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Fußball

10.11.2017

Einen Punkt erlaufen

Großen läuferischen Einsatz zeigte der TSV Kammlach im Nachholspiel der Kreisliga beim TSV Mindelheim. In dieser Szene laufen Matthias Heinzelmann (links) und Fabian Reth (Mitte) dem Mindelheimer Jurij Martin (rechts) davon.
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Großen läuferischen Einsatz zeigte der TSV Kammlach im Nachholspiel der Kreisliga beim TSV Mindelheim. In dieser Szene laufen Matthias Heinzelmann (links) und Fabian Reth (Mitte) dem Mindelheimer Jurij Martin (rechts) davon.
Bild: Andreas Lenuweit

Auch im dritten Kreisliga-Vergleich holt der TSV Kammlach einen Punkt gegen den TSV Mindelheim. Am Ende war die Mannschaft von Trainer Manuel Neß sogar dem Sieg näher.

In der 75. Minute des Kreisliga-Derbys zwischen dem TSV Mindelheim und dem TSV Kammlach hatte sich Kammlachs Stürmer Reinhold Haar beim Schiedsrichter erkundigt, wie lange die Partie noch läuft: „Jungs, noch eine Viertelstunde! Jeder haut noch mal alles raus“, rief er seinen Mitspielern zu. Und die Zuschauer fragten sich: Haben sie das denn nicht schon die ganze Zeit getan, die Kammlacher?

Denn die Mannschaft von Trainer Manuel Neß hat dem Favoriten aus der Kreisstadt alles abverlangt – und war dem Sieg am Ende näher. Mindelheim ging zwar früh in Führung: Innenverteidiger Ferhan Yörür köpfte in der vierten Minute eine Freistoßflanke ins Kammlacher Tor. „Kopfbälle kann er nun Mal perfekt. Da haben wir nicht aufgepasst“, sagte Neß nach der Partie. Doch die frühe Führung warf die Kammlacher nicht aus der Bahn. Im Gegenteil: Nach und nach zogen sie den Mindelheimern mit der Mehrzahl an gewonnenen Zweikämpfen, ihrer großen Laufleistung und ihrem schnellen Spiel in die Spitze den Zahn. „Wir haben in der ersten Halbzeit ein überragendes Spiel gemacht“, attestierte Neß seiner Mannschaft. Und auch Mindelheims Trainer Marco Henneberg gab unumwunden zu: „Man muss fair anerkennen, dass Kammlach einen Tick besser war. Uns tut es offenbar nicht gut, wenn wir früh in Führung gehen.“

Dabei hätten die Mindelheimer in der 19. Minute bereits alles klar machen können: Jurij Martin fing einen Querpass der Kammlacher ab, marschierte Richtung Tor – und übersah dann den mitgelaufenen Gottfried-Hubert Wesseli. Statt des Querpasses versuchte es Martin selber und scheiterte an TSV-Keeper Max Rolf. So blieb es beim knappen 1:0, das dann nur zehn Minuten später auch nicht mehr Bestand hatte.

Erneut gewannen die Kammlacher einen Zweikampf im Mittelfeld und schickten ihren Torjäger Reinhold Haar mit einem Steilpass auf die Reise. Haar setzte sich dann auch noch im Laufduell gegen Ferhan Yörür durch und ließ Mindelheims Keeper Batuhan Tepe anschließend keine Chance. Das 1:1 war verdient. Und es schien die Kammlacher noch weiter anzutreiben. Kurz vor der Halbzeitpause hatten die Mindelheimer dann auch noch etwas Glück: Eine Flanke von Kammlachs Fabian Holzmann landete in der 43. Minute auf der Querlatte des Mindelheimer Tores.

„Ich bin schon stolz auf die Jungs. Wir haben früh ein blödes Gegentor gekriegt, doch dann sind wir marschiert und haben nie aufgegeben. In der zweiten Halbzeit wollten wir dann nicht mehr das ganz große Risiko eingehen“, sagte Neß. In der Tat ließen es die beiden Teams in der zweiten Spielhälfte etwas ruhiger angehen, Torchancen waren kaum mehr welche zu sehen. Dafür aber auch kaum Fouls oder Nicklichkeiten – das Derby verlief äußerst fair. „Der Schiedsrichter hat das Spiel aber auch gut geleitet und alles im Griff gehabt“, sagte Neß über den Unparteiischen Marco Häring. Der musste in den 90 Minuten nur drei Gelbe Karten zücken.

Die beiden besten Chancen hatte der TSV Kammlach: In der 69. Minute scheiterte Alexander Schlosser mit einem wuchtigen Freistoß aus rund 35 Metern an Mindelheims Torhüter Tepe. Und in der 90. Minute hätte Haar seine Leistung noch mit dem zweiten Tor krönen können. Doch seinen Kopfball nach einer Ecke entschärfte Tepe ebenfalls glänzend. „Wir müssen uns heute etwas bei unserem Torhüter bedanken“, sagte Marco Henneberg. Mindelheims Kapitän Tobias Baur sprach am Ende das aus, was sich wohl alle dachten: „Wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein. Jetzt haben wir noch ein Spiel in Ungerhausen – und dann ist endlich Winterpause.“

So haben sie gespielt:

TSV Mindelheim Tepe, Rogg, Yörür, Kunze, Vogler, Schuch, Martin, Wesseli (33. Salkut), Widmann (83. Fischer), Baur, Kugelmann

TSV Kammlach Rolf, Unglert, Diepolder (22. M. Heinzelmann), Schlosser, Holzmann (83. T. Heinzelmann), Freiberger, Haar, Wilhelm, Funk, Reth, Albenstetter

Tore 1:0 Ferhan Yörür (4.), 1:1 Reinhold Haar (29.) Zuschauer 250 Schiedsrichter Marco Häring

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