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Spiel der Woche

23.10.2017

Nach der Pause gepennt und verloren

Die Gäste aus Unterrieden in den roten Trikots zeigten sich im Einsatz aggressiver und wurden dafür folgerichtig mit drei gelben Karten bestraft. Doch der Einsatz nutzte nichts: Der SV Auerbach/Stetten gewann die Partie 3:0.
Bild: Willi Unfried

SV Auerbach/Stetten kann gegen Unterrieden lange mithalten und dann war in vier Minuten alles vorbei

„Wenn man keine Stürmer hat, dann kann nicht gewinnen,“ meinte ein etwas enttäuschter Hermann Herz, Spielertrainer des SV Auerbach/ Stetten. Seine Mannschaft nutzte den Heimvorteil in der A-Klasse Allgäu II gegen den SC Unterrieden nicht. Konnten die Platzherren in der ersten Hälfte ihr Tor noch sauber halten, so brachten zwei schnelle Vorstöße gleich nach Wiederanpfiff des gut leitenden Unparteiischen Hermann Wolf innerhalb von vier Minuten die Entscheidung. Jelic besiegte im „Alleingang“ die Platzherren, das dritte Tor in der 83. Minute durch Dodig war dann die endgültige Entscheidung.

Obwohl beide Mannschaften im Mittelfeld der A-Klasse dümpeln, lag doch eine gewisse Brisanz in der Luft: Der Sieger der Partie konnte sich nach vorne orientieren und die Platzherren hatten sogar die Chance die Gäste in der Tabelle zu überholen. Allerdings sprachen die Vorzeichen nicht für die Schützlinge von Hermann Herz: „Die Verletztenliste ist lang und wurde kurz vor dem Spiel nochmals länger“, lamentierte er. So gehe es schon seit Saisonbeginn. Faktisch habe er keinen etatmäßigen Stürmer zur Verfügung.

Dennoch hätte man das Spiel nicht verlieren brauchen: „Wenn man zwei Mal nach einem eigenen Freistoß ein Tor fängt, so ist das schlicht und einfach doof!“ Vor dem Spiel schworen sich die Gäste auf ein starkes Spiel ein, dies hatte anscheinend Erfolg. Und Trainer Peter Betz scheute nicht das Risiko. Er begann offensiv mit drei Stürmern: Dodig, Jelic und Al Khalil, dessen Einsatz bis vor Anpfiff unsicher war, standen weit vorne und unterbanden somit das Offensivspiel des SV Auerbach/Stetten. Vor allem Khalil zeichnete sich durch großes Laufpensum und Einsatz aus, allerdings übertrieb er auch, sah Gelb und lief am Rande einer Gelb-roten Karte.

Zunächst liefen zwei Angriffe der Hausherren über Lutzenberger und Bittner, ehe die Gäste stärker wurden. Nach einem Foul an Bartenschlager, der in die Zange genommen wurde, konnte sich Schuster im Tor der Hausherren erstmals auszeichnen. Wenig später hätte es aber nichts mehr zu halten gegeben, Jelic erhielt den Ball am Sechzehner, doch sein Schuss donnerte knapp über die Querlatte. Und kurz vor dem Pausenpfiff erneut ein schneller Vorstoß der Gäste. Nach einem Ballverlust spielten die Unterriedener schnörkellos. Herz noch im Mittelfeld, ahnte wohl Schlimmes, und jagte quer über den Platz in Richtung eigenes Tor, doch die Gäste waren im Abschluss da noch zu zaghaft. Den Schlusspunkt unter eine unterhaltsame erste Hälfte setzte Lutzenberger mit einem Kopfball knapp neben das Tor des SCU.

Nach der Pause hatten die Zuschauer kaum Platz genommen, da ging es Schlag auf Schlag, wobei die beiden Tore Dubletten waren, Die Platzherren wurden jeweils in der Vorwärtsbewegung nach Freistößen „cool“ ausgekontert. Mit zwei hohen Bällen überwanden die Gäste die aufgerückten Platzherren. Khalil und Dodig bedienten jeweils den freistehenden Jelic und es stand in der 53. Minute 0:2.

Darauf öffnete der Himmel seine Schleusen und das Spiel passte sich an. Es dümpelte vor sich hin. Viel Geplänkel im Mittelfeld, leichte optische Überlegenheit der Platzherren, aber hellwache Gegner, die nur auf den nächsten Fehler warteten. Es gab diese auch und Schuster im Tor der Platzherren konnte gerade noch mit Fußabwehr retten. Aber auch Brugner stand bei zwei Weitschüssen von Bittner auf dem Posten. So verstrich die Zeit, die Zuschauer merkten, dass der SVA dieses Spiel wohl nicht mehr drehen würde. Toll herausgespielt war dann auch das 0:3, Dodig konnte doch noch etwas für seine Führung in der Torjägerliste tun.

Zufrieden zeigte sich Unterriedens Trainer Peter Betz, der ebenfalls eine längere Verletztenliste hat. „Für uns war es wichtig, am Anfang gegen die doch robusteren Platzherren zu bestehen“, meinte er zu seiner Taktik. In der Folge habe seine Mannschaft durch höhere Laufbereitschaft und einer gewissen technischen Überlegenheit das Spiel verdient für sich entschieden.

So haben sie gespielt:

SV Auerbach/Stetten Schuster, Fischer, Meyer, Herz, Wohlt, Ebert/Schmied, Unglert/Surm, Schmid, Bittner, Lutzenberger, Nuffer/Zedelmaier.

SC Unterrieden Brugner, Eisenschmid, Wilhelm, Hasanovic, Abujev, Weinmann, Bartenschlager/Häfele, Ibis, Jelic, Al Khalil, Dodig

Schiedsrichter Hermann Wolf

Zuschauer 80

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