Fußball, Bezirksliga

17.05.2014

Drei Brüder sagen Servus

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Ein Fußball-Trio verlässt den TSV Mindelheim: (von links) Philipp, Daniel und Florian Siegwart spielten sieben Jahre lang in Mindelheim, nach dieser Saison ist jedoch Schluss für die drei gebürtigen Ettringer.
Bild: Julia Prestele

In Mindelheim endet nach dieser Saison eine Ära: Die Siegwarts verlassen nach sieben Jahren den Verein und absolvieren am Samstag gegen Erkheim ihr letztes Heimspiel.

Vor einer Woche hätten die Verantwortlichen des TSV Mindelheim noch den Sonntag, 25. Mai, rot im Kalender stehen gehabt. An diesem Tag lost der Bayerische Fußballverband (BFV) die Relegationsspiele zur Landesliga aus. Als Tabellenzweiter wäre der TSV Mindelheim im Lostopf gewesen und hätte sich auf mindestens zwei spannende Partien freuen können. Doch dann kam das Auswärtsspiel beim Tabellenletzten in Marktoberdorf.

Die überraschende 0:1-Niederlage bedeutete, dass nun wieder der FC Stätzling mit zwei Punkten Vorsprung auf Rang zwei steht. Und da die Stätzlinger zudem bei Punktegleichstand den direkten Vergleich gegen den TSV Mindelheim für sich entscheiden würden, kann der TSV nur auf einen ähnlich bösen Ausrutscher der Stätzlinger hoffen, wie sie selbst einen in Marktoberdorf hingelegt haben. Doch damit rechnet beim TSV Mindelheim vor dem heutigen Samstag gegen den TV Erkheim (15.30 Uhr) kaum einer. Zumal das Landkreisderby unter einem anderen Eindruck stehen wird. Denn es wird das letzte Heimspiel eines Trios sein, das dem TSV Mindelheim seit sieben Jahren die Treue gehalten und zahlreiche große Momente geliefert hat. Die Siegwart-Brüder werden den Verein zum Saisonende verlassen.

Während Philipp Siegwart in der kommenden Saison beim Bayernligisten TSV Landsberg seine Schuhe schnüren wird, nehmen seine Brüder Florian und Daniel eine fußballerische Auszeit. „Ich bin mit Landsberg schon seit zwei Jahren in Kontakt. Ich wollte einfach noch einmal höherklassig spielen“, sagt Philipp Siegwart. Er freut sich auf das Spiel gegen den TV Erkheim um den Ex-Mindelheimer Manuel Ness und hofft, dass er mitwirken kann. „90 Minuten werden es zwar nicht, aber einsatzbereit bin ich“, sagt der Torjäger, dessen Knieverletzung letztlich weit weniger schwer war, als befürchtet. „Ich habe einen Bluterguss im Oberschenkel und Kniegelenk. Die Bänder sind nicht beschädigt“, sagt er und blickt dem Abschied aus Mindelheim durchaus etwas wehmütig entgegen: „Es war eine super Zeit. Ich habe dem Verein und einzelnen Personen viel zu verdanken.“

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Entsprechend sieht es auch der TSV Mindelheim: „Wir wollen ihnen einen Heimsieg zum Abschied schenken. Das haben sie sich verdient“, sagt Trainer Uli Manlig. Das Brüdertrio war 2007 zum TSV Mindelheim gestoßen, hatte den Aufstieg in die Bezirksoberliga und die Landesliga mitgetragen. Während Philipp Siegwart in diesen Jahren in den Torjägerlisten immer oben zu finden war, glänzten Florian Siegwart als dribbelstarker Vorbereiter und Daniel Siegwart als technisch und physisch starker Defensivspieler.

Sie hinterlassen große Fußstapfen beim TSV Mindelheim, die der Verein nun bestmöglich stopfen muss. Einen ersten Neuzugang haben sie schon: Vom B-Klassisten FC Loppenhausen wird Christian Lands-perger im Sommer nach Mindelheim wechseln.

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