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Fußball

13.01.2021

Fußballkreis Allgäu startet den Ligapokal neu

Der Fußballkreis Allgäu hat den Modus für den Ligapokal überarbeitet und den Spielplan gestrafft. Nun müssen nur noch die Corona-Beschränkungen rechtzeitig aufgehoben werden, dann kann der Ball wieder rollen.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Dass der Ligapokal trotz drohender Terminnot ausgespielt werden soll, war klar. Nun stellt der Kreis Allgäu die Modalitäten vor.

Die Weichen sind gestellt: Der Fußballkreis Allgäu hat den Modus für den Ligapokal abgeändert und an die Corona-Lage angepasst. Sollte im März wieder Fußball gespielt werden dürfen, wird der Ligapokal fortgesetzt – allerdings in einem anderen Spielmodus. Grund dafür sind die absehbaren Terminprobleme.

Zum Hintergrund: Der Ligapokal wurde vom Bayerischen Fußballverband (BFV) im vergangenen Jahr eingeführt, um Vereinen nach der coronabedingten Saisonverlängerung mehr Spiele zu ermöglichen. Dabei gingen die Funktionäre davon aus, dass nach dem ersten Lockdown ab August wieder gespielt werden könne. Los ging es dann erst wieder Mitte September.

Gerade einmal zwei Spieltage wurden absolviert

Und im November war schon wieder Schluss, als der zweite Lockdown den Freizeitsport untersagte. Gespielt waren im Ligapokal gerade einmal zwei Spieltage. Und ein Ende der Beschränkungen ist noch nicht abzusehen. Sollte der Ball im Frühjahr nicht rollen, käme man in den einzelnen Ligen gar wieder in Terminnot. Die Krux ist jedoch: Der Ligapokal wurde den Vereinen mit einem zusätzlichen Aufstiegsrecht schmackhaft gemacht. Das kann der Verband nun so ohne Weiteres nicht mehr zurücknehmen. Sprich: Der Ligapokal muss ausgespielt werden.

September: Lange wurde er verschoben, dann endlich erlaubt die Politik den Restart im Fußball-Amateurbereich.
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Das etwas andere Sportjahr 2020 im Unterallgäu
Bild: Andreas Lenuweit, Axel Schmidt,

Der Kreisspielausschuss Allgäu hat sich nun auf einen neuen Ligapokal-Modus geeinigt. Zuvor wurden alle Vereine befragt, ob der Ligapokal fortgesetzt werden solle und ob sie weiter daran teilnehmen möchten. Die Mehrheit war für eine Fortsetzung (MZ berichtete), einen Beschluss stellte diese Befragung jedoch nicht dar. Insgesamt werden 229 Mannschaften im Allgäu im Ligapokal spielen – 22 Teams haben also ihre Teilnahme zurückgezogen.

229 Mannschaften nehmen im Allgäu teil

Diese 229 Mannschaften wurden von den Funktionären des Fußballkreises Allgäu nun in Dreier- und Vierergruppen neu eingeteilt. Der Wettbewerb wurde quasi auf Anfang gesetzt, die bis bis zur Saisonunterbrechung im November erzielten Ergebnisse zählen nicht. „Der Ligapokal wird neu gestartet“, heißt es in einer E-Mail der Kreisspielleitung an die Vereine. Der Rahmenterminplan sieht folgende Spieltage vor: 21.3., 28.3., 1.4. (Gruppenspiele), 5.4. (Viertelfinale), 16.4. (Halbfinale), 23.4. Finale. Vor allem die K.o.-Spiele werden dann in lange Wochenenden münden. So fällt das Viertelfinale auf Ostermontag, Halbfinale und Finale sind an Freitagen angesetzt – am Sonntag folgt ein Ligaspiel.

Ein strenges Programm, gerade am Saisonende. „Ich weiß nicht, ob man den Ligapokal auf Teufel komm raus ausspielen muss“, sagt Manuel Neß, Trainer des TSV Kammlach. „Grundsätzlich finde ich den Ligapokal gut. Aber keiner weiß, ob es im März wirklich wieder losgeht.“ Wenn es losgeht, dann misst sich seine Mannschaft in der neuen Kreisliga-Gruppe 5 mit dem TSV Mindelheim, dem SV Oberegg und dem FSV Lamerdingen – allesamt Ligarivalen.

Über den Ligapokal könnte man schnell aufsteigen

In der Kreisliga Mitte belegen die Kammlacher aktuell den dritten Platz. Die Aussicht auf einen Aufstiegs- oder Relegationsplatz ist zwar gegeben, ein Erfolg im Ligapokal aber würde die Sache deutlich abkürzen. „Leichter kannst du nicht aufsteigen“, sagt Neß. Gerade einmal sechs Spiele wären zum Aufstieg nötig. Als Gruppensieger käme man ins Viertelfinale, dann ist man nur noch drei Siege von der Bezirksliga entfernt (Lesen Sie hierzu den Kommentar zum Ligapokal: Fußball-Ligapokal: Lückenfüller mit schnellster Aufstiegschance).

Zum Vergleich: In der Saison 2018/19 belegte der TSV Kammlach am Saisonende den zweiten Platz und musste ebenfalls drei Relegationsspiele absolvieren. „Es wäre schon eine Überlegung wert, sich im Frühjahr nur auf den Ligapokal zu konzentrieren“, sagt Neß. „Allerdings werden auch die Mannschaften, die in der Liga hinten drin stehen, ihre Chance wittern. Mit dem Sieg im Ligapokal wäre der Klassenerhalt sicher.“

Je später der Ball rollen kann, desto enger wird der Zeitplan. Neß befürchtet dann viele englische Wochen und eine kurze Sommerpause. Was das bedeutet, hat seine Mannschaft 2018 selbst erlebt, als Kammlach als Vizemeister in die Relegation durfte. „Danach waren wir erst einmal platt“, erinnert er sich.

Mehr zum Fußball in der Region lesen Sie hier:

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