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Eishockey

16.09.2019

Die ersten Tore und der erste Sieg für den ESV Kaufbeuren

Erschöpft, aber letztlich zufrieden (von links): Florian Thomas, Jonas Wolter, Tobias Wörle, Daniel Oppolzer und Trainer Andreas Brockmann beobachten die Partie gegen den EC Bad Nauheim von der Bank des ESV Kaufbeuren aus. „Kompliment für ein sehr gutes Spiel gegen einen sehr guten Gegner.“
Bild: Harald Langer

Nach der glatten Auftaktniederlage in Ravensburg rehabilitiert sich der ESVK beim 6:3-Erfolg gegen den EC Bad Nauheim. Dabei macht er es spannender, als es sein müsste.

Er nagte an ihnen. Der erste Auftritt der Buron Joker in dieser Spielzeit der DEL2 verlief nicht so wie geplant. Ausgerechnet beim amtierenden Meister Ravensburg und somit beim heißesten Rivalen der Kaufbeurer, gaben die Ostallgäuer keine gute Figur ab.

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Es fehlte der Zug nach vorne. Hielt man rund eine halbe Stunde lang gut mit, war es eine Fünf-plus-Spieldauerstrafe gegen Denis Pfaffengut, die die Wende brachte. Pfaffengut hatte den aus Schongau kommenden Towerstars-Stürmer Andreas Driendl hinter dem Kaufbeurer Tor ins Plexiglas gecheckt. Driendl blieb benommen liegen und musste das Eis unter Schmerzen verlassen.

Ravensburgs Driendl steht wieder auf dem Eis

Allzu schlimm verletzte sich der 33-Jährige nicht. Zwar war das Match am Freitag für ihn gelaufen, am Sonntag aber war er wieder im Einsatz. Gleiches galt auch für Pfaffengut, der den Rest der Partie nur noch aus der Entfernung mitbekam. Er musste mit ansehen, wie sich seine Kollegen immer schwerer taten und letztlich mit 0:4 untergingen.

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Entsprechend war Wiedergutmachung im ersten Heimspiel angesagt. „So will man natürlich nicht in die Saison starten, ohne eigenes Tor“, sagte ESVK-Angreifer Alex Thiel. Und die Vorzeichen für eine Wiedergutmachung am Sonntag standen bestens. Zum nunmehr achten Mal gastierten die Roten Teufel aus Bad Nauheim in der neuen Kaufbeurer Arena, noch nie hatten sie dort gewonnen.

Das sollte sich auch an diesem Wochenende nicht ändern, wenngleich die Joker es im finalen Drittel spannender machten als es nötig gewesen wäre. „Wir sind besser Schlittschuh gelaufen als Bad Nauheim“, sagte Sami Blomqvist nach dem 6:3-Sieg, zu dem er zwei Treffer und eine Vorlage beigesteuert hatte. Blomqvist gab aber auch zu, dass das Wochenende an sich noch besser hätte laufen können. Es seien kleine Dinge, die die Mannschaft noch verbessern müsse, erklärte der Flügelstürmer. „Wir müssen den Rhythmus aus dem Bad Nauheim-Spiel behalten“, meinte Blomqvist.

Nach dem ersten Gegentreffer wackelt Kaufbeuren

In der Tat ließen die Joker den Kurstädtern am Sonntagabend über knapp 40 Minuten kaum eine Chance. Als aber der erste Bad Nauheimer Treffer fiel (39.), wirkte das Joker-Spiel im Schlussabschnitt plötzlich etwas fragiler. Die Teufel kamen zwischenzeitlich auf 3:4 heran. Auch Trainer Andreas Brockmann verwies darauf, dass selbst eine 4:1-Führung im Eishockey eben noch ein „enges Ergebnis“ sei. Grundsätzlich machte er seinem Team am Sonntag aber ein großes Kompliment für ein „sehr, sehr gutes Spiel“.

Schon den Sommer über hatten viele Experten und Beobachter vorausgesagt, dass die Leistungsstärke der DEL2 in der Saison 19/20 wohl noch enger zusammenliegt als bereits in der Vorsaison. Die ersten beiden Spieltage unterstreichen dies. Kein Team feierte am Wochenende glatt zwei Siege.

Die am ersten Spieltag noch so starken Ravensburger etwa verloren überraschend mit 2:3 in Freiburg. Einzig Bayreuth, eigentlich eher in Richtung der unteren Tabellenregion verortet, siegte auch am Sonntag. Nach einem 3:2 gegen Bad Tölz in der Verlängerung am Freitag, sicherten sich die Franken am Sonntag ein 6:3 gegen Crimmitschau und somit Platz eins mit fünf Zählern. Außerdem gibt es nur ein Team, das bisher noch punktlos ist: die Heilbronner Falken. Der ESV Kaufbeuren belegt mit drei Punkten nach zwei Spielen aktuell Tabellenrang acht.

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