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Sportabzeichen

16.10.2017

Einsteiger und Wiederholungstäter

Eine sportliche Familie (von links): Annika, Johannes, Sebastian, Willi Baumer (Vater der Kinder), Willi Baumer (Opa der Kinder, 80) legten das Sportabzeichen ab.
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Eine sportliche Familie (von links): Annika, Johannes, Sebastian, Willi Baumer (Vater der Kinder), Willi Baumer (Opa der Kinder, 80) legten das Sportabzeichen ab.
Bild: Ulla Gutmann

Der TSV Mindelheim verleiht feierlich das Sportabzeichen. Unter den Sportlern sind alte Bekannte, neue Talente und sogar ganze Familien. In Zukunft entfällt eine Disziplin.

Sportbegeisterte Männer, Frauen und Kinder aller Altersstufen trafen sich im Silvestersaal in Mindelheim, wo sie für ihr Sportabzeichen 2017 eine Urkunde verliehen bekamen. Die Organisatoren Manfred und Hartmut Eichner begrüßten die Gäste auch mit den Worten „Wer Lust und Interesse hat als Prüfer mitzuarbeiten oder auch sonst sich in die Organisation einzubringen ist herzlich willkommen!“

Bürgermeister Stephan Winter witzelte, dass er immer zur Verleihung des Sportabzeichens kommen dürfte, obwohl er selbst noch nie eines abgelegt hat. Und ergänzte „Ich kenne Leute, die erst recht spät angefangen haben. So brauche ich noch nicht die Flinte ins Korn werfen!“ Der älteste Sportabzeichen-Empfänger war dann auch schon 80 Jahre alt, Willi Baumer, Landwirt aus Mindelheim. Er begann mit 17 Jahren Leichtathletik zu betreiben und bereits mit 18 Jahren machte er zum ersten Mal das Sportabzeichen. Über die Jahre als Vollerwerbslandwirt sagte er „Es war halt immer a Hetz im Sommer.“ Schwierig, da noch sportliche Trainingseinheiten zeitlich unterzubringen. Und trotz gesundheitlicher Probleme, die ihn später mehrfach zu Sportpausen gezwungen hatten, blieb er dabei und freute sich mit seinen 80 Jahren über den diesjährigen Erfolg.

Auch sein gleichnamiger Sohn ist sportlich. Er war schon einmal Fünfter bei der bayerischen Meisterschaft im Hammerwerfen, beim Speerwerfen stellte er den Mindel-heimer Vereinsrekord auf. Auch er hatte das Sportabzeichen 2017 gemacht. Und dann wäre noch Enkelsohn Johannes Baumer. Er war mit acht Jahren der jüngste Teilnehmer. Für ihn ist es bereits sein drittes Sportabzeichen. Mit fünf Jahren war er das erste Mal erfolgreich dabei und wie er sagt, betreibt er Sport seit er vier Jahre alt ist. Da begann er mit dem Fußballspielen. Heute spielt er mit ungebrochener Begeisterung in der F-Jugend und hat auch mit dem Handballspiel angefangen. Für das diesjährige Sportabzeichen ist er 30 Meter weit gelaufen, eine Disziplin war Schlagball werfen, dazu Weitsprung und fünf Kilometer Radfahren. Geprüft werden die Leistungen in den Kategorien Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination. Der Sportler kann sich dabei jeweils eine passende Sportart aussuchen. Baumers Bruder Sebastian und seine Schwester Annika waren beim Sportabzeichen 2017 ebenfalls erfolgreich dabei, insgesamt fünf Familienmitglieder aus drei Generationen Baumers.

Auch Mindelheims Altbürgermeister Erich Meier hatte wieder einmal sein Sportabzeichen abgelegt. Mit zehn Jahren begann er mit dem Turnen, machte Leichtathletik, spielte auch Tischtennis und Fußball, betrieb solange er noch in Schwabmünchen lebte, bevor er Bürgermeister wurde, immer viel und gerne Sport. „Davon konnte ich dann zehren. Denn als Bürgermeister hatte ich kaum noch Zeit für den Sport.“ Doch er fuhr, wann immer möglich, mit dem Fahrrad, kurze Strecken in der Stadt, zur Arbeit, um etwas zu erledigen, auch im Winter. Und zum Schwimmen ging er regelmäßig, ins Mindelheimer Freibad, denn da wohnt er in der Nähe. 1985 überredete ihn ein guter Freund erstmals beim Sportabzeichen mitzumachen und seitdem ist er immer wieder dabei. „Ein guter Anreiz ist es, dass man besser aussieht und sich auch besser fühlt, wenn man regelmäßig Sport treibt. Da bin ich schon ein bisschen stolz und insgesamt einfach zufriedener.“

2013 wurde das Deutsche Sportabzeichen 100 Jahre alt. Zu diesem Anlass wurde es in den vergangenen Jahren grundlegend reformiert, verjüngt und attraktiver gestaltet. Bezirkssportabzeichenreferent Rudi Broda führte in seiner Rede als Beispiel auf, dass in Zukunft der 30-Meter-Lauf entfällt. Diese und andere Neuerungen werden am 6. Dezember in München diskutiert und beschlossen.

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