Fußball

21.06.2019

Eine Niederlage zum Genießen

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Die beiden Mannschaften schenkten sich nichts und wechselten jeweils munter durch.
Bild: Prestele

Der TSV Zaisertshofen verliert sein Jubiläumsspiel deutlich – und ist trotzdem zufrieden

Am Ende deutlich und in der Höhe auch verdient setzte sich der FC Memmingen am Mittwochabend mit 8:0 Toren beim Freundschaftsspiel in Zaisertshofen gegen die Heimmannschaft durch.

Mit zwei kompletten Mannschaften war der FC Memmingen zum Jubiläums-Freundschaftsspiel nach Zaisertshofen angereist, schließlich befinden sich die Maustädter mitten in der Vorbereitung für die neue Saison. Aber auch Zaisertshofens Trainer Michael Scherer gab insgesamt 18 Spielern Gelegenheit, gegen das Regionalliga-Team aufzulaufen.

Der ranghöchste Verein im Allgäu wurde seiner Favoritenrolle von der ersten Minute an vollends gerecht: Angriff auf Angriff rollte in Richtung von Zaisertshofens Keeper Daniel Egger. Die Memminger setzten sich in der Hälfte der Gastgeber regelrecht fest, sodass meist nur Befreiungsschläge für Entlastung bei den Hausherren sorgten. Vorne lauerte, überwiegend auf sich allein gestellt, Dominik Schäffler als einzige Sturmspitze. Er hatte es allerdings schwer, sich gegen die Dreierkette der Gäste zu behaupten.

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Nach zwölf Minuten dann die Führung für die Gäste. Verdient zwar, aber dennoch glücklich: Der Abwehrversuch eines Verteidigers der Heimmannschaft landete im eigenen Netz. Memmingen tat sich dennoch schwer, denn Zaisertshofen verteidigte geschickt. Das 0:2 allerdings konnten die Gastgeber nicht verhindern, zu perfekt hatten sich die Gäste per Doppelpass in den Strafraum gespielt und gekonnt abgeschlossen. Mit zwei Toren Rückstand in die Pause zu gehen war durchaus ein Achtungserfolg für den TSV Zaisertshofen.

Memmingens Übungsleiter Uwe Wegmann wechselte zum zweiten Abschnitt, bis auf den Torhüter, eine komplett neue Mannschaft ein. Darunter auch zum Beispiel die Boyer-Brüder aus Bad Wörishofen. Auf der Gegenseite rotierte Michael Scherer ebenfalls nach Kräften.

Den zweiten Durchgang gestalteten die Memminger wesentlich agiler und lauffreudiger, sodass Zaisertshofens Abwehr nun mehr gefordert war. Zudem drückte der Memminger Lukas Rietzler jetzt dem dem Spiel seinen Stempel auf.

Nach einer Stunde erzielte er nämlich nach schöner Einzelleistung das dritte Memminger Tor. Fünf Minuten später tauchte er wieder im gegnerischen Strafraum auf und war nur mit einem Foul zu bremsen. Ensar Skijeli verwandelte den fälligen Elfmeter absolut sicher. Kurz darauf erhöhte Lukas Rietzler ebenfalls per Elfmeter. Memmingen schraubte dann das Ergebnis auf 0:7 hoch, ehe Sebastian Schmeiser per Schlenzer den Schlusspunkt setzte.

Von einem standesgemäßen Sieg sprach nach der Partie Memmingens neuer Trainer Uwe Wegmann: „Von einem Sieg etwa in der Höhe bin ich schon ausgegangen. Vielleicht hat in der einen oder anderen Situation vor dem Tor noch der letzte Biss gefehlt. Für uns war es aber auch eine gute Trainingseinheit“, führte der Ex-Bundesligaprofi aus.

Auch Michael Scherer war trotz der Niederlage zufrieden. „Für mich und die Spieler war dieses Bonus-Spiel ein schöner Abschluss der Saison und der Jubiläums-Feierlichkeiten. Da kann man selbst eine Niederlage in gewisser Weise genießen“, schloss der scheidende Trainer – er wechselt zum SV Schöneberg – das Kapitel Zaisertshofen ab.

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