Eishockey

23.02.2018

Lernen vom Ex-Spieler

Satte 27 Gegentore musste der EV Bad Wörishofen in den drei bisherigen Spielen gegen den EHC Klostersee hinnehmen.
Bild: Andreas Lenuweit

Für die Wörishofer Wölfe geht es am Wochenende gegen Klostersee und Pegnitz um Schadensbegrenzung. Motivieren soll das historische Tor eines ehemaligen Nachwuchsspielers.

„Wahnsinn, was die Jungs da fabriziert haben“, sagt Andreas Schweinberger zum Sieg der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft gegen Weltmeister Schweden im olympischen Viertelfinale. Dank des entscheidenden Tores von Patrick Reimer. Der gebürtige Mindelheimer machte beim EV Bad Wörishofen seine ersten Eishockeyschritte. „Da sieht man mal, was mit Einsatz, Kampf und Teamgeist möglich ist“, sagt der Trainer des EV Bad Wörishofen – und spricht damit gleich die Tugenden an, die seine Mannschaft am Wochenende in der Verzahnungsrunde braucht.

Denn auch hier sind die Gegner für den EVW praktisch unbezwingbar. Während es heute Abend (20 Uhr) zum Tabellenführer EHC Klostersee geht, gastiert am Sonntag der Tabellenzweite EV Pegnitz in der Eisarena. Die Aussicht auf einen Punktgewinn geht angesichts der bisherigen Bilanz gegen Klostersee gegen Null. Denn der ehemalige Oberligist, für den die Landesliga nur eine Durchgangsstation ist, war bisher für die Wölfe stets zwei Nummern zu groß. In der Landesligarunde hieß es 2:9 und 1:10. Und im ersten Wiedersehen in der Verzahnungsrunde kassierten die Wölfe eine 1:8-Heimniederlage. „Wenn die keinen rabenschwarzen Tag erwischen, dann hast du keine Chance“, sagt Schweinberger.

Am Sonntag (17 Uhr) kommt dann Bayernligist EV Pegnitz, der dem am vergangenen Spieltag dem EHC Klostersee nach 28 Saisonsiegen die erste Niederlage (4:1) beigebracht hatte, zum Rückspiel in die Eisarena. Im Hinspiel waren die Wölfe nah an einer Überraschung dran. Mit 3:4 wurde zwar auch dieses Spiel verloren, doch es wäre mit etwas Glück mehr möglich gewesen. So gab es nach dem Spiel großes Lob vom Gegner. Nur: „Das tut zwar gut, aber runterbeißen kann man davon auch nicht“, sagt EVW-Trainer Andreas Schweinberger.

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Er ist dennoch stolz auf seine Mannschaft. „Wir haben vier Spiele mit nur einem Tor Unterschied verloren. Da fehlte das Glück. Ansonsten sähe es deutlich besser aus“, sagt Schweinberger mit Blick auf die Tabelle. Dort belegen die Wölfe den letzten Platz. „Wir waren in dieser Runde noch nie komplett. In Pegnitz hatten wir zwei Jugendspieler dabei“, erklärt Schweinberger die Platzierung mit der personellen Misere.

Auch am Wochenende werden die Wölfe nicht in Bestbesetzung antreten. Bleibt also nur noch die Kunst der Motivation – etwa den Sieg der deutschen Mannschaft gegen Schweden als Blaupause heranzuziehen. „Klar kann man das bei der Besprechung einbringen“, sagt Schweinberger, der den Deutschen heute gegen Kanada auch eine Überraschung zutraut.

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