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Tennis

13.06.2016

Eine präsidiale Plakette

Die „Sportplakette des Bundespräsidenten“ wurde von Joachim Herrmann (Zweiter von rechts) an die Delegation des TTC Bad Wörishofen übergeben: (von links) Ludwig Schuster, Heinrich Müller, Moritz Karl und Thomas Karl.

Der TTC Bad Wörishofen ist der zweitälteste Tennisverein in ganz Bayern. Von Innenminister Joachim Herrmann gab es deshalb eine besondere Auszeichnung

Große Ehre für den Tennis- und Turnierclub Bad Wörishofen: Der seit 1895 bestehende Verein wurde als einer von 27 bayerischen Sportvereinen mit der Sportplakette des Bundespräsidenten geehrt. Voraussetzung war eine Tradition von über 100 Jahren gelebtem Sport. Ausgehändigt wurde dem TTC Bad Wörishofen die Urkunde von Innenminister Joachim Herrmann in Starnberg.

Mit der Sportplakette des Bundespräsidenten zeichne man Turn- und Sportvereine aus, die sich in langjährigem Wirken besondere Verdienste um die Pflege und Entwicklung des Sports erworben haben, so Herrmann. „Sie sei ein Zeichen der Anerkennung und mache uns die Bedeutung und tiefe Verankerung des Sports in unserer Gesellschaft eindrucksvoll bewusst“, stellte der bayerische Innenminister fest.

Hermann händigte den Vertretern der 27 Sportvereine die Sportplakette mit Urkunde aus. Darunter waren auch der TTC-Vorsitzende Thomas Karl, dessen Sohn Moritz sowie die Ehrenmitglieder und Ehrenräte Heinrich Müller und Ludwig Schuster.

Eine präsidiale Plakette

Der Tennis- und Turnierclub Bad Wörishofen ist der zweitälteste Tennisclub in Bayern. Bereits im Jahre 1895, also noch zu Lebzeiten von Pfarrer Sebastian Kneipp, wurden zwei Rasenplätze am heutigen Kurhaus erstellt, um einer der fünf Säulen der Kneippschen Lebensphilosophie, die „Bewegung“, Rechnung zu tragen. Im Jahre 1897 wurde ein Zementbetonplatz im Kurpark erbaut und im Jahre 1901 entstanden am jetzigen Standort der Tennisanlage im Kurpark drei Sandplätze. Gleichzeitig wurde ein Clubhaus im Jugendstil mit Gesellschaftsräumen errichtet. Bereits im Jahre 1956 gelang dem Club der „ganz große Coup“ mit dem Aufstieg in die bayerische Oberliga, der man acht Jahre angehörte.

Als Turnierausrichter machte sich der TTC Bad Wörishofen schon früh einen Namen. Dabei wurden rund 70 Veranstaltungen auf einer der schönsten Tennisanlagen in Deutschland durchgeführt. Darunter Partien mit vielen Spielerinnen und Spielern der Extraklasse. Der Sieger von drei Grand-Slam-Turnieren, Jan Kodes, der frühere deutsche Davis-Cup-Kapitän und zweifache Wimbledon-Halbfinalist Wilhelm Bungert oder auch der Davis-Cup-Spieler Jürgen Faßbender spielten in Bad Wörishofen. Sehr beliebt waren auch die Gästeturniere, die ab 1962 bis 2011 in Zusammenarbeit mit der Kurverwaltung veranstaltet wurden.

Aktuell nehmen in der Saison 2016 für den TTC Bad Wörishofen 19 Mannschaften am Wettkampfbetrieb teil, darunter zehn Nachwuchsteams. Die erste Herrenmannschaft spielt in der Landesliga, ebenso die Seniorenmannschaften, die bereits höherklassig in den Regionalligen vertreten waren. Die Damenmannschaft hatte ihren Höhenflug in den Jahren 2001 bis 2006, als sie in der 2. Bundesliga spielte. Im Jugendbereich wurde in der Vergangenheit mehrfach schwäbische Meistertitel durch die TTC-Mannschaften geholt. Es sind durchgehend Teams in der höchsten schwäbischen Spielklasse vertreten. (er)

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