Jugendfußball

13.07.2019

Mindelheim wird DFB-Stützpunkt

Das Sportzentrum Mindelheim: Mit seinen vielen Fußballfeldern und der Dreifachsporthalle des Maristenkollegs bietet der TSV Mindelheim beste Voraussetzungen für den Standort eines DFB-Stützpunkts für Nachwuchsfußballer.
Bild: Ulrich Wagner

Mindelheim ist die neue Heimstätte für talentierte Nachwuchskicker. Am Sonntag erfolgt die offizielle Ernennung – samt Gastspiel der C-Junioren des FC Augsburg.

Nur eine Woche nach dem Getränke-Hell-Sommercup steht das Julius-Strohmayer-Stadion in Mindelheim erneut im Mittelpunkt. Diesmal wird es mit einer besonderen Plakette geziert: Dem Schild, auf dem „DFB-Stützpunkt“ steht. Denn ab diesem Sommer löst der TSV Mindelheim den FC Bad Wörishofen als Standort für den DFB-Stützpunkt ab. Im Zuge einer geografischen Neuausrichtung der Allgäuer Stützpunkte wurde dieser Standortwechsel vorgenommen.

„Konkret ging es darum, dass wir uns im Allgäu infrastrukturell verbessern wollten“, sagt Oskar Kretzinger. Er ist der für Westbayern – und damit die Standorte im Allgäu – zuständige DFB-Stützpunktkoordinator. Weil das Allgäu eben doch etwas schneelastiger ist, als das restliche Schwaben, favorisierte man Sportstätten mit Kunstrasenplätzen. Die gibt es in Kaufbeuren, das damit den bisherigen Standort Thalhofen ablöst.

Mindelheims Ernennung hat geografische Gründe

Weil nun Kaufbeuren und Bad Wörishofen zu nah beieinander lagen und man seitens des Verbands zudem den südlichen Landkreis Günzburg mit der Region Krumbach stärken wollte, kam man auf den Standort Mindelheim. „Wir haben hier tolle Bedingungen: viele Rasenplätze, eine gute Hallensituation und einen Verein, der im Jugendbereich wieder richtig Gas geben will“, sagt Kretzinger. „Der Umzug von Bad Wörishofen hatte ausschließlich diese geografischen Gründe. Wir waren in Thalhofen wie in Bad Wörishofen mit den Stützpunkten sehr zufrieden“, stellt Kretzinger klar. Seit August 2008 war Bad Wörishofen der DFB-Stützpunkt ansässig. Beim FC Bad Wörishofen sieht man den Standortwechsel entspannt: „Es hat immer alles gepasst“, sagt Hermann Kohler, 2. Vorsitzender des FCW. „Aber wir kommen nun auch – durch die Aufstockung bei der JFG Wertachtal – an Grenzen, was die Belegungszeiten für die Trainingsflächen angeht.“

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Beim TSV Mindelheim freut man sich über die Chance. „Das war etwas, was wir in der Jugendleitung schon lange im Blick hatten“, sagt Jugendleiter Roman Feger. Nun hat es geklappt. Die Voraussetzungen mit dem Stadion und den Trainingsplätzen sowie der Dreifachturnhalle sind gegeben, um einmal wöchentlich ein Training für die Fußballtalente aus der Region anzubieten.

Trainiert wird in Mindelheim immer montags

Immer montags wird es in Zukunft Trainingseinheiten für zwei Trainingsgruppen geben. In erster Linie wird es sich um die Jahrgänge 2008 bis 2004 handeln. „Unser Kernbereich wird im D- und C-Jugendbereich liegen“, sagt Kretzinger. Allerdings eher im jüngeren Jahrgang, also U11 bis U13/14. Zum einen wolle man den Stützpunkt in Mindelheim neu aufbauen, zum anderen seien die talentierten Spieler der älteren Jahrgängen dann meist weniger in der Eliteförderung der Verbände, sondern bereits bei großen Vereinen wie dem FC Bayern, FC Augsburg oder TSV 1860 München gelandet. Stützpunkttrainer in Mindelheim werden der Kammlacher Manuel Neß und Berndt Sonntag sein. Ness, der auch die Kreisliga-Herren des TSV Kammlach trainiert, ist in Mindelheim kein Unbekannter, hat er doch einst aktiv für den TSV Mindelheim in der Bezirksoberliga gespielt.

Am Sonntag nun wird die offizielle Stabübergabe mit Rahmenprogramm vonstattengehen. So tritt ab 10.30 Uhr eine Auswahl der besten Spieler der westbayerischen Stützpunkte gegen die U14 des FC Augsburg an. „Ich denke, dass wir verlieren werden“, mutmaßt Kretzinger. „Erfahrungsgemäß sind die Vereinsspieler körperlich schon weiter als wir und besser eingespielt“, sagt er. Allerdings: „Unter der Woche haben wir gegen Greuther Fürth gespielt und zwischenzeitlich 4:2 geführt. Dann wechselten wir etwas durch und haben am Ende 4:6 verloren. Aber es geht ja nicht um Ergebnisse, sondern ums Lernen.“

In der Halbzeit gibt es das offizielle Schild

In der Halbzeitpause der Partie gegen den FCA-Nachwuchs wird den Mindelheimern dann das Stützpunktschild offiziell übergeben. Am Nachmittag absolviert die Stützpunktauswahl dann noch eine Trainingseinheit in Mindelheim. Diese wie auch die weiteren Einheiten können von Jugendtrainern aus der Region besucht werden. „Wir sehen einen Stützpunkt auch als Bildungsstandort“, sagt Kretzinger. So soll es wie auch schon in Bad Wörishofen kostenlose Info-Abende zu bestimmten Themen rund um das Jugendtraining geben.

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