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Schießen

03.05.2018

Krönender Abschluss in Dirlewang

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5 Bilder
Viele Zuschauer ließen sich das Finalschießen anlässlich zum 58. Gauschießen des Sportschützengaues Mindelheim in Dirlewang nicht entgehen und fieberten mit den Wettkampfteilnehmern regelrecht mit.
Bild: Sabine Adelwarth

Das 58. Gauschießen in Dirlewang endet mit einem spannenden Finalschießen im Festzelt. Dabei siegen zwei Schützinnen aus Mindelau und ein Altmeister aus Stetten.

Als die acht bestplatzierten Jugend-, Luftpistolen- und Luftgewehrschützen beim Finalschießen an den Schießstand traten, war die Spannung im Festzelt groß. Alle blickten gebannt auf die große Leinwand, wo die einzelnen Ergebnisse abzulesen waren und bei allen Schützen gingen bei guten Schüssen Jubelschreie durch das Publikum.

Dass die königlich privilegierte Schützengesellschaft Dirlewang mit voller Zufriedenheit auf die Schießabende beim 58. Gauschießen blicken kann, brachte erster Schützenmeister und Moderator Wolfgang Krumm auf den Punkt: „Wir hatten 1103 Teilnehmer und davon allein 270 Dirlewanger. Das ist ein super Ergebnis und macht uns schon ein wenig stolz.“ Das spannungsgeladene Finalschießen ist nun der Lohn für die vielen Mühen der Dirlewanger Schützen. Immerhin haben sie einen wahren Kraftakt hinter sich und nur innerhalb eines Tages das komplette Zelt für das Finalschießen umgebaut. Sie hatten nämlich zuvor viel Trubel im Zelt, als zahlreiche Eicherfreunde aus der Umgebung in Dirlewang eintrafen und bei Blasmusik und kulinarischen Schmankerln den Feiertag genossen.

Die besten acht Schützen treten gegeneinander an

Dass es sich beim Finalschießen um eine besondere Wettkampfart handelt, machte Wolfgang Krumm deutlich. Hier treten die jeweils acht besten Mannschaftsschützen gegeneinander an und nach einer kurzen Vorbereitungszeit geben sie innerhalb eines Zeitlimits von 75 Sekunden gleichzeitig insgesamt zehn Schüsse auf die Scheiben in zehn Metern Entfernung ab. Nach jedem Schuss werden die elektronisch ermittelten Ergebnisse addiert und auf der Leinwand für alle Wettkampfteilnehmer angezeigt. Das erhöht die Spannung und den Reiz, auch für die Zuschauer und Fans. Auf die Kommastelle genau spuckt der Computer die Resultate aus, die rasch verdeutlichen, dass hier wirklich die treffsichersten Luftgewehr- und Pistolenschützen aus dem Gau Mindelheim zu Gange sind.

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Schon bei den acht jungen Finalteilnehmern war der Druck groß, was ihnen im Gesicht abzulesen war. Mit großer Konzentration erzielten sie gute Ergebnisse und Jonas Boos von Hubertus Oberrieden schoss beim vierten Finalschuss das erste Blattl des Abends und erntete die ersten Jubelrufe. Ramona Klaus von Frohsinn Mindelau beherrschte souverän die Situation und als sie einmal schon nach 35 Sekunden den Luftgewehrschuss abgab, sagte ihr Trainer, Onkel und Schützenmeister Manfred Klaus noch einmal, dass sie sich ruhig mehr Zeit lassen kann. Diesen Vorschlag nahm sie sich anscheinend zu Herzen und am Ende gewann sie den Wettkampf mit 97,7 Ringen.

Ein Schuss löst sich versehentlich

Für Tobias Thiel vom SV Pfaffenhausen war der letzte Finalschuss besonders ärgerlich, denn der Schuss löste sich versehentlich und somit gab es null Ringe. Zweitplatzierter Moritz Neff hatte einen knappen Vorsprung von 0,1 Ringen zu seinem Konkurrenten Robin Mattis, der als Dritter mit 95,6 Ringen vom Schießstand trat.

Nicht weniger spannend lieferten die Luftpistolenschützen ihre Treffer ab und demonstrierten das hohe Niveau dieser Sportart. Am Ende ging Michael Dreher von Diana Stetten mit 95,8 Ringen vom Platz und erntete tosenden Beifall. Sein Vereinskollege Kajetan Prinz folgte ihm mit 92 Ringen und Drittplatzierter war Dietmar Kunkel vom SV Bedernau mit 91,1 Ringen.

Der erste Schuss ist der Grundstein zum Sieg

Als Höhepunkt des Abends wurden die acht Finalteilnehmer des Luftgewehrs erwartet. Dabei schoss keiner bei den Einzelschüssen unter acht Ringen. Schon beim ersten Finalschuss gab es ein Blattl durch Verena Stich von Frohsinn Mindelau zu sehen. Dass dieser Schuss am Ende der Grundstein für den Sieg war, ahnte in diesem Moment noch niemand. Der Computer ermittelte am Ende des Finalschießens die genaue Treffsicherheit mit einem 5,0-Teiler. „Damit wäre sie auf der Festscheibe weit vorne“, sagte Wolfgang Krumm. Aber auch Nina Beggel von den Adlerschützen Breitenbrunn erzielte ein Blattl, doch es reichte am Ende nicht für die Bestplatzierung und ihr blieb nur der vierte Platz.

Verena Stich ging als Siegerin mit 102,1 Ringen hervor, dicht gefolgt von Florian Krumm der Kgl. priv. Schützengesellschaft Dirlewang mit 100,4 Ringen. Teresa Wengler brachte sich mit 99,7 Ringen auf den dritten Platz.

Nach dem Wettkampf kamen die fußballbegeisterten Schützen noch voll auf ihre Kosten, als das Bayernspiel gegen Real Madrid live auf der Leinwand übertragen wurde.

Am Wochenende wird gefeiert

Nach diesen anstrengenden Schießtagen begeht die Schützengesellschaft Dirlewang nun ihr 150-jähriges Jubiläum mit einem großen Festprogramm am Wochenende vom 4. bis 6. Mai. Am Freitag ist ab 20 Uhr Faschingsparty mit der Narrwangia-Hausband angesagt. Weiter geht es am Samstag ab 20 Uhr mit der Radler Band und am Sonntag endet das Jubiläumsfest mit einem Kirchenzug vom Marktplatz zum Festzelt ab 9.30 Uhr und anschließendem Festgottesdienst, der vom Männerchor Dirlewang umrahmt wird. Anschließend unterhält der Musikverein Concordia Steinfeld und ab 13 Uhr ist die Preisverteilung des 58. Gauschießens. Um 18 Uhr klingt das Fest mit der Dirlewanger Bloasband aus.

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