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Fußball

20.09.2019

Kann Mindelheim den Kammlach-Fluch besiegen?

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In der vergangenen Saison holte der TSV Kammlach vier Punkte gegen den TSV Mindelheim.
Bild: Andreas Lenuweit

Plus In der Kreisliga war der kleine Nachbar für den TSV Mindelheim sportlich bislang eine Nummer zu groß. Am Samstag kommt es zum ersten Derby in dieser Saison.

Derby-Wochenende in den Unterallgäuer Ligen: Während in der Kreisliga Mitte der TSV Mindelheim zum Nachbarn nach Kammlach reist, gibt es auch in den unteren Ligen interessante Nachbarschaftsduelle. Außerdem kommt es in der A-Klasse Allgäu 2 zum Spitzenspiel zwischen Tabellenführer SV Oberrieden und Verfolger FC 98 Auerbach/Stetten.

Kreisliga Mitte

Es gibt angenehmere Gegner für den TSV Mindelheim in der Kreisliga. Seitdem der TSV Mindelheim und der TSV Kammlach in der Kreisliga gemeinsam um Punkte spielen, konnten die Mindelheimer noch kein Spiel gewinnen. Vier Unentschieden und zwei Niederlagen lautet die Bilanz der letzten drei Jahre. Am Samstag (15.30 Uhr) geht das Derby in Kammlach in die nächste Runde. „Angstgegner würde ich Kammlach jetzt nicht nennen, aber es stimmt: Seit wir in einer Liga spielen, haben wir noch nie gewonnen“, sagt Mindelheims Trainer Benedikt Deigendesch. Er hofft natürlich auf die Wende am Samstag.

Der Haken an der Sache: Das Spiel findet auswärts statt. Und auf fremdem Platz haben die Mindelheimer zuletzt drei Niederlagen einstecken müssen. „Ich würde es gar nicht mal daran festmachen“, sagt Deigendesch. Vielmehr sei es ein Auf und Ab seiner Mannschaft. „Mal spielen wir überragend, dann lassen wir im nächsten Spiel nach. Zurzeit trifft das eben auf Heim- und Auswärtsspiele zu“, so Deigendesch.

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Für die Kammlacher ist die Partie gegen Mindelheim das erste Heimspiel nach vier Auswärtsauftritten am Stück. „Bis jetzt war Mindelheim ja immer ein zuverlässiger Punktelieferant“, lacht Trainer Manuel Neß, der seine Mannschaft trotz Rang zwei und der guten Bilanz gegen den Nachbarn nicht zwingend in der Rolle des Favoriten sieht. „Wir sind personell ganz schön angeschlagen. Wir bezahlen im Moment die Zeche für die lange Relegation“, sagt Neß. Zudem habe Mindelheim mit Patrick Eckers, Sebastian Schwegle und Rick Rogg deutlich an Erfahrung gewonnen. „Die sind alle im besten Fußballeralter und wollen es jetzt wissen. Es wird schwer für uns“, sagt Neß. Gleichwohl hätte er nichts dagegen, wenn die Serie gegen Mindelheim hält.

Kreisklasse Allgäu 1

Sie hatten sich den Saisonstart anders vorgestellt, nun geht es im direkten Duell um immens wichtige Punkte, um aus dem Tabellenkeller herauszukommen. Wenn Dirlewang am Sonntag den SV Bedernau empfängt, dann trifft der Tabellenelfte auf den Letzten. Den Bedernauern dürfte die Niederlage der Vorwoche gegen die bis dato sieglose zweite Mannschaft des TSV Ottobeuren noch etwas nachhängen. Der FSV Dirlewang feierte stattdessen seinen ersten Saisonsieg: In Schöneberg reichte das Tor von Thomas Aufmuth zum 1:0-Erfolg.

Für Schöneberg (9.) war dies eine unnötige Niederlage, nun geht es am Samstag zum Tabellennachbarn TV Sontheim (8.). Die Sontheimer sind zwar seit vier Spielen sieglos, waren aber zuletzt gegen die beiden Topteams SV Steinheim (3:4) und SV Memmingerberg (1:1) keineswegs chancenlos.

Kreisklasse Allgäu 2

Kann der SC Eppishausen den Schwung aus dem 6:1-Heimsieg gegen den TSV Zaisertshofen mitnehmen? Wenn ja, dann dürfte sich am Sonntag auch der Tabellenzweite, die SpVgg Baisweil-Lauchdorf, warm anziehen. Vor allem der dreifache Torschütze Lukas Wiblishauser könnte den Ostallgäuern Probleme bereiten. In Bad Wörishofen ist der Nachbar und aktuelle Tabellendritte, der SVS Türkheim, am Sonntag zu Gast. Wieder ein Derby für den FCW, der vergangene Woche in Amberg eine 0:2-Niederlage einstecken musste. Damit sind die vorderen Plätze erst einmal etwas aus dem Blickfeld für die Wörishofer. Umso wichtiger ist es für die Mannschaft von Trainer Jürgen Weise, gegen Türkheim zu punkten, am besten dreifach.

A-Klasse Allgäu 2

In der VG Pfaffenhausen gibt es am Wochenende gleich zwei Derbys: Am Samstag empfängt der SV Breitenbrunn (6.) den SC Unterrieden (4.), am Sonntag ist der TSV Pfaffenhausen (9.) beim SV Salgen-Bronnen (12.) zu Gast.

Das Topspiel wird in Oberrieden angepfiffen. Der heimische SVO hat noch keinen Zähler abgegeben und steht seit dem zweiten Spieltag an der Tabellenspitze. Nun kommt der direkte Verfolger FC 98 Auerbach/Stetten. Und zwar mit einer ebenso beeindruckenden Bilanz im Gepäck: Nach dem 1:1-Unentschieden zum Saisonstart gegen den TSV Markt Wald hat der FC 98 alle weiteren Spiele gewonnen. Und das ohne seinen Spielertrainer Hermann Herz, der wegen eines Kreuzbandrisses noch lange ausfällt. „Das wird heuer auch nichts mehr“, sagt Herz.

Er hofft vor dem Topspiel jedoch darauf, dass ein lange verletzter Spieler zurückkehrt: Christian Schmid, der in der vergangenen Spielzeit 25 Tore für den FC 98 erzielt hatte, hat wieder mit der Mannschaft trainiert. „Vielleicht klappt es am Sonntag mit einem Einsatz. Das wäre auf jeden Fall ein Lichtblick“, so Herz. Ansonsten sei der SV Oberrieden der klare Favorit – in diesem Spiel und in der Meisterschaft.

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