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26.10.2009

Ein gefühlter Sieg

Schöneberg Obwohl, oder gerade weil im gesamten Kreisliga-Spiel zwischen dem SV Schöneberg und dem FSV Amberg keine Tore gefallen waren, lieferte die Partie am Ende noch einige Debatten und Gesprächsstoff mit höchst unterschiedlichen Meinungen in beiden beteiligten Lagern. Unzweifelhaft und absolut enttäuschend gestaltete sich der Spielverlauf in der ersten Halbzeit. Packende Torraumszenen und echte Torchancen blieben auf beiden Seiten absolute Mangelware. Die wenigen Höhepunkte, meist durch Zufall oder Nachlässigkeiten in den Abwehrreihen begünstigte, waren in der Summe an einer Hand abzuzählen.

Für ein Schöneberger Tor sorgt der FSV Amberg fast selbst

Für die ohne fünf Stammspieler stark ersatzgeschwächt agierenden Schöneberger stand im ersten Durchgang keine herausragende Tormöglichkeit zu Buche. Die größte Gefahr vor dem Amberger Tor verursachte lediglich einmal ein Missverständnis zwischen Keeper Schaudt und dessen Teamkollegen Hannes Menhofer, welches beinahe zu einem Eigentor geführt hätte. Für die mit den größeren Spielanteilen ausgestatteten Amberger besaß Tobias Sirch die beste Gelegenheit zur Führung, als dieser in der 18. Minute allein aufs Tor zusteuerte, den Ball aber flach am langen Eck vorbei setzte. "Es geht meist in die richtige Richtung, aber es passiert eigentlich überhaupt nichts", so fasste ein Amberger Zuschauer die mäßige erste Spielhälfte sehr treffend zusammen.

Nach dem Seitenwechsel verstärkten beide Teams ihre Bemühungen um einen Torerfolg deutlich, wobei sich die Gäste alsbald eine klare Feldüberlegenheit und vor allem in der Schlussphase auch die Mehrzahl an hochkarätigen Tormöglichkeiten erspielten. Bei Amberg wurde der frühere Spielertrainer Alois Schneider von Coach Marcus Eder mit in den Angriff gebracht und die Chancen für die Gäste häuften sich spürbar. So musste Schönebergs Torhüter Matthias Rosack mehrmals mit glänzenden Reaktionen auf der Linie klären, auch die meisten Flankenbälle wurden eine sichere Beute des Schöneberger Torhüters. Und letztlich stand auch das Glück der Heimelf in der immer heftiger tobenden Abwehrschlacht hilfreich zur Seite. Zweimal mussten die SVS-Abwehrspieler in höchster Not knapp vor der Torlinie retten.

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In der Schlussphase häufen sich die Amberger Chancen

Auf Schöneberger Seite wurde wenig Entlastung verzeichnet und es kam nur einmal noch Florian Lampert gefährlich zum Schuss. FSV-Keeper Schaudt bekam dessen Abschluss genau in die fangbereiten Arme serviert. Auf der Gegenseite häuften sich die Amberger Chancen in der Schlussphase nochmals druckvoll. Doch sowohl Mandl, Menhofer, Christian Wagner und auch Schneider zielten an diesem Nachmittag schlecht oder scheiterten am eigenen Unvermögen und wiederholt am gut reagierenden Rosack im Schöneberger Tor.

Sogar in der 90. Minute klebte den FSV-Angreifern weiter treu das Pech an den Stiefeln, als Schneider auf halbrechts loszog, das Leder aber noch von Rosack leicht abgelenkt wurde und knapp am langen Pfosten vorbei ins Aus flog. Die tapfer kämpfenden Schöneberger feierten und bejubelten das torlose Remis in Anbetracht ihrer dünnen Personaldecke wie einen Sieg, bei den Gästen aus Amberg herrschten Ernüchterung und Frust pur über das unbefriedigende Unentschieden.

So haben sie gespielt:

Schöneberg: Rosack, A. Singer, Strobl, Gaßner, M. Singer / S. Rampp, G. Hampp, Deinhardt, D. Wurm, T. Rampp, Lampert, Marz / Schüssler.

Amberg: Schaudt, A. Bleyer, Hartung, Sirch / Schneider, Belm / Ploss, Dillitz, Russo, Baur, Wagner, Mandl, Menhofer.

Schiedsrichter: Neukirch

Zuschauer: 100

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