Fußball

26.02.2011

„Ich freu’ mich drauf“

Der Blick geht nach vorn: Marco Chessa übernimmt im Sommer den Trainerjob bei der TSG Thannhausen.
Bild: Foto: bwz

Marco Chessa übernimmt im Sommer die TSG Thannhausen

Thannhausen Marco Chessa wird im Sommer Trainer beim Fußball-Landesligisten TSG Thannhausen. Der 44-Jährige wird zum 1. Juli Nachfolger von Jochen Frankl, der die TSG bekanntlich Richtung TSV Schwaben Augsburg verlässt. Sein neues Engagement begeistert den in Großkötz lebenden Fußball-Lehrer bereits Monate im Voraus. „Ich freu’ mich drauf“, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung.

Chessa war im November vergangenen Jahres beim Kreisligisten TSV Ziemetshausen entlassen worden. Seitdem hat er keine Mannschaft mehr betreut. Ehe er im Sommer 2010 beim Kreisligisten anheuerte, hatte er die B-Junioren der TSG Thannhausen gecoacht; sein künftiges Umfeld kennt er also bereits aus eigener Erfahrung. Davor war Chessa neun Jahre beim SSV Ulm 1846 tätig, vor allem in der Jugendarbeit.

Diese langjährige Erfahrung mit jungen Fußballern war es vermutlich, die Armin Berchtold und Eduard Knöpfle (sie bilden als Team die sportliche Leitung bei der TSG) auf Chessa aufmerksam machten. Immerhin soll – aus finanziellen Gründen muss – in Thannhausen ein Konzept aufgebaut werden, das größtenteils auf der seit Jahren so erfolgreichen Jugendarbeit basiert. Kurz gesagt: Der Verein muss aus der Not eine Jugend machen.

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Chessa unterstützt das mit ganzem Herzen. Zum einen, weil er grundsätzlich gerne mit jungen Spielern arbeitet. Und zum anderen, weil seines Erachtens nur mit dieser Philosophie gehobener Amateurfußball überhaupt möglich ist. Wer auf Biegen und Brechen nach oben will und auf diesem Weg horrende Gehälter bezahlt, tanzt auf der Rasierklinge, sagt der 44-Jährige sinngemäß und muss bei seinen Ausführungen nicht erst auf die jüngere Geschichte der TSG verweisen.

Die jetzigen Verantwortlichen im Verein tun jedenfalls alles dafür, die Fehler der Vergangenheit zu vermeiden. Keiner im Team um Abteilungsleiter Klaus Richter will sich auf finanzielle Experimente einlassen. Deshalb hat sich auch Chessa die Vorgabe der Verantwortlichen zu eigen gemacht: „Wir wollen die Spieler nicht von ewig weit her holen, sondern langsam und mit Ruhe eigene Leute aufbauen. Das geht nicht von heute auf morgen. Das ist mir bewusst und das macht mir Spaß.“ Im Zweifelsfall, so sieht es der künftige TSG-Coach, müsse man eben mal einen Schritt rückwärts machen, statt auf Teufelkommraus zwei Stufen auf einmal nach oben zu nehmen.

Chessa macht sein Engagement übrigens nicht davon abhängig, ob die TSG heuer in der Landesliga bleibt. „Die Jugendarbeit und das Konzept werden nicht schlechter, wenn die Erste in der Bezirksoberliga spielen sollte.“ Nicht allein aufgrund der anstehenden Neuordnung der bayerischen Fußball-Ligen wäre es laut Chessa allerdings „das Beste, wenn Jochen Frankl die Klasse hält – für den Verein, für die Jungs und auch für mich“.

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