Fußball

20.05.2019

Mindelheim feiert seine Rettung

Mindelheims Torhüter André Kreisel verhindert in dieser Szene den Rückstand. Sein Gegenüber Leonard Zink flog wenig später wegen einer Notbremse vom Platz, was dem TSV Mindelheim den Weg zum 3:0-Sieg gegen die SG Amberg/Wiedergeltingen erleichterte.
Bild: Robert Prestele

Im Endspiel vor der drohenden Relegation feiert der TSV Mindelheim einen 3:0-Sieg gegen die SG Amberg/Wiedergeltingen. Türöffner war dabei ein Platzverweis.

Ein Platzverweis nach einer Notbremse für Ambergs Torhüter Leonard Zink bereits in der 35. Minute läutete die 0:3-Niederlage der SG Amberg/Wiedergeltingen beim Auswärtsspiel in Mindelheim ein. Durch den Heimsieg retteten sich die Mindelheimer endgültig.

Die Brisanz der Begegnung zeigte sich schon in den Aufstellungen. Beide Trainer setzten hinten auf eine stabile Viererkette, abgesichert durch defensives Mittelfeld. Ähnlich auch die Spielanlage: Mit weiten Bällen versuchten zunächst beide Teams das Mittelfeld zu überspielen.

Die erste große Chance hat Amberg/Wiedergeltingen

Nach einer Viertelstunde aber eine gute Tormöglichkeit für die SG Amberg/Wiedergeltingen: Bei einem Freistoß von Routinier Alois Schneider musste sich der Mindel-heimer Keeper André Kreisel schon mächtig strecken, um den Ball zu Ecke zu lenken. Kurz danach gleich noch eine gute Gelegenheit für die Gäste als sich Tobias Altmayr bis zur Mindelheimer Grundlinie durchdribbelte. Seine Hereingabe fand aber keinen Abnehmer. Die Heimmannschaft erarbeitete sich durchaus auch Chancen, die bis dahin aber nicht zwingend genug waren.

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Die vorentscheidende Szene dann in der 35. Minute: Nach einem klugen Pass war Mindelheims Gottfried-Hubert Wesseli auf und davon. Gäste-Keeper Leonard Zink stürmte ihm entgegen. Gerade so außerhalb des Strafraums blieb dem Torhüter nur noch ein Foul, um den Angreifer zu stoppen. Schiedsrichter Albert Müller zögerte keine Sekunde und verwies den Keeper wegen Notbremse des Feldes. Die anschließenden Diskussionen änderten daran nichts. So fand sich schließlich der junge Daniel Kneipp völlig unerwartet zwischen den Pfosten der Gäste wieder.

In Überzahl ist der TSV Mindelheim druckvoller

Nach der Halbzeitpause traten die Gastgeber in Überzahl entsprechend druckvoll auf. Als bei den Gästen dann auch noch der erfahrene Abwehrspieler Hannes Menhofer verletzt ausfiel, schien der Führungstreffer für die Hausherren nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Nach einer knappen Stunde war es soweit: Wesseli nahm einen Pass im Strafraum an, tanzte seinen Gegenspieler aus und versenkte das Leder unhaltbar im langen Eck zum umjubelten 1:0.

Jetzt war der Bann gebrochen. Nur noch gelegentlich gelangen den Gästen Entlastungsangriffe, von denen einer allerdings beinahe zum Ausgleich geführt hätte. Ansonsten rollten die Angriffe auf das Gäste-Tor. Der eingewechselte Ricardo Schulz belebte zusätzlich das Mindelheimer Angriffsspiel und erzielte mit einer satten Direktabnahme das vorentscheidende zweite Tor für die Gastgeber. In der Nachspielzeit setzte Wesseli den Schlusspunkt mit dem schönsten Tor des Spiels. An der Strafraumgrenze fackelte er nicht lange und jagte das Leder unhaltbar ins Kreuzeck.

Für Amberg/Wiedergeltingen geht es jetzt in die Relegation

Mindelheims Trainer Benedikt Deigendesch äußerte sich nach dem Spiel: „Der Platzverweis für Amberg hat uns natürlich schon etwas in die Karten gespielt. Insgesamt aber ist der Sieg doch verdient. Unsere Planungen für die neue Saison sind schon weit fortgeschritten. Für konkrete Entscheidungen mussten wir aber schon noch dieses Spiel heute abwarten.“

Sein Gegenüber, Hans Sedlmair haderte mit Fortuna: „Vom Glück waren wir heute nicht gerade verfolgt. Anfangs hätten wir sogar in Führung gehen können. Nach der Roten Karte war es dann natürlich sehr schwer. Aber so ist es jetzt halt und wir gehen die Relegation an. Hoffentlich lichtet sich unser Lazarett bis dahin etwas.“ Für die SG Amberg/Wiedergeltingen geht es nun in die Abstiegsrelegation. Diese steigt am Mittwoch, 22. Mai, um 18.30 Uhr in Untrasried. Gegner ist der Tabellenzwölfte der Kreisliga Süd, der TSV Pfronten.

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