Zwar hätte man gerne auch in diesem Jahr den Klassenerhalt geschafft, „aber auch in der Kreisklasse wird Fußball gespielt“. Er hofft nun zur neuen Saison auf Derbys gegen den SVS Türkheim oder den FC Bad Wörishofen. Schulz ist optimistisch, dass Leistungsträger wie Torjäger Lukas Zink trotz des Abstiegs dem Verein treu bleiben. „Bis jetzt habe ich noch nichts anderes gehört“, sagt er. Ähnliches gilt für Trainer Hans Sedlmeir.

Amberg und Wiedergeltingen sind zusammengewachsen

Positiv fällt die Bilanz von Schulz hinsichtlich der Spielgemeinschaft aus. Zwar sei die erste Mannschaft im Jahr eins des Zusammenschlusses von FSV Amberg und SpVgg Wiedergeltingen nun abgestiegen, „aber die Saison über war alles ein gutes Miteinander. Weder bei Spielern noch bei Zuschauern hat es eine Rolle gespielt, wer wo wohnt“.

So haben sie gespielt:

TSV Pfronten Zeller, Geyer, Lotter, F. Metz, Menhofer, J. Metz, M. Moller, Heiss (23. Lipp), Sauer, Lauterbach (61., T. Moller), Rinschede

SG Amberg/Wiedergeltingen Kneipp, M. Müller, Sirch, Fritsch, Zink (55. Trautwein), B. Müller, Schneider, Altmayr, Menhofer (56. Bleyer), Seitz (78. Schilling), Martin

Tore 1:0 Josef Metz (73.), 2:0 Alexander Rinschede (81.), 2:1 Alois Schneider (84.)

Rot Maximilian Zeller (Pfronten) wegen Notbremse (22.)

Zuschauer 550 in Untrasried

Schiedsrichter Erdinc Demiray

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