Schützengau Mindelheim

02.05.2016

Ein Zehntel trennt zwei Könige

Mindelheims Gauschützenmeister Ludwig Stedele (rechts) präsentierte gestern Nachmittag in Breitenbrunn die neuen Gauschützenkönige: Neue Gaujugendkönigin ist Ramona Wörishofer, neuer Gauschützenkönig ist Wolfgang Schmid. Beide trennte in der Endabrechnung nur ein Zehntel.
Bild: Axel Schmidt

Das 56. Gauschießen im Gau Mindelheim war am Ende eine knappe Angelegenheit. Für den neuen Regenten der Schützenklasse ist jedoch ein anderes Ergebnis wichtiger.

Bis zum Schluss sollten die Namen der neuen Gauschützenkönige unter Verschluss gehalten werden. Und bis zum Schluss waren sich Wolfgang Schmid und Ramona Wörishofer auch nicht sicher, ob ihre Ergebnisse für den Königstitel beim 56. Gauschießen des Schützengaues Mindelheim gereicht haben.

„Ich dachte mir schon, dass ich weit vorne lande, aber eher so als Siebter oder Achter“, sagte Ramona Wörishofer gestern bei der Preisverleihung in Breitenbrunn. Ihr 2,5-Teiler wurde aber am Ende nur von einem der insgesamt 616 Schützen getoppt, die ihr Glück auf der Festscheibe versucht hatten: Wolfgang Schmid zielte nur marginal besser und gewann das 56. Gauschießen mit einem 5,6-Teiler.

Er war sich auch nicht ganz sicher, ob es zum ganz großen Wurf reichen würde, wie er nach der Bekanntgabe zugab. Sein Gefühl sagte ihm, dass es möglicherweise für die ersten Drei reichen würde. „Dass nun aber keiner mehr besser geschossen hat, darüber bin ich nicht böse“, sagte der 43-jährige Schütze des SV Oberkammlach lachend. Für ihn sei er der größte Erfolg als Einzelschütze gewesen. Allerdings sei ein Erfolg am kommenden Freitag wichtiger für ihn: Dann nämlich steht er mit der Luftgewehrmannschaft von Frohsinn Mindelau in Großaitingen am Schießstand und kämpft um die Rückkehr in die Schwabenliga. Die Aufstiegswettkämpfe seien ihm wichtiger. Die Chancen beziffert er auf „50:50“. Auch für Ramona Wörishofer war es der bislang größte Erfolg, denn wie Wolfgang Schmid trug auch die 17-jährige Schülerin aus Salgen noch nie die Talerkette des Gaues.

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Diese hatten sie zu Beginn der Preisverleihung vor zahlreichen Schützen im Breitenbrunner Haus der Vereine von ihren Vorgängern erhalten: Jakob Kleimaier (Bronnen) und Nadja Schmitt (Loppenhausen) mussten sich nach nur wenigen Monaten wieder von den Insignien trennen. „Dadurch, dass wir unsere letztjährigen Gaukönige erst im Rahmen des Gauschützenballes im Oktober gekrönt hatten, war eure Regentschaft leider echt kurz“, sagte 1. Gauschützenmeister Ludwig Stedele. „Trotzdem möchte ich mich natürlich bei euch beiden dafür bedanken“, sagte Stedele, ehe er das Geheimnis um den neuen Gauschützenkönig und Gaujugendkönig lüftete.

Was nun alles auf die beiden Regenten zukommt? „Das weiß ich ehrlich gesagt gar nicht so. Aber das wird man mir sicher noch sagen“, meinte Ramona Wörishofer. „Beim Oktoberfestumzug werden wir wohl mitlaufen dürfen“, sagte Wolfgang Schmid. „Und beim Gauschützenball sollten wir vertreten sein. Aber da bin ich eh – als Oberkammlacher Schützenkönig.“ Nach der Proklamation durften sich die beiden neuen Regenten als erstes ihre Sachpreise aussuchen – und kamen jeweils mit einem neuen Luftgewehr wieder.

Heimlicher dritter Star des Nachmittags war die neue Gau-Standarte, die bereits am Vormittag bei einem festlichen Gottesdienst feierlich eingeweiht wurde. Sie zeigt auf der Vorderseite das Gauwappen und auf der Rückseite die Mindelburg als Symbol für den Schützengau Mindelheim.

Insgesamt hatten am 56. Gauschießen, das der Gau Mindelheim ausgerichtet hatte, 628 Schützen teilgenommen. Eine Zahl, mit der 1. Gauschützenmeister Ludwig Stedele zwar nicht so ganz zufrieden war – er hätte schon lieber eine dreistellige Zahl mit einer Sieben vorne dran gesehen. Doch letztlich fehlte laut Stedele eben ein ausrichtender Verein und dessen Nachbarvereine, die sonst die Teilnehmerzahlen gerne nach oben schnellen lassen. Die meisten Teilnehmer stellte heuer der Schützenverein Adler Breitenbrunn mit 70 Schützen.

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