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Futsal

11.12.2018

In Pfaffenhausen gehen die Lichter aus

Schon im ersten Spiel des Turniers zeigten die A-Junioren des TSV Mindelheim (gelb-schwarze Trikots), dass sie um den Sieg mitspielen werden: Der FSV Dirlewang wurde mit 5:0 klar besiegt.
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Schon im ersten Spiel des Turniers zeigten die A-Junioren des TSV Mindelheim (gelb-schwarze Trikots), dass sie um den Sieg mitspielen werden: Der FSV Dirlewang wurde mit 5:0 klar besiegt.
Bild: Ulla Gutmann

Das erste Vorrundenturnier der A-Junioren endet kurios, denn das Finale zwischen dem TSV Ottobeuren und der JFG Wertachtal wird abgebrochen. Wer darf nun zur Allgäuer Endrunde fahren?

Die Hallenfußballsaison im Unterallgäu startete mit einem Kuriosum: Denn im ersten Vorrundenturnier der A-Junioren musste das Finale zwischen dem TSV Ottobeuren und der JFG Wertachtal beim Stand von 0:1 für Wertachtal abgebrochen werden. Was war passiert?

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Es standen noch 3:40 Minuten auf der Uhr, als plötzlich die Lichter ausgingen. Karl Beck vom ausrichtenden SC Unterrieden erklärt das Problem folgendermaßen: „Die Halle in Pfaffenhausen hat eine Automatik, die die Lichter nach einer bestimmten Zeit ausschaltet, um Strom zu sparen. Eigentlich sollte diese Automatik aber für unser Abendturnier ausgeschaltet gewesen sein.“ Das war sie offenbar nicht – und da der Technikraum auch abgesperrt und der Hausmeister nicht zu erreichen war, hieß es nach einer Viertelstunde im Dunkeln, dass man das Finale eben abbrechen muss. „Dann waren die Spielgruppenleiter gefordert“, sagt Karl Beck. Schließlich ging es im Endspiel um eine Fahrkarte zur Allgäuer Meisterschaft. Und auf die wollte weder der TSV Ottobeuren noch die JFG Wertachtal so leicht verzichten. Im Raum standen mehrere Möglichkeiten: die Partie mit der 1:0-Führung als Sieg für die JFG Wertachtal zu werten, ein Wiederholungsspiel oder das Teilnehmerfeld der Allgäuer Endrunde um einen Platz aufzustocken und so beide Mannschaften weiterkommen zu lassen.

Das Spiel könnte in Mindelheim wiederholt werden

Letzteres ist laut Spielgruppenleiter Horst Gerstenbrand aber keine Option: „Damit würden wir den Vereinen aus dem Ober- und Ostallgäu vor den Kopf stoßen.“ Stattdessen soll es nun eine Neuauflage des Endspiels am kommenden Sonntag im Rahmen der Qualifikationsturniere in Mindelheim geben. „Den Regeln nach muss das Spiel wiederholt werden. Es war ein Spielausfall wegen höherer Gewalt“, erklärt Gerstenbrand.

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Ohne Probleme fand am Sonntag dann das zweite Vorrundenturnier der A-Junioren an gleicher Stelle statt. Die Technik spielte mit – auf dem Parkett und in der Halle. Deutlich und verdient entschieden die A-Junioren des TSV Mindelheim das Finale mit 4:0 für sich. Schon im ersten Spiel des Turniers ließ der Kreisligist seine Klasse aufblitzen und schlug den FSV Dirlewang klar mit 5:0. Dieser hohe Sieg war der Grundstein für das Erreichen des Halbfinales. Dort trafen die Mindelheimer auf den SSV Markt Rettenbach. Bereits nach zehn Sekunden klingelte es im Kasten des Halbfinalgegners Markt Rettenbach. In den folgenden gut elfeinhalb Minuten erhöhten die Mindelheimer auf 4:0 und zogen ins Finale ein. Das zweite Halbfinale zwischen Bad Grönenbach und Lachen war ungleich spannender und entschied sich in einer Szene. Einen Lachener Angriff wehrte Bad Grönenbachs Keeper Jonathan Haug reflexartig ab. Die Bad Grönenbacher fuhren dann einen schnellen Gegenangriff, den sie mit dem entscheidenden 1:0 abschlossen.

Der TSV Mindelheim gewinnt das zweite Vorrundenturnier

So kam es im Endspiel zum Wiedersehen zwischen dem TSV Mindelheim und der SG Bad Grönenbach. Im Gruppenspiel hatte man sich noch 0:0 getrennt. Das Finale aber sollte klar und deutlich enden. Wieder dauerte es nur Sekunden und die Mindelheimer Stürmer schlugen zu. Ein Doppelpass mit scharfem Abschluss brachte das 1:0. Ebenso schön herausgespielt war dann das 2:0 für die Kreisstädter. Dem lauffreudigen und kombinationsstarken Spiel der Mindelheimer konnten die Bad Grönenbacher nun nicht mehr Paroli bieten. So endete die Partie nach zwei weiteren Toren mit einem verdienten 4:0-Sieg des TSV Mindelheim, der sich damit für das Finalturnier um die Allgäuer Meisterschaft am 22. Dezember in Marktoberdorf qualifizierte.

Lob von allen Seiten gab es für den SC Unterrieden, der das Turnier mit vielen Helfern organisierte. Hier reihte sich auch Spielgruppenleiter Horst Gerstenbrand ein. „Wir können uns nur beim SC Unterrieden für das Engagement bedanken. Sie haben es wieder toll gemacht und vor allem weiß ich, auf die Unterriedener kann ich mich absolut verlassen“, zollte er Respekt. Tobias Zuchtriegel, der Jungendleiter des SC Unterrieden freute sich natürlich über das Lob: „Wir sind ja, was so eine Organisation betrifft, schon alte Hasen. Für uns ist das einfach praktizierte, aktive Jugendarbeit.“

E-Junioren

Auch hier lief nicht alles nach Plan: Die SG Kammlach sagte die Teilnahme am E-Jugendturnier im Vorfeld ab. Der TSV Ettringen sollte dafür an dem Turnier teilnehmen. Offenbar aber erreichte diese Information die Trainer der Mannschaft nicht, sodass dieses Turnier mit einer Mannschaft weniger gespielt werden musste. Gastgeber SG Unterrieden schaffte das Kunststück, in vier Spiele viermal Unentschieden zu spielen. Sieger wurde der TSV Pfaffenhausen vor dem TSV Markt Wald. Der TSV Pfaffenhausen fährt damit zum Unterallgäuer Finale.

C-Junioren

Ein etwas überraschendes Endergebnis gab es bei den C-Junioren. Nicht die hoch gehandelten Favoriten vom TSV Babenhausen oder der JFG Wertachtal standen am Ende auf den ersten zwei Plätzen, sondern die SG Oberrieden/Unterrieden/Kammlach und der SV Tussenhausen. Sie haben sich nun für die Unterallgäuer Endrunde qualifiziert. (axe, pres)

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