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Motorradsport

19.12.2020

Max Banholzer wechselt zum Motocross

Max Banholzer wurde 2016 in Spanien erstmals Junioren-Vizeweltmeister im Supermoto. Doch nun ist ihm diese Klasse zu straßensportlastig.
Bild: Jo Sierra

Plus Der zweifache Vizeweltmeister im Supermoto, Max Banholzer aus Blonhofen, steigt auf Motocross um. Warum es ihm schwer fiel, seinen Eltern davon zu erzählen.

Als kleiner Bub kraxelte Max Banholzer bereits auf eine 50ccm-Maschine und fuhr Supermoto. Seine ersten Drifts lernte er in der Karthalle in Kaufbeuren. Inzwischen ist der Blonhofener 21 Jahre alt, fast zwei Meter groß, zweifacher Vizeweltmeister mit der deutschen Nationalmannschaft – und seinem Bruder Peter – und fährt in der Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDM). Höher geht es außer zur WM nicht mehr. Doch nun steigt Max Banholzer aus – und um: „Ich habe mir das schon länger überlegt. Der Spaß ist beim Supermoto nicht mehr so da. Deshalb werde ich 2021 im Motocross an den Start gehen“, erklärt er.

Damit geht ein Abschnitt zu Ende, der im deutschen Supermoto eine gewisse Bedeutung hatte: Max Banholzer stieg als Vierjähriger in den Sport ein, der zu etwa 75 Prozent auf einer Asphaltstrecke und zu 25 Prozent im Offroad ausgetragen wird und bei dem Driften mit profillosen Slicks zum guten Ton gehört.

Banholzer sammelte viele Supermoto-Titel

Banholzer sammelte schon früh Titel, gewann viele Rennen und Meisterschaften im nationalen und sogar internationalen Nachwuchsbereich. Bei den Junioren feierte er mit einem deutschen Meistertitel, einer Vizemeisterschaft und zwei Vizemeisterschaften bei der Mannschafts-WM seine größten Erfolge.

Max Banholzer mit seiner neuen Maschine vom Team Hiemer.
Bild: Archiv Banholzer

Zuletzt fuhr Max Banholzer in der IDM – holte dort seine ersten Rennsiege bei den Senioren und lag heuer in der verkürzten Saison sogar auf Platz eins der Gesamtwertung, ehe ihn eine Verletzung ausbremste. Seit Beginn seiner Karriere fuhr Max zusammen mit seinem Bruder Peter (23) – bis zur IDM meist eine Klasse tiefer. Beide blafften sich zwar auch mal auf der Rennstrecke an, doch vorher, nachher und meist auch im Rennen hielten sie zusammen. Dazu halfen Vater Ralf und Mutter Tina, wo es nur ging.

Insofern fiel Max die Entscheidung, auf Motocross (MX) umzusteigen, schwer: „Ich wusste nicht, wie ich es Mama und Papa sagen soll“, erzählt er. Doch der Entschluss reifte schon länger: „Beim Supermoto geht der Trend zum Straßensport, Driften und Offroad nimmt immer mehr ab, während Speedstrecken zunehmen“, erklärt Max und fügt an: „Ich fühle mich aber im Offroad wohler“. Zudem werde Supermoto immer teurer.

Sein Bruder bleibt dem Supermoto treu

Doch inzwischen sei Vieles schon für den neuen Abschnitt geregelt: Während der aktuelle Vizemeister Peter weiterhin im Team MH Racing in der IDM fährt – „er bleibt beim Supermoto mit der Betreuung durch die Eltern“ – geht Max zum Team Hiemer zurück. Für die Mannschaft von Edi Hiemer fuhren die Brüder jahrelang erfolgreich. Der Teamchef hat viel Erfahrung im Rennzirkus, schließlich war er selbst versierter MX-Fahrer und ist Vater des zweifachen (Supermoto-) Weltmeisters Bernd Hiemer.

Und Max Banholzer kann auch beim MX weiter auf die meisten seiner bisherigen Sponsoren bauen – eine große Hilfe, meint er. Dadurch könne er im nächsten Jahr in der Südbayern-Serie antreten sowie als Gaststarter in der Schweizer Meisterschaft und im Motul-Cup in Tschechien. Und eine weitere Unterstützung soll es noch geben: In den Rennpausen beim Supermoto, wollen Bruder, Vater und Mutter auch mal beim MX vorbeischauen.

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