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Corona

29.10.2020

Die nächste Zwangspause für den Amateursport

Trotz Freiluft, trotz Hygienekonzepten allerorten: Auch die Amateurfußballer müssen ab kommender Woche ihre Sachen zusammenpacken und gehen damit vorzeitig in die Winterpause.
Bild: Andreas Lenuweit

Plus Die Beschlüsse der Regierung wirken sich erneut auf den Amateursport aus. In den kommenden Wochen werden Bälle, Pucks und mehr ruhen müssen

„Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, werden geschlossen. Dazu gehören [...] der Freizeit- und Amateursportbetrieb mit Ausnahme des Individualsports allein, zu zweit oder mit dem eignen Hausstand auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen [...].“ Das ist der Wortlaut des Regierungsbeschlusses zu den neuen Beschränkungen, die ab 2. November bundesweit in Kraft treten.

Nachfolgend eine Übersicht, was bis 2. November im Unterallgäuer Amateursport noch möglich ist – und was danach nicht mehr.

Fußball: Vereine dürfen über Austragung selbst entscheiden

Der Fußballkreis Allgäu hat am Mittwochabend seinen Vereinen freigestellt, am kommenden Wochenende noch einmal im Ligapokal anzutreten. Zwar dürften die Partien noch ausgetragen werden, angesichts der ab 2. November geltenden Einschränkungen sind weitere Spiele bis Ende November nicht möglich.

„Die Gruppenphase des Ligapokals kann nun leider nicht wie geplant durchgeführt werden“, heißt es in dem Schreiben von Kreisspielleiter Elmar Rimmel (Kempten) an die Vereine. „Wir, der Kreisspielausschuss, werden die Zeit bis zum Frühjahr nutzen, um die Gesamtlage neu zu bewerten, und das weitere Vorgehen mit dem Bezirks-Spielausschuss abstimmen.“

Man werde die Vereine rechtzeitig darüber informieren, sobald es neue Informationen über das weitere Vorgehen gibt. Ob der Ligapokal jedoch weiter Bestand haben wird, ist angesichts der aktuellen Situation äußerst fraglich.

Eishockey: Noch stehen in Türkheim und Bad Wörishofen Spiele an

Der EV Bad Wörishofen bekommt es am Freitagabend (20 Uhr) im letzten Spiel vor der Zwangspause mit dem Tabellenführer der Landesligagruppe 2, den Wanderers Germering, zu tun. Am Sonntag (18 Uhr) folgt gleich das Rückspiel im Germeringer Polariom.

Auch die Eishockeyspieler müssen eine Pause einlegen.
Bild: Andreas Lenuweit

Unter ihrem neuen Trainer Peter Schedlbauer gelang den Germeringern mit elf Punkten aus vier Spielen ein nahezu perfekter Saisonstart: gegen Reichersbeuern (8:7 n.V.), Pfronten (5:3), Lechbruck (3:1) und Fürstenfeldbruck (5:4) konnten die Wanderers jeweils einen Sieg einfahren.

Gut, dass bei den Wölfen drei wichtige Spieler aus dem Lazarett zurückkehren: die Stürmer Franz Schmidt und Michal Horky sowie der Verteidiger Simon Hassmann. „Wir werden hart arbeiten, um mit einem guten Gefühl in die Zwangspause zu gehen“, fasst EVW-Trainer Frank Kozlovsky die Erwartungen zusammen. Am Samstag (18 Uhr) findet in der Eisarena außerdem das Spiel der 1b-Wölfe gegen den ERV Schweinfurt 1b statt. Sonntags (16.30 Uhr) geht es für das Bezirksliga-Team dann nach Türkheim.

In der Bezirksliga-Gruppe 4 hofft der ESV Türkheim, dass zumindest das Sonntagsspiel gegen den EV Bad Wörishofen 1b stattfindet. Denn die für den heutigen Freitag angesetzte Partie beim HC Maustadt fällt aus. „Den Memmingern ist das Risiko zu groß. Den Entschluss tragen wir selbstverständlich mit“, sagt Franz Döring, der Sportliche Leiter des ESV Türkheim. Somit bleibt den Türkheimern vor der Corona-Zwangspause nur noch das Derby-Rückspiel am Sonntag gegen die kleinen Wölfe aus Bad Wörishofen. Hierzu kann Türkheims Trainer Michael Fischer wohl auf Andreas Pross und Fabian Guggemos zurückgreifen, muss dafür auf Felix Ambos und Maxi Sams verzichten. Das Hinspiel hatten die Türkheimer knapp mit 5:4 gewonnen.


Die Spielpause des Handballverbands verlängert sich.
Bild: Andreas Lenuweit

Handball: Die bayernweite Spielpause wird verlängert

Der Bayerische Handballverband (BHV) hat bereits vor einer Woche die Reißleine gezogen und den Spielbetrieb in seinen Ligen bis Mitte November ausgesetzt. Nun wird die Pause für die Mannschaften also noch länger.

Eiskunstlauf: Bad Wörishofer Eishalle schließt

Die Meldung aus der Stadtverwaltung Bad Wörishofen kam am Donnerstagmittag bei den betroffenen Vereinen an: „Aufgrund der neu beschlossenen Maßnahmen der Bundesregierung [...] schließen wir ab dem 2.11.2020 unser Eisstadion. Die Anlagen werden wir ebenso runterfahren – es besteht also keinerlei Möglichkeit, das Eisstadion zu nutzen.“

Die Eiskunstläufer aus Bad Wörishofen können nicht mehr aufs Eis.
Bild: Andreas Lenuweit

Damit ist klar, dass nach dem zuvor bereits gestrichenen öffentlichen Lauf und der Eisdisco nun auch die Vereine (Eishockey, Eiskunstlauf, Eisstockschießen) ab Montag nicht mehr auf das Eis können. Dabei hatte man sich beim EKV Bad Wörishofen noch vor wenigen Tagen Gedanken gemacht, wie man die Kinder und Jugendlichen trotz der fehlenden Wettkämpfe bei Laune halten will. Schließlich hatte man den Barbara-Wimmelmann-Pokal wie auch das beliebte Schaulaufen bereits früh abgesagt.

So waren für die Herbstferien ein Trainings-Workshop sowie Zusatztrainings geplant, damit die Kinder an ihren Küren feilen können. Die Idee war, dass die Eiskunstläufer ihr Können im Januar oder Februar zumindest vereinsintern präsentieren können. Doch das kann nun alles wieder verworfen werden. Die neuen Regelungen lassen dies nicht zu. „Wir hoffen, dass es ab 1. Dezember wieder weitergehen kann“, sagt EKV-Vorsitzender Egbert Gai.

Als Tabellenführer gehen die Türkheimer Volleyballer in die Pause.
Bild: Andreas Lenuweit

Volleyball: Türkheim führt die Regionalliga an

Bitter für den SVS Türkheim, dass die erzwungene Spielpause gerade jetzt erfolgt: Denn die erste Herrenmannschaft führt die Regionalligatabelle derzeit an und hätte als Spitzenreiter am Samstag, 7. November, den VC Amberg zu Gast gehabt.

Schießen: Gau Türkheim setzt Rundenwettkampf aus

Der Schützengau Türkheim hat Anfang der Woche bekannt gegeben, seinen Rundenwettkampf vorerst auszusetzen. Bislang sind drei Runden absolviert worden. Außerdem sagte der Gau Türkheim auch das am 14. November geplante Fünf-Gaue-Pokalschießen in Kirchdorf ab. Das teilte Gauschützenmeister Anton Egger (Mittelneufnach) mit.

Die Schützen müssen wohl ebenso eine Pause einlegen.
Bild: Andreas Lenuweit

Der Schützengau Mindelheim hätte seinen Rundenwettkampf am 11. November gestartet. Daraus wird nun wohl nichts, auch wenn der Bayerische Sportschützenbund (BSSB) am Donnerstag nach Informationen unserer Zeitung im Innenministerium vorstellig wurde. Dabei sollte die Frage behandelt werden, inwieweit das Sportschießen zum Individualsport zu rechnen ist und inwieweit die Personenobergrenzen für die Schützenheime gelten.

Der Gau Mindelheim hat indes seine Vereine befragt, wie mit der Situation umzugehen sei. Bis Samstag, 31. Oktober, haben die Vereine Zeit, zu antworten. Dann werde der Schützengau entscheiden. „Wir wollen niemanden überfahren“, sagt Erster Gauschützenmeister Ludwig Stedele (Bayersried) dazu. Mögliche Szenarien wären eine Verschiebung des Wettkampfes, ein Fernwettkampf oder eine generelle Absage der Saison.

Der BTTV stellt den Spielbetrieb bis Ende Dezember ein.
Bild: Andreas Lenuweit

Tischtennis: Verband stoppt Liga bis Ende Dezember

Die Doppelspiele hatte der Bayerische Tischtennisverband (BTTV) für die neue Saison bereits „geopfert“. Nun stellte der BTTV seinen Spielbetrieb zum 30. Oktober vorerst bis 31. Dezember ein. Danach soll versucht werden, die Saison zumindest mit einer Einfachrunde zu beenden.

Damit fällt auch die am Samstag geplante Partie des TTSC Warmisried in der Verbandsliga Südwest beim TSV Hohenpeißenberg aus. Die Tischtennisfreunde Bad Wörishofen wären am Wochenende in der Landesliga Westsüdwest ohnehin spielfrei gewesen. (mit romy)

Mehr zum Sport in Corona-Zeiten lesen Sie hier:




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