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Eishockey

06.09.2019

ESV Kaufbeuren holt sich eine blutige Nase

Der Höhepunkt im zweiten Drittel war eine handfeste Keilerei zwischen Kaufbeurens Louis Latta (links) und Memmingens Nikolaus Meier.
Bild: Erwin Hafner

Das Testspiel zwischen dem ECDC Memmingen und dem ESV Kaufbeuren endet mit einem erwarteten ESVK-Sieg – und einem Krankenhausaufenthalt für einen Spieler.

„Flie-gen-fänger! Fliegen-fänger!“ Diese Höchststrafe für einen Eishockey-Torhüter verhängte der umfangreiche und lautstarke Fanblock des ESV Kaufbeuren bereits in der dritten Spielminute gegen den Memminger Goalie Joey Vollmer. Was war geschehen? Im ersten Testspiel der neuen Saison (Endstand: 2:3) hatten mehrere Mitglieder der Indians-Verteidigung offenbar die Sommerpause einfach eigenmächtig verlängert. Ehe sie richtig auf dem Eis standen, lagen sie gegen den DEL2-Klub, der ohne sechs Stammspieler angetreten war, bereits mit 0:2 zurück.

Der Torhüter des Oberligisten machte bei beiden Treffern nicht die allerbeste Figur. Wobei man fairerweise hinzufügen muss, dass Jonas Wolter bei Tor Nummer zwei abgezockt abgefälscht hatte. Nachdem der Finne Jere Laaksonen in der elften Spielminute das 3:0 für die Kaufbeurer besorgt hatte, dachte man auf der Tribüne schon an eine drohende zweistellige Niederlage. Doch es blieb bis zur Drittelpause beim 0:3.

Im zweiten Drittel fliegen die Fäuste

Das zweite Drittel endete torlos, aber nicht langweilig: Der ehemalige Rosenheimer Nikolaus Meier ließ in der 26. Minute seiner Ankündigung für die Fans bei der Spielervorstellung („Seid froh, dass ich jetzt Euer Trikot trage“) Taten folgen: „Niki“ packte gegen den Kaufbeurer Louis Latta die Fäuste aus. Die Folge waren nicht nur 2+2+10 für die beiden Streithähne, sondern auch eine Freifahrt ins Klinikum für den Kaufbeurer. Die Diagnose: Nasenbeinbruch.

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Das war aber die einzige unfeine Szene der Partie. Unter den Augen der 1120 Zuschauer entwickelte sich ein zunehmend munteres Spielchen. Mit der rosafarbenen Vereinsbrille auf der Nase, sprachen Kaufbeurer Berichterstatter nach der Partie davon, dass ihr Team bald mehrere Gänge zurückgeschaltet habe. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit: Ab der 31. Minute mit dem sicheren Rückhalt Marc Henne (Neuzugang aus Kaufbeuren) im Tor, fanden die Indians insbesondere im letzten Drittel immer mehr Gelegenheiten, ihr Tempogegenstoß-Eishockey aufzuziehen. Damit hatten sie die Fans bereits in der vergangenen Saison vom Hocker gerissen.

Memminger Neuzugänge überzeugen

Das wurde belohnt, denn in der 42. Minute sorgte mit dem 20-jährigen Tschechen Samir Kharboutli ein weiterer neuer Spieler für Aufsehen. Der Neuzugang aus Ingolstadt erzielte nicht nur das erste Saisontor der Memminger, sondern ließ auch in zahlreichen anderen Situationen aufblitzen, dass er weiß, wo der Hammer hängt. Routinier Patrik Beck traf nach feiner Vorarbeit von Neuzugang Benedikt Böhm in der 59. Minute zum 2:3. In Überzahl wäre den Indians in den Schlusssekunden sogar beinahe noch der Ausgleich gelungen. Doch das wäre des Guten zuviel gewesen. Dennoch: ein vielversprechender Auftakt!

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