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Handball

19.03.2019

Mindelheimer erfahren erst nach dem Spiel vom Punktverlust

Im Hinspiel in Mindelheim hatten Thomas Sailer (schwarzes Trikot) und Co. gegen den TSV Murnau noch gewonnen. Diesmal trennte man sich unentschieden.
Bild: Michael Lindemann

Auf der Anzeigetafel steht Sekunden vor Schluss eine 36:34-Führung für den TSV Mindelheim. Warum es für die Herren doch nicht zum Sieg in Murnau reichte.

Kurios, wenn man erst Minuten nach dem Ende eines Spiels weiß, ob man gewonnen hat oder nicht. Genau das ist den Handballern des TSV Mindelheim beim Spiel in Murnau passiert. Die Mindelheimer Frauen machten es ebenfalls spannend.

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Bezirksliga, Männer Die Schlussphase beim Spiel zwischen dem TSV Murnau und dem TSV Mindelheim war an Dramatik kaum zu überbieten. Nicht nur, dass die Mindelheimer einen deutlichen Pausenrückstand (15:22) in der zweiten Halbzeit wettmachen konnte.

Eineinhalb Minuten vor Spielende legte Mindelheim durch Michael Thoma sogar ein Tor vor (34:33). Den direkten Murnauer Gegenzug parierte Thomas Vogt und Thomas Sailer erhöhte eine Minute vor Ende auf 35:33. Aber den Gastgebern gelang 20 Sekunden später der Anschlusstreffer. Nun wurde es unübersichtlich: Mindelheim gelang ein weiterer Treffer, der allerdings vom Schiedsrichter aberkannt wurde. Dies wurde aber weder vom Kampfgericht, noch von den beiden Mannschaften auf dem Feld bemerkt. Die Anzeigentafel zeigte noch die Führung für Mindelheim an (34:36), als Murnau mit der Schlusssirene zum Sieben-Meter-Strafwurf antrat – und verwandelte. Erst mehrere Minuten nach dem Spiel war klar, dass die Frundsbergstädter nicht gewonnen hatten, sondern die Partie 35:35 endete.

Mindelheimer erfahren erst nach dem Spiel vom Punktverlust

Auch wenn die Enttäuschung zunächst verständlich war, so muss man ehrlicherweise zugeben, dass die Mindelheimer den Sieg an diesem Tag auch nicht verdient hatten. Denn die erste Hälfte wurde von Mindelheimer Seite komplett verschlafen. Quasi ohne Abwehr spielend lagen die Unterallgäuer nach acht Minuten bereits mit drei Toren zurück. Und das war erst der Anfang. Murnau durfte nach Belieben und ohne Mindelheimer Gegenwehr aufs Tor werfen, während die Gäste sich ihrerseits bereits im Spielaufbau schwertaten. Selbst als sich die Frundsbergstädter gefangen hatten, gelang es nicht, die Bälle im gegnerischen Gehäuse unterzubringen. Es sah nach einem gebrauchten Tag aus für die Mindelheimer. Auf acht Tore war der Vorsprung der Gastgeber zwischenzeitlich angewachsen, zur Pause lagen die Mindelheimer 22:15 zurück.

In der zweiten Halbzeit startet Mindelheim die Aufholjagd

Aber kampflos gab sich die Gästemannschaft nicht auf. Mit einer Umstellung auf eine offensivere Abwehrformation ging ein Ruck durch die komplette Mannschaft. Die Hörmann-Brüder grenzten das Kreisläuferspiel der Murnauer ein, und der Rückraum konnte nicht mehr ungehindert aufs Tor werfen. Thomas Vogt wurde nun zum wichtigen Rückhalt im Mindelheimer Tor. Auch das Offensivspiel klappte nun deutlich besser. Schnelle und druckvolle Angriffe gerade über die rechte Mindelheimer Angriffsseite wurden durch Florian Gaum und Ivan Radic erfolgreich abgeschlossen. Armend Fetahu und Michael Thoma sorgten auf der linken Seite für permanenten Druck auf das Murnauer Tor. Nach fünfzehn Minuten gelang den Unterallgäuern das erste Mal der Ausgleich (26:26), 90 Sekunden vor der Schlusssirene gar die erstmalige Führung. Doch zum Sieg reichte es letztlich nicht.

Bezirksoberliga, Frauen Als Mindelheims Torhüterin Arlene Frehner zwei Sekunden vor dem Ende der Partie HSG Isar-Loisach gegen den TSV Mindelheim den Ball in ihren Händen hält, brandete Jubel auf: Denn nun war klar, dass die abstiegsgefährdeten Mindelheimerinnen durch den 23:22-Sieg in Geretsried zwei wichtige – und kaum für möglich gehaltene – Punkte gewann.

Mit einem stark dezimierten Kader ging es nach Geretsried: Krankheitsbedingt musste Trainer Stefan Weber auf Sonja Schimkat, Christina Möhrle, Daniela Katheder und Olivia Landherr verzichten. Kampflos aber wollten sich die Mindelheimerinnen nicht ergeben. Der Start begann holprig, erst in der fünften Minute gelang Andrea Deigendesch das erste Tor für den TSV. Die neu formierte Abwehr musste sich erst noch finden, zwischenzeitlich lief man einem Sechs-Tore-Rückstand hinterher. Zur Pause hieß es 9:13 aus Mindelheimer Sicht.

Mindelheims Torhüterin ist der starke Rückhalt

Mit einem starken Rückhalt von Torhüterin Arlene Frehner (vier gehaltene Sieben-Meter) holten die Mindelheimerinnen in der zweiten Halbzeit jedoch Tor um Tor auf. Schöne Einzelaktionen von Andrea Deigendesch und Kathi Spies ließen die HSG-Abwehr verzweifeln. In der 50. Minute war es dann soweit und der TSV Mindelheim ging erstmals in Führung (19:18). Dann kamen die letzten Sekunden: Beim Spielstand von 22:22 war es Andrea Holdenried, die mit einem schönen Überzieher den Ball im Tor versenkte. Zwar kamen die Gastgeberinnen noch einmal zum Wurf, den Ball aber hielt Arlene Frehner.

„Das hat richtig Spaß gemacht. Vor einigen Wochen haben wir solche Spiele noch verloren. Jetzt wurde unser Kampfgeist endlich belohnt“, sagte Trainer Stefan Weber nach der Partie. (haba)

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