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Handball

26.11.2019

Mindelheimer Rückhalt im Wettwerfen

Auch wenn es das Endergebnis nicht unbedingt vermuten lässt: Mindelheims Torhüter Leo Hermanns war vor allem in der zweiten Halbzeit gegen den TV Bad Tölz ein sicherer Rückhalt.
Bild: Andreas Lenuweit

Zwei unterschiedliche Siege: Die Mindelheimer Herren liefern sich mit Bad Tölz ein Torfestival, die TSV-Frauen machen es spannend bis zum Schluss.

Durch die Bank erfolgreich war das Handball-Wochenende des TSV Mindelheim: Die Frauen gewannen ihr Auswärtsspiel in Murnau knapp, die Herren lieferten sich mit dem TV Bad Tölz ein Wettwerfen.

Bezirksliga, Männer Ganze 72 Tore sollten die Zuschauer in der Dreifachturnhalle des Maristenkollegs am Samstagabend sehen. Am Ende der Torflut hatte der TSV Mindelheim beim 38:34-Heimsieg das bessere Ende für sich. Zu Beginn hatten die Mindelheimer noch arge Abwehrprobleme und gerieten mit 3:7 in Rückstand. Auch die Tölzer Manndeckung gegen Johannes Heimpel brachte den Spielfluss zunächst ins Stocken, sodass nach zehn Minuten bereits die erste Auszeit nötig war. Hier stellte Trainer Markus Gaum seine Abwehr, was sich auszahlen sollte. Tor um Tor holten die Hausherren auf. Zur Pause stand es 18:18 – ein Spiel der Torhüter war es bis dahin nicht unbedingt.

Nach dem Seitenwechsel markierten die Mindelheimer vier Tore in Folge und führten so mit 24:21. Doch nach zwei mit Zeitstrafen geahndeten Fouls spielte der TSV Mindelheim in doppelter Unterzahl, das nutzten die Gäste nun wieder aus und führten mit 31:29. Jetzt begann die Zeit des Leo Hermanns im Mindelheimer Tor. Er hielt viele Versuche der Gäste und legte so den Grundstein für den Angriff, das Spiel noch einmal zu drehen.

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Mit einem Doppelpack von Markus Gaum holten sich die Mindelheimer erneut die Führung zurück (34:32) und gaben diese nicht mehr aus der Hand. Am Ende hieß es sogar 38:34. „Obwohl wir mit vier Rückraumspielern nur wenig Wechselmöglichkeiten hatten, haben wir bis zum Schluss gekämpft und wurden dafür belohnt“, freute sich Johannes Heimpel über die zwei Punkte.

Bezirksoberliga, Frauen Deutlich enger war das Spiel der TSV-Frauen beim Tabellenletzten TSV Murnau. Bereits vor Anpfiff hatte Mindelheim mit einer zusätzlichen Hypothek zu kämpfen und konnte mit lediglich einer Auswechselspielerin in das Spiel gehen.

Die ersten Annäherungsversuche beider Mannschaften konnten vor allem die Murnauer besser verwerten und überraschten mit einer gut aufgestellten Rückraumleistung. Bis zur ersten Auszeit der Mindelheimerinnen führte der Aufsteiger mit 7:4. Doch dann wachten die Mindelheimerinnen auf und schafften mit mehreren Strafwürfen und guter Abwehrleistung den Ausgleich. Schöne Aktionen von Bernadette Moser zeigten, dass die Murnauer Abwehr große Lücken aufwies.

Zur Pause hieß es nur noch 15:13 für Murnau. „Alle Mittel, um die Murnauerinnen aus der Halle zu schießen, sind vorhanden. Aber aktuell schauen wir zu, statt zu handeln“, kritisierte Trainer Stefan Weber in der Halbzeit. Sein Co-Trainer Philipp Burtscher forderte kürzere Wege in der Abwehr als auch im Angriff, um dieses Spiel zu entscheiden. Und die Mindelheimerinnen schienen verstanden zu haben. Denn nach dem Seitenwechsel glichen sie aus (18:18). Nun nahmen Härte und Strafen zu.

Eine hitzige Schlussphase prägte die letzten zehn Spielminuten, in denen sich Murnau und Mindelheim einen echten Schlagabtausch lieferten. Auch eine Manndeckung auf Bernadette Moser und eine gebrochene Nase von Andrea Holdenried konnte die TSV-Damen nicht von ihrem Weg abbringen: Sie brachten den zwischenzeitlich errungenen Ein-Tore-Vorsprung ins Ziel und gewannen mit 24:23. (haba)

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