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Dirlewang

26.10.2018

FSV Dirlewang trennt sich von seinem Trainer

Jürgen Huber (Mitte) muss den FSV Dirlewang nach nur vier Monaten wieder verlassen. Der Tabellenletzte der Kreisliga Mitte erhofft sich durch diese Entscheidung, dass ein Ruck durch die Mannschaft geht. „Die nächsten drei Spiele sind immens wichtig, um noch eine realistische Chance zu haben.“
Bild: Andreas Lenuweit

Der FSV Dirlewang trennt sich nach nur vier Monaten wieder von Trainer Jürgen Huber. Der zeigt sich überrascht, während der FSV-Vorsitzende die Entscheidung erklärt.

Nicht einmal ein halbes Jahr hielt die Liaison zwischen dem Fußball-Kreisligisten FSV Dirlewang und Trainer Jürgen Huber. Denn am Dienstag wurde dem Trainer mitgeteilt, dass sich der Verein von ihm trennt.

„Ich habe nicht damit gerechnet und war schon überrascht“, sagt Huber gegenüber der Mindelheimer Zeitung. „Aber mehr will ich darüber jetzt auch nicht sagen.“ Huber hatte im Sommer die Nachfolge des äußerst erfolgreichen Trainers Werner Habigt angetreten. Habigt war von 2013 bis 2018 Trainer des FSV Dirlewang und stieg in dieser Zeit mit der ersten Mannschaft von der A-Klasse bis in die Kreisliga auf, wo er in der vergangenen Saison auch noch den Klassenerhalt schaffte. Die Fußstapfen waren entsprechend groß, als Habigt frühzeitig seinen Abschied nach fünf Jahren FSV bekannt gegeben hatte.

Schlusslicht in der Tabelle

Anschließend hatten sich die Vereinsführung und die Fußballabteilung für Jürgen Huber entschieden. Der Auerbacher hatte zuvor mehrere Jahre den SV Frechenrieden (A-Klasse Allgäu 1) trainiert und in der vergangenen Saison die B-Junioren des TSV Ottobeuren in der Bezirksoberliga gecoacht. Nun, nach 14 Spieltagen und der mageren Ausbeute von sechs Punkten und Tabellenplatz 14, reagierte der Verein und trennte sich von Huber.

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„Wir sind zum Entschluss gekommen, dass wir alles probieren müssen, um da unten rauszukommen“, sagt FSV-Vorsitzender Bernd Perzewski zur Mindelheimer Zeitung. Er will die sportliche Misere jedoch nicht Jürgen Huber anlasten. Vielmehr habe schon die Vorbereitung gezeigt, dass das zweite Kreisliga-Jahr schwer werden würde. Viele Spieler hatten studienbedingt oder aus beruflichen Gründen gefehlt. „In den ersten Saisonspielen hatten wir im Prinzip keine schlagkräftige Mannschaft beisammen. Es fehlten zu viele gestandene Spieler“, sagt Perzewski. Die schlechten Ergebnisse zu Saisonbeginn hätten dann einen Abwärtstrend in Gang gesetzt, der sich im Lauf der Saison dann in den Köpfen festgesetzt habe. Anders sei es nicht zu erklären, dass in den vergangenen Spielen zahlreiche hundertprozentige Chancen auch vergeben wurden. „Da kann kein Trainer der Welt etwas dagegen machen“, so Perzewski.

Noch drei richtungsweisende Spiele vor der Winterpause

Er habe vor der Entscheidung auch mit erfahrenen Spielern aus der Mannschaft gesprochen. „Es war nicht so, dass sich die Mannschaft gegen den Trainer ausgesprochen hätte oder sie nicht mit ihm kann. Aber es stellte sich die Frage, ob es so weitergehen kann, oder ob es doch besser wäre, wenn ein Ruck durch das Team geht“, so Perzewski. Er wird nun – zumindest bis zur Winterpause – die Mannschaft trainieren und hofft durch den Trainerwechsel auf einen neuen Impuls. „Die nächsten drei Spiele sind immens wichtig, um noch eine realistische Chance auf den Klassenerhalt zu haben“, sagt Perzewski. In den kommenden drei Wochen bis zur Winterpause hat der FSV Dirlewang zwei Heimspiele gegen den SVO Germaringen (28. Oktober) und den ASV Fellheim (4. November) sowie die Partie in Ottobeuren (11. November). „Wir hoffen, dass wir die Gegner etwas überraschen können“, sagt Perzewski. Denn: „Mir macht Mut, dass die Kameradschaft in der Mannschaft stimmt. Die Spieler sind zwar Woche für Woche niedergeschlagen, wenn sie verlieren. Aber es gibt keine bösen Worte und keinen Streit. Ich sehe die Mannschaft nicht so schlecht, wie sie im Moment steht.“

Für eine erfolgreiche Aufholjagd will Perzewski nun den Grundstein legen. Für die Rückrunde soll dann ein neuer Trainer verpflichtet werden. „Wir suchen und haben den einen oder anderen Kontakt“, sagt der FSV-Vorsitzende. Konkret sei jedoch noch nichts.

In der Kreisliga Mitte ist es der „zweieinhalbste“ Trainerwechsel in dieser Saison. Vor Huber hatte bereits Marco Henneberg beim TSV Mindelheim kurz nach dem Saisonstart seinen Dienst quittiert. Seinen Platz hat Ex-Spieler Benedikt Deigendesch eingenommen eingenommen. Vor Kurzem trennte sich zudem der FC Buchloe von seinem Co-Trainer Ali Ünal.

Vorschau auf den 15. Spieltag

Ein schnelles Wiedersehen mit dem SVO Germaringen gibt es für den FSV Dirlewang. Vor rund zehn Tagen standen sich die beiden Teams im Nachholspiel gegenüber. Damals trafen Andreas Mayr und Peter Wahmhoff zum 2:0-Sieg für den SVO Germaringen, der sich zwischenzeitlich auf den fünften Platz vorgearbeitet hat. Fehlen wird den Dirlewangern der rot-gesperrte Lukas Müllner.

Der TSV Mindelheim empfängt am Samstag den TSV Legau und ist nach dem moralischen Sieg beim 3:3 bei der DJK Ost-Memmingen durchaus selbstbewusst. Gegen den Tabellennachbarn Legau (10.) will der TSV Mindelheim mit einem Heimsieg den Anschluss an die Mittelfeldplätze halten.

Zum Spitzenspiel kommt es in Kammlach, wo der Tabellenzweite den Dritten, die DJK Ost-Memmingen, empfängt. Vorige Woche ging die Erfolgsserie des TSV Kammlach nach sieben Siegen in Folge beim 0:1 in Woringen zu Ende. Die Mannen von Trainer Manuel Neß wollen also etwas wiedergutmachen. Nach zwei bitteren 0:1-Niederlagen zuletzt will die SG Amberg/Wiedergeltingen (8.) wieder jubeln. Allerdings ist man beim TSV Lautrach-Illerbeuren zu Gast – dem Tabellenfünften.

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