09.01.2015

Eine Halle, zwei Events

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6 Bilder
Mindelheimer Duell: (von links) Herbert Ruf (Spielgemeinschaft Mindelheim/Ailingen), Manuel Steber (Mindelheim II), Norbert Schiegg (Spielgemeinschaft Mindelheim/Ailingen).
Bild: Michael Lindemann

Erstmals teilen sich der Velo Club Mindelheim und der TSV Mindelheim die Brennerhalle für ihre jeweiligen Radball- und Tischtennisturniere.

Es war ein Versuch. Und der kann durchaus als gelungen gewertet werden: Erstmals nämlich teilten sich der Velo Club Mindelheim und der TSV Mindelheim für ihre jeweiligen Dreikönigsturniere im Radball und Tischtennis eine Sporthalle. Während auf der einen Seite die Radballer Tor um Tor erzielten, kämpften auf der anderen Seite die Bezirks- und Landesligaspieler an den Tischtennisplatten um Punkte. „Die beidseitige Hallennutzung war für beide Sportarten sehr gut“, sagte etwa Herbert Ruf, der selbst als Radballer aktiv war. Der Vertreter des Velo Club stellte fest, dass die Turniere besser besucht waren. Auch Peter Weyh-Immerz, Tischtennis-Abteilungsleiter, zeigte sich zufrieden: „Niemand hat sich gegenseitig gestört gefühlt und Zuschauer waren auch da. Es war wunderbar.“

Radball

Mit einem Heimsieg konnte der Velo-Club Mindelheim den Traditionspokal in der Eliteklasse holen. Und das, obwohl Stammspieler Michael Böck krankheitsbedingt ausfiel. Da auch ein Spieler der eingeladenen Mannschaft aus Ailingen ausfiel, wurde kurzerhand eine Spielgemeinschaft aus den beiden verbliebenen Teamkollegen, dem Ex-Mindelheimer Norbert Schiegg und dem VC-Spieler Herbert Ruf, gebildet. Der gebürtige Mindelheimer Schiegg hatte für den Velo Club viele Jahre erfolgreich bis in die 2. Bundesliga gespielt und ist noch immer Vereinsmitglied. Nur die berufliche Veränderung trennte damals das Erfolgsduo Norbert Schiegg und Stefan Hofmann.

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Der Trikotwechsel zahlte sich für Schiegg aus. Denn zusammen mit Herbert Ruf besiegte er die Gegner aus Augsburg, Kissing, Niederstotzingen und dem eigenen Verein. Gegen den VC Mindelheim II um Manuel Steber mit Frank Koob gewannen Schiegg/Ruf mit 6:1. Im zweiten Spiel stand der Bayernligist Kissing auf dem Parkett. Aus einem 1:3-Rückstand wurde dank guter Konterangriffe ein 5:3-Sieg. Es folgte ein 2:0-Sieg gegen Augsburg – und das Finale gegen den Zweitligisten aus Niederstotzingen. In einem offenen Spiel ging es rauf und runter, gab es Lattenschüsse und am Ende sogar einen 3:1-Sieg für die Spielgemeinschaft Schiegg/Ruf. Dritter wurde Kissing, vor Augsburg und dem punktlosen VC Mindelheim II.

Eine Premiere gab es vor dem Turnier der Elite. Erstmals richtete der Velo Club nämlich auch ein Turnier für Nachwuchsmannschaften aus. Unter den sechs Mannschaften standen auch zwei Teams des Velo Club: Marco Aufmuth und Fabian Sturm (Mindelheim I) und Maximilian Merk und Denis Martin (Mindelheim II) traten dann gegen die Mannschaften aus Augsburg, Hofen, Kissing und Niederstotzingen an. Den Turniersieg holte sich hier Hofen, vor Augsburg. Dritter wurde der VC Mindelheim I,Vierter der VC Mindelhem II, vor Niederstotzingen und Kissing. Mit etwas Glück wäre vielleicht sogar mehr drin gewesen, schließlich endeten alle Partien recht knapp. So hätte Mindelheim I im letzten Spiel gegen Augsburg ein Unentschieden zu Rang zwei gereicht, doch ein Strafstoß brachte den Sieg für Augsburg – und den Mindelheimern somit Rang drei. Zuvor hatten Aufmuth/Sturm gegen Mindelheim II und Kissing gewonnen und gegen Niederstotzingen ein Remis erreicht. Mindelheim II um Merk/Martin gewann gegen Kissing, schaffte zwei Unentschieden gegen Augsburg und Niederstotzingen und verlor die weiteren Partien.

Tischtennis

Der zweite Landesligist war einer zuviel für das Tischtennisdoppel der TTF Bad Wörishofen. Karl Deeg und Xaver Eschenlohr hatten sich beim Mindelheimer Dreikönigsturnier in der höchsten Spielklasse (Bezirks- und Landesligen) bis ins Finale gespielt, schalteten dabei unter anderem den Landesligisten TV Waal aus. Im Endspiel wartete aber mit dem SV Unterknöringen ein weiterer Landesligist, der am Ende mit 3:1 die Oberhand behalten sollte. Doch auch ohne einen Unterallgäuer Sieg in der höchsten Klasse war das 32. Mannschaftspokalturnier des TSV Mindelheim ein voller Erfolg: Mit genau 100 Teams aus ganz Schwaben wurde an vier Tagen wieder Tischtennissport vom Feinsten in Mindelheim geboten. Die 200 Spieler nutzten das Turnier als gute Rückrundenvorbereitung und um Ranglistenpunkte zu sammeln. Auch deshalb waren viele Spiele hart umkämpft.

Den Sieg in der Konkurrenz der Frauen sicherte sich eine Spielgemeinschaft. Alexandra Stierle vom TV Dillingen und Sabrina Blum vom SV Deisenhausen holten sich im Finale gegen den VfR Jettingen den Turniersieg.

Hier waren Patrick Kienle und Christian Klaus vom TSV Königsbrunn nicht zu schlagen. Sie setzten sich im Endspiel gegen die TSG Thannhausen durch.

Am besten besucht war die 2. Kreisliga. Hier traten insgesamt 29 Doppel-Mannschaften an. Den Sieg sicherte sich am Ende die Mannschaft des FC Memmingen in einem spannenden Finale gegen den SV Tussenhausen. Mit 3:2 behielt das Duo Patrick Michl/Stefan Santihanser gegen die Tussenhausener Josef Kerler und Peter Bräutigam die Oberhand.

Hier siegten Florian Bischlager und Patrick Holzheu vom TTSC Warmisried. Der dritte Platz ging an Manfred Schuster und Martin Putz (TTC Hasberg).

Der Höhepunkt der Turniertage war die Männer-Konkurrenz der Bezirksligen und der Landesliga. Auch diese Konkurrenz war mit 18 Teams sehr gut besucht. So war der Landesligist TV Waal gleich mit zwei Mannschaften angereist. Auch der Gastgeber stellte eine Mannschaft, verabschiedete sich aber schnell aus dem Turnier. Roman Kretzinger und Karlheinz Simmet mussten sich der SG Dösingen klar geschlagen geben. Im Viertelfinale kam für die Dösinger dann im Bezirksoberliga-Duell gegen die TTF Bad Wörishofen mit 0:3 das Aus. Das Wörishofer Duo Xaver Eschenlohr und Karl Deeg bezwang im Halbfinale dann sogar den Landesligisten TV Waal mit 3:1 und standen im Endspiel. Hier trafen sie auf den Landesligisten SV Unterknöringen, der auf seinem Weg ins Endspiel den TSV Königsbrunn (3:0) und den TV Waal II (3:0) ohne Satzverlust besiegte. Erst im Endspiel mussten sie einen Satz abgeben, behielten aber gegen die Kneippstädter am Ende mit 3:1 die Oberhand.

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