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Fußball

21.05.2019

Mindelheimer Schüler trainieren mit dem Ex-Profi

Lars Treiber (links) und Tim Michael Weipejewski hatten viel Spaß.
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Lars Treiber (links) und Tim Michael Weipejewski hatten viel Spaß.
Bild: Ulla Gutmann

Die „Ulmer Fußballschule“ macht beim Förderzentrum in Mindelheim Station. Dabei lernen die Schüler einen Vormittag nicht nur Ballbehandlung, sondern auch Regeln.

Nicht nur Fußball zu trainieren, sondern auch Werte vermitteln – Respekt, Akzeptanz und jeden behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte. Das stand im Mittelpunkt des „Ulmer Fußballtages“, bei dem 30 Schüler des Sozialpädagogischen Förderzentrums in Mindelheim mit Begeisterung mitmachten.

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Schüler der dritten bis neunten Klasse übten mit dem Ball in zwei Gruppen unter Anleitung von René Rauscher und Ünal Demirkiran. Letzterer ist Geschäftsführer der Ulmer Fußballschule, Initiator der Ulmer Fußballtage, mit 13 Jahren Profi-Fußballerfahrung. Als junges Talent spielte er 1999 beim SSV Ulm 1846 gegen Werder Bremen in der Bundesliga. Zwar stiegen die Ulmer danach in die Verbandsliga Württemberg ab, 2002 aber wieder in die Oberliga-Baden-Württemberg auf. In 32 Spielen war Demirkiran 13 Mal erfolgreich und wechselte dann nach Aalen. Nach weiteren Wechseln spielte er auch für eine kurze Saison in der Türkei bei Aufsteiger Sivasspor. In der türkischen Süper Lig (1. Liga) kam er dreimal zum Einsatz. Verletzungsbedingt endete aber schließlich seine aktive Fußballerkarriere und seit 2014 arbeitet Demirkiran als Trainer.

Ein Projekt aus Ulm

Die „Ulmer Fußballtage“ sind ein soziales Projekt mit dem Ziel Kindern aus allen Schichten und aus allen Ländern eine Basis für ein gemeinsames und verständnisvolles Miteinander zu geben, finanziert durch Spendengelder. Dabei sollen mithilfe des Sports der Teamgeist und das Verständnis für unterschiedliche Stärken und Schwächen gefördert, Konfliktlösung gelernt und besonders soziale Grenzen und Vorurteile überwunden werden. Wie Schulleiterin Petra Eggert erklärte, hatte sich Ünal Demirkiran bei ihr gemeldet mit dem Vorschlag, auch an ihre Schule zu kommen und nach einigen Recherchen hatte sie eingewilligt.

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Ihre Schüler fanden das richtig cool: Samuel Scheurer (14) freute sich, dass er schnell „ein bisschen dazulernen“ und seine Dribbelfähigkeiten ausbauen konnte. Simon Mayer (13) war gleich begeistert, als seine Klassenlehrerin von dem Projekt erzählte und fand das Elfmeterschießen besonders gut.

Mindelheimer Schulsprecher übt Ronaldo-Trick

Das gefiel auch Schulsprecher Fikri Ismail (14), der weiter von dem „Ronaldo-Trick“ erzählte, den er gelernt hatte: Antäuschen mit dem linken Bein, mit dem rechten Bein hinten herum den Ball bewegen und damit weiter im Ballbesitz bleiben. Auch Lars Treiber (10) hatte besonders viel Spaß beim Elfmeterschießen und freute sich über ein Trikotshirt und einen Fußball. Jeder der 30 Teilnehmer bekam diese Geschenke.

Ein abwechslungsreiches, spielnahes Training über sechs Stunden einschließlich der Pausen zur Erholung und zum Trinken, erwartete die Mindelheimer Schüler. Außer dem Elfmeterschießen übten sie auch gezielt an den Pfosten zu schießen, den Ball nur leicht anzustoßen, sodass er möglichst nahe an die Wand rollte, aber nicht zurücksprang, den Ball abzuwerfen und vieles mehr. Dabei ging es laut und wild, aber trotzdem durch die Trainer geordnet und diszipliniert zu. Die Schulleiterin des SFZ Mindelheim, Petra Eggert, hofft nun, wie sie schmunzelnd bemerkte, dass ihre Schüler nach diesem Intensivtraining beim nächsten Allgäu-Cup endlich einmal gewinnen.

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