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Schwimmen

30.07.2019

Mindelheimer nutzt seine Medaillenchance

Benjamin Bähr, Amelie Frei und Christoph Pfleger (von links) vertraten den TSV Mindelheim bei den bayerischen Meisterschaften in Würzburg.
Bild: Florian König

Christoph Pfleger holt für den TSV Mindelheim zwei bayerische Silbermedaillen. Die einzige weibliche Vertreterin der Mindelheimer belohnt ihre Risikobereitschaft mit Bestzeit.

Für die erfolgreichsten Schwimmer des TSV Mindelheim stand kürzlich der Saisonhöhepunkt auf der Tagesordnung. Amelie Frei (Jahrgang 2004), Christoph Pfleger (Jg. 2003) und Benjamin Bähr (Jg. 2001) waren bei den bayerischen Jahrgangs- und Juniorenmeisterschaften in Würzburg die Vertreter aus der Frundsbergstadt.

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Erfolgreichster Teilnehmer aus Mindelheimer Sicht war Christoph Pfleger. Er schaffte es schon im Vorfeld, sich für sechs Starts zu qualifizieren und fuhr somit als Mindelheimer Favorit nach Würzburg. Doch diese Rolle wurde ihm erst bei der Ankunft im Hallenbad bewusst. „Erst vor Ort realisierte ich, dass ich auf den Rückenstrecken gute Chancen auf Medaillen habe. Das hat mich wahnsinnig gepusht“, so der 16-Jährige.

Mit Mindelheimer Vereinsrekord aufs Treppchen

Gleich am ersten Wettkampftag setzte er dann sein Traum von bayerischem Edelmetall in die Tat um und holte sich auf 100 Meter Rücken in einer Zeit von 1:03,35 die Silbermedaille. Seine zweite Chance, auf das Treppchen zu steigen, ließ er auch nicht ungenutzt und schwamm in neuem Vereinsrekord mit einer Zeit von 2:19,23 auf 200 Meter Rücken erneut zum bayerischen Vizetitel. Auch bei seinen weiteren Starts landete Pfleger in den Top-10: 6. über 200 m Lagen, 8. über 100 m Freistil, 7. über 50 m Freistil, 4. über 50 m Rücken).

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Benjamin Bähr, der in den vergangenen Monaten eine herausragende Form aufwies, fuhr leider wegen einer Trainingsverletzung angeschlagen auf die bayerischen Meisterschaften. Trotz ausgiebiger physiotherapeutischer Behandlungen im Vorfeld blieben die Schmerzen während des Wettkampfes nicht aus. „Ich habe versucht, die Zähne zusammenzubeißen, aber durch die Schmerzen habe ich komplett das Wassergefühl verloren. Damit konnte ich mir Bestleistungen abschminken“, so Bähr nach dem Wettkampfwochenende. Dennoch können sich seine Leistungen sehen lassen, denn mit drei vierten Plätzen (50 m, 100 m und 200 m Rücken), schrammte er jeweils nur knapp am Podest vorbei. Zudem wurde er über 50 Meter Freistil 15.

Amelie Frei belohnt sich für ihre Risikobereitschaft

Die einzige weibliche Vertreterin des TSV Mindelheim, Amelie Frei, hatte sich im Vorfeld über die 100 Meter Rücken qualifiziert, wollte sich aber nicht mit einem einzigen Start (und dabei Rang neun) zufriedengeben – und meldete sich ebenfalls über 50 Meter Rücken an. Dabei nahm sie es in Kauf, 40 Euro Strafe zu zahlen, falls sie die benötigte Pflichtzeit nicht schwimmen sollte. Die Nervosität war dementsprechend groß, doch Frei belohnte mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 33,57 Sekunden ihre Risikobereitschaft und stieg als Zehnte erfolgreich aus dem Becken.

Während die schnellsten Junioren des TSV Mindelheim im Würzburger Hallenbad um bayerische Meistertitel schwammen, durchquerte ein Großteil der restlichen Leistungsschwimmer den Bodensee. Sarah Kunze, Johanna Vögele, Robin und Sasha Bär sowie Robert Bretschneider nahmen an der 17. Lindauer Seedurchquerung des Bodensees teil, bei der eine Streckenlänge von 2,3 Kilometer zurückgelegt werden musste. Johanna Vögele, Robin Bähr und Robert Bretschneider holten sich bei schönstem Wetter den ersten Platz in ihrer Altersklasse. (flok)

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